Da der Tradi Cache "Steile Wand" einer der ältesten Caches der Stadt Frankfurt (Oder) ist, folgt hier der passende Earthcache mit weiterführenden Informationen.
Geologie:
Der Ostrand der Lebuser Platte zum Frankfurter Oderdurchbruchstal ist durch eine mehr oder weniger steil stehende unterschiedlich hohe markante Geländestufe gekennzeichnet, die durch Frosteinwirkung zerteilt ist.
Ein bedeutendes Gestein, das mit dem regionalen Gesteinsuntergrund verbunden ist, unverhüllt zu Tage tritt und in dieser Hanglage von überregionaler Bedeutung ist, ist die 1,5 km östlich des Frankfurter Ortsteils Lossow gelegene "Steile Wand".
Es handelt sich hierbei um eine ca. 500m lange Aufragung aus Geschiebemergel am westlichen Ufer der Oder. Die "Steile Wand" wird durch ein ca. 100m breites Kerbtal, das von einem sporadisch wasserführenden Vorfluter durchflossen wird, zweigeteilt.
Der steilstehende Geschiebemergel - an diesem bei Hochwasser noch aktiven Kliff der Oder - wird von ca. 3-10m mächtigen Hangabrutschmassen gesäumt. Der schwach sandige und stark zerklüftete Geschiebemergel weist eine qualitativ sehr wechselnde Geschiebeführung auf. Makroskopisch nahe zu geschiebefreie Bereiche wechseln mit Geschieben bis max. 0,5 m Durchmesser. Die fast senkrecht stehenden Klüfte (80-90°) streichen NNE-SSW bzw. WNW-ESE. In den 1970er Jahren durchgeführte Geschiebeachsen-Einregelungsmessungen ergaben ein Maximum von 50°, was für eine Gletscherbewegung aus Nordost spricht.
Weitere Untersuchungen in den 1990er Jahre ergaben ein übereinstimmendes Urteil, dass es sich hierbei um eine elster-kaltzeitliche Grundmoräne handelt.
Die "Steile Wand" ist ebenso aus botanischer und ornithologischer Sicht von großem Interesse. Turmfalken, Eisvogel und Mauersegler nisten in der Wand. So findet man auch zahlreiche Pflanzen, die sonst an warmen, kalkhaltigen Orten wachsen. Unter anderem den Wiesensalbei, die Frühlingsschlüsselblume und Langblättriger Ehrenpreis.
Seit 1990 ist die "Steile Wand" durch die Erweiterung des Naturschutzgebietes "Eichwald-Buschmühle" unter Schutz gestellt.
Direkt an der "Steilen Wand" befindet sich noch der Lossower Burgwall.
Quelle: Geologie von Berlin und Brandenburg Nr. 7 Frankfurt (Oder) - Eisenhüttenstadt - Hrg. J.H. Schroeder & F. Brose
Zum Cache
Von Lossow aus erreicht man beide Sehenswürdigkeiten über einen ausgeschilderten Weg. Es muss zu keiner Zeit die Schienenanlage der DB betreten werden, da es eine Unterführung gibt. Bei Hochwasser sollte man sich die "Steile Wand" von der gegenüberliegenden Halbinsel am Zusammenfluss von Oder und Brieskower See anschauen.
Löse folgende Aufgaben:
- A= Ist der Geschiebemergel einheitlich in seiner Zusammensetzung und Färbung, oder nicht?
- B= Was ist der Grund dafür?
- Ich würde mich über ein Foto von Dir und Deinem GPS vor der Steilen Wand freuen. (Optional!)
Bitte sende mir die Antworten zu. Du darfst sofort loggen, falls etwas falsch ist melde ich mich.