Das versunkene Dorf Geßnitz

Auf halben Weg zwischen der Stadt Groitzsch und dem Ortsteil Nöthnitz gibt es am alten Postweg ein kleines Waldstück, das nach alten Erzählungen ein schauriges Geheimnis verbirgt. Hier soll sich einst ein Dorf namens Geßnitz befunden haben, welches im Moor versunken sein soll. Tatsächlich finden sich in alten Aufzeichnungen Hinweise auf dieses Dörfchen. 1105 wurde der Ort letztmalig in den berühmten Pegauer Analen genannt. Damals, vor nunmehr über 900 Jahren, vermachte Wiprecht II. das Dorf dem Kloster Pegau. Geßnitz oder auch als Jeßnitz bezeichnet, ist wohl bereits im 12. oder 13. Jahrhundert untergegangen, vermutet man. Der Name bedeutete „Ort, wo die Eschen wachsen“. Auch davon ist heute nichts mehr zu erkennen. Vielmehr ist die Geßnitz, wie das Flurstück noch immer heißt, mit über 50-jährigen Pappeln und Holunderbüschen bewachsen. Ein kleiner Weiher in der Mitte des Areals sammelt das Wasser der umliegenden Felder. Es erinnert also nichts mehr an die einstige Siedlung. Nur ein Schatz hat die vielen Jahrhunderte überstanden. Und wer weiß, vielleicht zeigt sich bei seiner Suche hier draußen in der Abgeschiedenheit noch das ein oder andere mystische Relikt vergangener Zeiten...
Der Cache ist nicht mit dem Auto zu erreichen. Von der Parkmöglichkeit im Groitzscher Gewerbegebiet aus sind es noch knapp 1km Rad- und Fußweg. Die letzten 50 Meter geht es zudem über Wiese, also nicht Rollstuhl- oder Kinderwagen geeignet!! Vor allem im Winter ist das Waldstück Einstandsgebiet für Rehe und andere Wildtiere. Verhaltet euch entsprechend.