Mit diesem Cache möchte ich auf eine schöne Cache-Serie in Falkensee hinweisen. Angeregt durch diese Serie habe ich etwas recherchiert und auch in diesem Teil von Berlin Stolpersteine gefunden.
Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig,
der damit die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus aufrechterhält.
G.D. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist"
Vor dem letzten selbst gewählten Wohnort werden Gedenktafeln in der Größe von 10x10 cm in den Boden eingelassen. Finanziert wird die Verlegung durch Spenden.
Auf Initiative von Schülerinnen und Schülern des Leonard-Bernstein-Gymnasiums wurden am 28. März 2013 in Mahlsdorf sieben „Stolpersteine“ für die Familie Guthmann verlegt. Seit 2006 hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Leonard-Bernstein-Gymnasiums mit dem Schicksal der ehemaligen jüdischen Einwohner von Mahlsdorf beschäftigt, in Auschwitz sowie in Berliner und Brandenburger Archiven recherchiert und das Geld für die Herstellung und Verlegung der „Stolpersteine“ gesammelt.
Otto Guthmann (* 17.12.1885 Berlin) heiratete 1923 die aus Budapest stammende Charlotte Weil (* 17.9.1893). Sie wohnten in Kreuzberg in der Halleschen Straße 21, in der Nähe des Anhalter Bahnhofs. Otto Guthmann betrieb eine Druckerei, die jedoch der Weltwirtschaftskrise zum Opfer fiel. Die Familie zog deshalb mit ihren vier Kindern Berthold (* 20.6.1924), Leopold (* 2.9.1925), Hans (* 25.6.1927) und Eva (* 24.10.1928) nach Lichtenberg in eine kleine Wohnung in der Bornitzstraße 41a. Otto Guthmann arbeitete als Materialarbeiter bei einem großen jüdischen Unternehmer, verlor die Arbeit jedoch, als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Da er im Kiez als Jude und Sozialist bekannt war, wurde es für die Familie zu unsicher. Sie baute auf dem Grundstück einer Verwandten in Mahlsdorf-Nord, Lemkestraße 156, ein kleines Haus und zog an den Stadtrand. Dort kam Maria (* 19.4.1937) zur Welt. Otto Guthmann wurde zu einem der Repräsentanten der Synagogengemeinde zu Altlandsberg gewählt. Arbeit fand er beim Gleisbau der Deutschen Reichsbahn. Seine Söhne wurden, als sie alt genug waren, zur Zwangsarbeit verpflichtet: Leopold als Kohlentrimmer bei den Weser-Flugzeugwerken in Tempelhof und ab Mitte 1942 bei den Kodakwerken in Köpenick, Hans in der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken AG. Der älteste Sohn Berthold wurde Anfang September 1942 verhaftet, man verdächtigte ihn, an Widerstandsaktionen beteiligt gewesen zu sein. Er wurde am 5.9. nach Riga deportiert und starb am 3.3.1945 im KZ Buchenwald. Vater Otto und seine Söhne Hans und Leopold wurden am 27.2.1943 im Zuge der "Fabrikaktion" festgenommen und in Sammellager gebracht. Hans wurde am 2.3., Leopold am 3.3. Von dort nach Auschwitz deportiert. Charlotte Guthmann war mit den beiden Mädchen ins Sammellager zu ihrem Mann gefahren, und alle vier kamen mit dem Transport am 4.3. nach Auschwitz. Die Eltern Otto und Charlotte Guthmann sowie die Kinder Hans, Eva und Maria wurden in Auschwitz ermordet. Nur einer der drei Söhne, der damals knapp zwanzigjährige Leopold Guthmann, hat die schwere Zwangsarbeit beim Straßenbau und in Kohleminen sowie den Todesmarsch von Auschwitz nach Buchenwald überlebt. Er emigrierte nach der Befreiung nach Belgien.
Quelle: http://berlin.kauperts.de/Strassen/Guthmannplatz-12623-Berlin
Nun zum Cache:
Findet die Stolpersteine.
Unweit der Stolpersteine findet ihr ein Schild, auf dem ein geometrischer Körper geschrieben ist. Nehmt von diesem die Summe der Buchstabenwerte. (BSW)
N 52 ° 31. (2 * BSW)+47
E 013 ° 37. (14 * BSW)-18
Offensichtlich ist die Stelle der Dose von mir unglücklich ausgewählt worden. So dass sich eine Anwohnerin in der Nähe schon nach wenigen Stunden durch die Autos und suchenen Leute vor ihrem Haus verängstigt fühlt. Ich bitte euch, seid so nett und fahrt nicht mit dem Auto direkt bis zur Dose geht die restlichen Meter zu Fuß und versucht eure Suche so diskret wie möglich zu gestalten. Falls ihr doch angesprochen werdet reagiert bitte zuvorkommend und höflich und klärt bitte auf was ihr da so treibt. Ich werde die Sache beobachten und gegebenfalls mich nach einem neuen Versteck umsehen.
Viel Spaß beim Suchen und Finden.