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Kalkknollen aus der Unterdevon-Zeit EarthCache

Hidden : 3/4/2014
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:





Der Earthcache liegt in einem Naturschutzgebiet. Die offiziellen Wege müssen und dürfen zu keiner Zeit verlassen werden.


Anfang der 1950-iger Jahre entdeckte der Landesgeologe W.Schmidt in den Gesteinsschichten, die hier im Solchbachtal und Hasselbachtal bei Zweifall zu Tage treten, die Reste einer Wirbeltierfauna im deutschen Unterdevon von vor ca. 400 Mio. Jahre. Zu dieser Zeit befand sich in dieser Region des damals sogenannten Old Red Kontinent die Küstenlinie des Gedinnium-Meeres. Das Gedinnium Meer der Unterdevon-Zeit erstreckte sich im Bereich der Ardennen und Eifel von Ost nach West. Die Ablagerungen, die sich dort zur damaligen Zeit bildeten erreichten eine Mächtigkeit von ca. 300m.

Die Gesteinsschichten, die wir an diesem Aufschluss am Wegesrand sehen, bestehen hier aus bunten, vorwiegend roten Tonschiefern mit Kalkknollen, die häufig an der Gesteinsoberfläche herauswittern und ihm ein löchriges Aussehen verleihen.

Aber was ist Kalk?

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Kalkstein kann durch chemische Prozesse aus dem Wasser ausgefällt werden. Jedoch ist der überwiegende Teil der Kalksteine biogenen Ursprungs. Das ist auch hier der Fall. Von Mikroorganismen abgelagerte Kalksteine – auch die Kreide zählt dazu – sind für gewöhnlich feine, mikrokristalline Sedimentgesteine, die durch Ablagerung von Schalen fossiler Kleinstlebewesen, vor allem Coccolithen der Coccolithophoriden entstanden sind. Mehr oder weniger häufig und oft an eng begrenzte Lagen gebunden, finden sich mit bloßem Auge erkennbare Makrofossilien, die damit Übergangsstufen zu den Fossilkalken anzeigen. Als Fossilkalke bezeichnet man Gesteine, die zum überwiegenden Teil aus mit bloßem Auge sichtbaren Fossilien bestehen. Hierzu gehören die Schalen der Muscheln und Panzerfische sowie die Gehäuse der Schnecken. Hier ist durch die Diagenese der Ablagerungsschichten fester Kalkstein geworden. Im nebenstehenden Bild kann man Beispiele von ausgewaschenen Kalkknollen sehen, wie sie auch hier im Tonschiefer eingeschlossen waren.

Doch wie entstehen die Kalkknollen?

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In der damaligen Zeit entwickelten sich aufgrund der immer günstiger werdenden Umweltbedingungen die verschiedensten Meeresbewohner. Zumeist bildeten sie harte Schalen zum Schutz aus. Sobald die Tiere starben sanken sie auf den Meeresgrund. Da es sich hier um ein flaches Meer handelte und die Ablagerung von Tonen und Sanden recht schnell vonstattenging, konnten die organischen Substanzen nicht vollständig auf dem Meeresboden oxidieren. Sie wurden auch im Sediment eingebettet. Von diesen Substanzen ernähren sich vor allem Mikroorganismen, die bis etliche 10er Meter Tiefe unterhalb der Meeresbodenoberfläche vorkommen. Es handelt sich um Cyanobakterien, die sogenannten Blaualgen. Sie sind die einfachsten Photosynthese treibenden Organismen, die man kennt. Bei der Photosynthese wird dem Wasser Kohlendioxid entzogen, was zur Abscheidung von Kalk und damit zur Bildung der Knollen führt. Im Laufe der Jahrmillionen verfestigten sich dann schlussendlich die Sedimente zu Tonschiefer und der ausgefällte Kalk zu diesen relativ festen Kalkknollen.

Wie konnte man das Alter dieses Aufschlusses bestimmen?

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In diesen tonig-kalkigen Gesteinen sind zahlreiche winzige, schuppenähnliche Reste mit netzförmig-porigem Muster eines nur wenige cm bis 25 cm großen Panzerfisches erhalten geblieben. Die ausgewachsenen Tiere besaßen an Kopf und Vorderteil des Rumpfes verschiedene Panzerelemente. Diese Tiere lebten bodennah in den küstennahen Fluss- und Deltabereichen. Ihre sterblichen Überreste wurden in die seichten Küstenregionen des damaligen Gedinnium-Meeres hinausgeschwemmt, wo lagunenähnliche Stillwasser-Verhältnisse herrschten. Hier wurden sie durch Sedimentation eingeschlossen. Mit Hilfe der fossilen Funde dieser Tiere lässt sich das Gedinnium, der unterste Zeitabschnitt der Unter-Devonzeit, in Westeuropa sehr gut vergleichen.

Logbedingungen :

Ich würde mich über ein Foto von Euch vor Ort freuen (optional).
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1.) Aus welcher „Familie“ stammen die Panzerfische (lt. Infotafel), mit deren Hilfe man die Entstehungszeit dieses Aufschlusses bestimmen kann?


2.) Die hier vorzufindenden Kalkknollen haben einen Durchmesser von 0,5 cm bis 4,5cm. Was meinst du, warum sie nicht größer sind?


3.) Woran kann man noch erkennen, dass es sich hier um ein Sedimentgestein handelt? Betrachte dazu die linke Seite des Aufschlusses. Was fällt hier auf?

 

 

Quellenverzeichnis:
-Wikipedia

-Bilder, eigen

-Bild Kalkknollen entnommen aus Publikation des geologischen Landesamtes Baden-Württemberg (1996 Wetzel&Allia Opalinuston Informationen)

-Lithographisches Lexikon

-Tabelle entnommen von www.spektrum.de/lexikon/geographie/evolution-von-oekosystemen72262

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