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Wolfsschlucht EarthCache

Hidden : 2/26/2014
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Dieser Earthcache führt euch zur beeindruckenden Wolfsschlucht, einer der zahlreichen Kerben der Märkischen Schweiz, hier auch Kehlen genannt.

Parken könnt ihr am Besucherzentrum Schweizer Haus. Dieses ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet und ebenfalls sehenswert. Der Eintritt ist frei. Von hier aus ist es ca. 1 km Fußweg bis zur Wolfsschlucht.

Die Wolfsschlucht ist ein weichselglaziales Kerbtal. Die Schlucht – eine der „Kehlen“ der Märkischen Schweiz – liegt zwischen dem 106 Meter hohen Dachsberg und dem 37 Meter hoch gelegenen Kleinen Tornowsee und hat eine Länge von 250 m und einen Höhenunterschied von 40 m. Die durchschnittliche Tiefe beträgt 12 m.
Der namengebende Wolf verschwand in der Region in den 1830er-Jahren. Erstmals 1991 wurde das in Deutschland streng geschützte Raubtier beim westlich gelegenen Bollersdorf wieder gesichtet.

Doch wie entstanden diese Kerben?

Am Rand des Buckower Kessels in der Märkischen Schweiz sind zahlreiche Kerben vermutlich holozäner Formung eingeschnitten. Die Wolfsschlucht gehört zu den Kerben im südöstlichen Barnimhang, die – ähnlich den periglazialen Rummeln im Hohen Fläming – in der Märkischen Schweiz als Kehlen bezeichnet werden.
Der Barnimhang fällt zum Stobbertal ab, einem Teil der Buckower Rinne. Die glaziale Schmelzwasserrinne hat sich in den letzten beiden Phasen der Weichsel-Eiszeit zwischen dem von Toteis gefüllten Oderbruch und dem Berliner Urstromtal herausgebildet und trennt die Barnimplatte von der Lebuser Platte. Die rund 30 Kilometer lange und zwei bis sechs Kilometer breite Rinne entwässert vom Niedermoor- und Quellgebiet Rotes Luch über Stobberbach/Löcknitz nach Südwesten zur Spree und über den Stobber nach Nordosten zur Oder. Im Bereich des Buckower Kessels dieser Rinne ist der südöstliche Barnimhang als Stauchmoräne ausgebildet, die während der saalezeitlichen Eisvorstöße durch eine zum Teil kräftige Stauchung (Störung) der älteren Sedimente im Untergrund des Barnim zwischen den auch heute noch besonders hoch gelegenen Freienwalder Höhen und dem Buckower Kessel entstand.

In die für Brandenburger Verhältnisse vergleichsweise reliefstarken Hänge haben sich tiefe Schluchten eingeschnitten, die sich im sukzessive wärmer werdenden Klima durch Erosion vergrößert haben und heute trocken liegen. Dazu gehören die Schwarze Kehle, die Grenzkehle oder der Schwarze Grund, die im Bereich des zentralen Kessels auf den Schermützelsee zulaufen. Am Ostrand des Kessels sind das insbesondere die Wolfsschlucht und die östlich benachbarte Silberkehle über dem Großen Tornowsee. Neben älteren eiszeitlichen Ablagerungen wurde großflächig Material aus dem Tertiär in die Stauchmoränen eingepresst. Auf einer derartigen tertiären Scholle befindet sich der Kleine Tornowsee unterhalb der Wolfsschlucht.

Vor etwa 10.000 Jahren (zum Ende der letzten Eiszeit) hatte die Schlucht die Form einer flachen Delle. Im späten Mittelalter und im 18. Jahrhundert wurde das Gebiet im Bereich der Wolfsschlucht intensiv landwirtschaftlich genutzt. Dies hatte zur Folge, daß der Ackerboden oberhalb der Wolfschlucht bei starken Niederschlägen ungeschützt dem Regenwasser ausgesetzt war und hangabwärts gespült wurde. Besonders im Bereich der heutigen Schlucht sammelte sich das Regenwasser und floß schnell ab. Dies bewirkte, daß sich die Wolfsschlucht enorm vergrößerte. Das dabei abgetragene Bodenmaterial lagerte sich unterhalb der Wolfsschlucht in der Form eines Schwemmfächers an.

Die Wolfsschlucht fällt von dem mehr als 100 m über NN liegenden Höhenzug der weichseleiszeitlichen Frankfurter Eisrandlage hinunter auf eine 60 m tiefer gelegene wassergefüllte Senke des vielgliedrigen Beckens der Märkischen Schweiz, den Kleinen Tornowsee. Dort öffnet sich die Schlucht trompetenförmig in einen etwa 6500 m² großen Schwemmfächer, der seewärts mit einer ca. 2 m hohen markanten Stufe abbricht.

Bitte beantwortet folgende Fragen:
1. Wodurch wurde die starke Erosion der Schlucht gestoppt und entstand gleichzeitig die Stufe zwischen der Wolfsschlucht und dem Kleinen Tornowsee, die heute noch zu sehen ist? (Referenzpunkt 1)
2. Beschreibe die Form, Aussehen und Tiefe der Schlucht am Referenzpunkt 2!
3. Welche Staffel der Weichsel- Kaltzeit hat hier auf engstem Raum diese kontrastreiche Landschaft geformt? (Infotafel am Besucherzentrum)
4. Freiwillig: Füge ein Foto von dir/deinem GPS in oder bei der Wolfsschlucht deinem Log bei!


Die korrekten Antworten gelten dann als Logbedingung! Schickt eine Mail mit euren Antworten an uns! Nach dem Absenden der Antworten könnt ihr gleich loggen. Falls etwas nicht in Ordnung ist, melden wir uns. Ihr braucht nicht unsere Logfreigabe abwarten! Wir wünschen euch viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise!

Quellen: Naturparkverwaltung Märkische Schweiz, Wikipedia



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