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Böden der Region - Löss EarthCache

Hidden : 1/18/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Böden der Region - Löss

Was ist hier Loess?

Mit diesem EarthCache möchte ich Euch einen der wichtigsten und begehrtesten Oberboden dieser Region vorstellen...den Löss (oder auch Löß geschrieben).

Löss ist ein Boden, der noch relativ "jung" ist. Er entstand erst in den Eiszeiten, genauer gesagt, in den trockenen Kaltphasen. Er ist ein homogen sedimentierter Boden mit sehr kleinen Korngrößen. Einzelne Schichten oder Schichtungen kann man bei ihm nicht wahrnehmen. Er besteht überwiegend aus Quarzstaub und untergeordnet aus Feldspäten, Tonmineralien und Glimmer. Er ist in der Regel kalkhaltig, was für den landwirtschaftlich genutzten Boden von großer Bedeutung ist. Löss hat die Eigenschaft, dass sich die Einzelminerale bei der Entstehung und über die Zeit zu größeren, aber porösen Aggregaten verkleben. So ähnlich wie sich auch Zementkörnchen unter Wassereinfluss zusammenfügen, nur eben nicht so fest. So kann der Löss in seiner ganzen Mächtigkeit relativ steil abgeböscht stehen. Teilweise sind die Wände nahezu senkrecht. Unter Wassereinfluss oder unter mechanischem Einfluss zeigt sich aber sehr schnell die Instabilität der Lösswand. Sie fällt in dem beanspruchten Abschnitt zusammen.

Wie entstand dieser Boden nun genau?

Der Löss wurde aus Schotterkörpern und Sanden großer Flüsse und Gletscher gebildet. Durch zahlreiche Frost-/Tauwechsel und heiße Sommer sowie durch mechanische Einflüsse erodierten die einzelnen Gesteine zu immer kleineren Korngrößen. Je kleiner die Körner wurden, desto einfacher konnte der Wind mit Ihnen spielen. Der trockene Boden konnte die kleinen Körnchen nicht festhalten, so dass über die Zeit der Wind sie abtrug. An Stellen, an denen der Wind an Stärke verlor, wurde die Körnchen dann abgelagert. In den trockenen Kaltphasen wurden der Löss hauptsächlich von Westwinden in Mitteleuropa verblasen und in Bereichen mit Tundren- und Steppenvegetationen abgelagert. Die bekannten, sandigen Binnendünen sind genau so entstanden. Der Unterschied zum Löss liegt in der Korngröße der Binnendünen - die feineren Körnchen wurden weiter und flächiger verblasen gegenüber den Sandkörnern, die sich doch recht lokal absetzten. So entstand in Deutschland ein ca. 80 km breites Lössband, von der norddeutschen Tiefebene, über die Mittelgebirge, durch Süddeutschland bis in die Donautiefebene nach Rumänien.

Oft wird Löß in den Tälern rund um Aachen in Form von grauem Schwemmlöß angetroffen, der Lagen von feinen Geröllen aus Kreide-Kalkmergel und Feuerstein-Splitten enthält und dessen Bildung auf stärkere Regenfluten und Schneeschmelzen zurückgeht.
Die leicht erodierbare Lößauflage wurde bei diesen Ereignissen durch das Wasser gelöst und durch die Hangabtriebskraft dann in das Tal hineingespült. Der Brei kam erst im Tal zur Ruhe und lagerte sich dort ab.
In Zeiten nur geringer Lößauflage wurden bei Starkregen kleinere Steinchen den Hang hinabgespült, so dass diese sich dann als separate Lage auf den Schwemmlöss ablegten. Dieser Vorgang wiederholte sich ein paar Mal.

Was macht den Löss hier so besonders?

Der Löss ist auch ackerbaulich von großer Bedeutung. Durch den Kalk- und Mineralanteil ist der Boden in sich schon "gedüngt". Pflanzen wachsen hier besonders gut. Der Lössboden ist von überregionaler Bekanntheit für guten Ackerboden. Man kennt in weitern Teilen des Landes die Begriffe der "Jülicher oder Zülpicher Börde".

In der Jungsteinzeit bot dieser Boden aufgrund seiner besonders guten Eigenschaften die Grundlage für einen frühzeitlichen Ackerbau. Wie archäologische Ausgrabungen im Vorfeld des Tagebaus Inden belegten, war das ganze Gebiet zwischen Rur und Wurm für damalige Verhältnisse bereits dicht besiedelt. Heute werden auf dem Löss zumeist Zuckerrüben oder Getreide angebaut.

Die genannten geologischen Eigenschaften des Löss lassen sich auch an dieser Stelle sehr gut erkennen.

Auch...

Du darfst nach dem Besuch den EarthCache direkt loggen. Bitte beantworte vorab die folgenden Logfragen, die Dein Verständnis zur vorgestellten Thematik abprüfen sollen:

1. Bitte schaue Dir den Löss im Böschungsanschnitt genau an. Ist er einheitlich gefärbt oder kannst Du viele verschiedene Farben erkennen?

2. Es gibt diverse Trampelpfade im Böschungsbereich. Welche Eigenschaft des Löss ist wohl dafür verantwortlich, dass sich hier schnell Trampelpfade entwickeln?

3. Schau Dir bitte erneut den Löss im Anschnitt an. Könnte das Schwemmlöss sein?

Ich wünsche viel Spaß mit diesem EarthCache!

Quellen:
* Roland Walter, Aachener Georouten
* Sammlung geologischer Führer, Band 48 - Dieter Richter, Aachen und Umgebung
* Wikipedia




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