Definition Grauwacke:
Grauwacke bezeichnet einen meist dunkelgrau bis braungrau gefärbten, polymikten Sandstein, dessen detritische Komponenten aus Quarz, Feldspat und unaufgearbeiteten Gesteinsbruchstücken (mindestens 50%) wie z. B. Lydit und Quarzit bestehen. Weitere Gemengteile sind Glimmer, Chlorit und Tonmineralien. Das Gefüge ist fein- bis grobkörnig, mitunter auch feinkonglomeratisch. Typisch für Grauwacken ist eine schlechte Sortierung des Korns. Die Entstehung ist an rasch absinkende Randtröge aufsteigender Faltengebirge gebunden. Die Hauptbildungszeit der Grauwacken fällt in das Erdaltertum. Das Bindemittel der Grauwacken der deutschen Mittelgebirge ist z.T. kieselig.
Technische Werte*:
| Rohdichte |
2,60 - 2,65 g/cm³ |
| Wasseraufnahme |
0,2 - 0,5 Gew.-% |
| Druckfestigkeit |
150 - 300N/mm² |
| Biegezugfestigkeit |
13 - 25 N/mm² |
| Schleifabnutzung |
7 - 8 cm³/50cm² |
* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt
und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder
(Quelle: www.geodienst.de)
Die Grauwacke ist der typische Stein für das Bergische Land.
Obwohl die Bezeichnung „Grauwacke”streng petrographisch nicht korrekt ist, hat sie sich als Handelsbezeichnung durchgesetzt. Der Begriff stammt aus den Bergbaugebieten im Harz und ist seit mindestens 1780 belegt. Wacke ist hierbei ein veralteter Name für Wackersteine.
Die Entstehungszeit der Grauwacke fällt in die Zeit vor etwa 350 Millionen Jahren, die von der Geologie als Devon bezeichnet wird. Zu jener Zeit war das ganze Rheinische Schiefergebirge, zu dem auch das Bergische Land gehört, von einem flachen, tropisch warmen Meer bedeckt. Im Norden und Süden gab es größere Landmassen sowie einige Inseln im Süden. Durch Flüsse gelangte von dort sandiger und toniger Abtragungsschutt kontinuierlich ins Meer und verfestigte sich im Laufe vieler Jahrmillionen zu Sand- und Tonsteinen. Die für dieses Gestein typischen Einschlüsse, wie Stilglieder von Seelilien oder Schalen anderer urzeitlicher Meerbewohner spiegeln diese Ablagerungs-bedingungen wider.
Vor Ort kann man die teilweise sehr feine Maserung und Schichtung der einzelnen Gesteine sehr gut sehen.
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