Deutsch:
Braun(eisen)stein ist die Sammelbezeichnung für Mangan-Minerale und synthetisch hergestellte Manganoxide mit einer ungefähren Zusammensetzung von MnO1,7 bis MnO2. Braunsteine kommen in sehr unterschiedlichen Erscheinungsformen und mit verschiedenen Eigenschaften vor. Aufgrund der schlechten Kristallinität ist bei vielen Braunsteinen die genaue Struktur unbekannt. Der Brauneisenstein enthalt zusätzlich Fe-Anteile.
In Deutschland wurden Mangan-Erze früher unter anderem bei Gießen, Waldalgesheim und im Südharz bei Ilfeld abgebaut. Auf der Gemarkung der heutigen Stadt Linden befanden sich die Grubenfelder der Gießener Braunsteinbergwerke mit dem ehemals bedeutendsten Mangan-Eisenerz-Vorkommen Deutschlands. Das Erz wurde ab 1843 im Nordfeld "Bergwerkswald" und später im Südwestfeld "Grube Fernie" unter Tage und in Tagebau gefördert. Der bedeutendste Rohstoff der Lindener Mark war aber der sogenannte "Brauneisenstein", dessen bergmännische Gewinnung in 1843 begann.
Das Brauneisen-Gestein der Lindener Mark enthält Eisen- und Manganerz, das zur Stahlerzeugung unentbehrlich war und den Wert der Abbaustätte begründete. Das Mangan-Eisenerz wurde im 19. Jahrhundert zunächst zur Herstellung von Chlor zur Bleichung in der Textilbranche eingesetzt, später dann zur Herstellung von besonders zähem Stahl und als Farberz.
Brauneisenstein wird auch als Limonit bezeichnet ist ein Manganoxid, ein wasserhaltiges Gemisch verschiedener Eisenoxide wie Goethit, Lepidokrokit und verschiedener anderer hydratisierter Eisenoxide. In der Natur vorkommende Manganoxide wie eben Braunstein sind schon lange als natürliche Pigmente bekannt und in Gebrauch. So wurden schwarze Manganoxid-Pigmente unter anderem in den etwa 17.000 Jahre alten Höhlenmalereien entdeckt. Die erste Gewinnung des Elements gelang wahrscheinlich 1770 Ignatius Gottfried Kaim der Braunstein mit Kohlenstoff reduzierte und dabei unreines Mangan erhielt, das er Braunsteinkönig nannte. Diese Entdeckung ist jedoch nicht sehr bekannt geworden.
Limonit oder Brauneisensteinist also ein Eisenhydroxid. Er tritt auch als brauner und schwarzer Glaskopf auf. Das gebundene Wasser entweicht zum Teil schon bei Erwärmen über 65°, beim Erhitzen über 400° bleibt schließlich wasserfreies Eisenoxid zurück. Die Färbungen reichen von gelbbraun bis schwarz, gelegentlich auch bunt angelaufen. Die Strichfarbe ist braun oder gelb.

Brauneisenstein bildet sich in der Natur z.B. bei der Zersetzung von Eisencarbonaten aus eisenhaltige Wässern, bei der Ausflockung kolloidaler Eisenhydroxydlösungen, bei reichlicher Anwesenheit von sog. Eisenbakterien.
Dies sind Mikroorganismen, welche die Fähigkeiten besitzen, in Gewässern und im oberflächennahen Bodenwasser enthaltenes Eisen-II-hydrogencarbonat zu Fe(III) zu oxidieren. Diese Bakterien treten insbesondere in sauren Grubengewässern und Böden auf. Ihre Tätigkeit führt zu ockerfarbenen Limonit-Niederschlägen, die häufig Ursache für Verstopfungen von Brunnenfiltern sind. Sie sind u.a. auch eine Ursache für Rost; Limonitmineralien bilden darin den größten Teil.
Dazu zählen auch Rhodochrosite, diese stellen bis zu 8mm große kugelige oder traubige Aggregate dar, die auf Limonit oder Pyrolusit aufgewachsen sind. Häufiger aber ist er als krustiger Überzug auf Dolomit oder als Einlagerung im Ton. Rhodochrosit findet sich auch als mm - dünne, intensiv rosa gefärbte Gänge im Kalkstein / Dolomit, zusammen mit Mn-Mineralien.
Der Abbau wurde über und unter Tage betrieben, was unter anderem auf die Entstehung zurückzuführen ist. Der See "Grube Fernie", wurde wieder mit Wasser gefüllt und wird heute als Anglersee genutzt, wegen seiner Tiefe und kalter Strömungen wäre er als Badesee zur gefährlich. Am Rande der "Grube Fernie" findet man das alte Zechenhaus, das Verwaltungsgebäude der Grube sowie Schlämmteiche, Reste von Gleisen und eine der Loren, aus den Zeiten des Förderbetriebs.

Umliegend gibt es noch weiter kleiner Abbaugebiete. Die einsehbar sind. Von der Begehung ist abzuraten, zumal die Gebiete umzäunt sind. Es finden sich jedoch auch Stellen wo man Mineralien entdecken kann. 15 Mineralien sind an der Grube Fernie nachgewiesen.
Achtung!!! !!! EarthCache Guideline Updated 10 June 2019 !!!
Um den Cache zu loggen beantworte folgende Fragen und maile diese (bitte mit Antwortadresse), danach darfst Du loggen bei Problemen melden wir uns.
Ein Teil des Abbaugebiets mit rund 82 ha wurde zu Naturschutzgebiet erklärt.
- Welches ist der Brauneisenstein im Bild mit dem GPS?
- Du siehst drei weitere einzelne Mineralien (A,B und C) auf dem Bild die alle am Uferbereich der Grube Fernie gefunden wurden, ordne den richtigen Namen zu (Szepterquarz, Rhodochrosit, Quarz, Psilomelan, Goethit, Szepterquarz, Pyrolusit, yrolusit pseudomorph, Quarz - Doppelender, Psilomelan).
- Wo kommt Brauneisenstein in Deutschland noch vor?
- Wie wird das Erz auf der Infotafel bezeichnet? (mind. 2 Adjektive)
- Wie wird das Erz laut Infotafel anfänglich abgebaut?
- Mache ein Bild von Dir oder einem persöhnlichen Gegenstand und deinem Geocachingnamen/Geocachinglogo auf einem Papier mit der Grube Fernie im HIntergrund. Lade es bitte mit dem Log hoch. Erspart euch die Mühe Bearbeitungen mit Photosphop oder ähnlichen, um z.B. Namen im Bild einzufügen, zu erstellen.
Logs, ohne entsprechendes Bild und Antworten per Mail, werden ohne Kommentar gelöscht.
English:
Brown (iron) stone is the collective name for manganese minerals and synthetic manganese oxides with an approximate composition of Mn1,7 bis MnO2. Brown stones occur in very different forms and with different features. Due to the poor crystallinity of the exact structure is unknown in many brown stones. The limonite contains additional Fe-shares.
In Germany manganese ores were mined in any of these casting, Waldalgesheim and in the southern Harz at Ilfeld. On the boundaries of the present city of Linden, the coal fields of the Giessen Braunstein mines were formerly the most important manganese ore deposits in Germany. The ore was sponsored from 1843 in the north field "Bergwerkswald" and later in the West field "pit Fernie" underground and open pit mining. However, the most important raw material of Lindener Mark was the so-called "limonite", the mining extraction began in 1843.
The brown iron-stone of Lindener marrow contains iron and manganese ore, which was essential for steel production and established the value of the mining site. The manganese ore was in the 19th Century, first used for the production of chlorine for bleaching in the textile industry, then later for the production of special tough steel and as color ore.
limonite is also called limonite is a manganese oxide, a mixture of various water-containing iron oxides such as goethite , lepidocrocite , and various other hydrated iron oxides. Naturally occurring manganese oxides as just Braunstein have long been known as natural pigments and in use. So black manganese oxide pigments were found among others in the 17,000 year old cave paintings. The first extraction of the element succeeded Ignatius Gottfried Kaim probably 1770 of Braunstein reduced with carbon and it was impure manganese, which he called brownstone king. This discovery , however, did not become widely known.
Limonite or Brauneisensteinist therefore a ferric hydroxide. He also appears as brown and black glass head. The bound water escapes in part during heating above 65 °, when heated above 400 ° finally remains anhydrous iron oxide. The colorations ranging from yellow-brown to black, occasionally also underway colorful. The stroke color is brown or yellow.

Limonite forms in nature, for example, in the decomposition of Eisencarbonaten from ferrous waters, wherein flocculation of colloidal Eisenhydroxydlösungen in abundant presence of so-called ferro-bacteria.
These are microorganisms that possess the skills in the aquatic environment and in the near-surface soil water contained ferrous bicarbonate to Fe (III) to oxidize. These bacteria occur particularly in acid mine waters and soils. Its activity results in ocher limonite precipitates which are often the cause of clogging of wells filters. They are , inter alia, also a cause of rust; Limonitmineralien form in the most part.
This includes rhodochrosite, these represent up to 8mm, globular or grape-like aggregates, which are grown on limonite or pyrolusite. But more often he is as crusty coating on dolomite or as an intercalation in the clay. Rhodochrosite is also found as mm - thin, intense pink colored gears in limestone / dolomite, together with Mn minerals.
The degradation was operated above and below ground, which is partly due to the emergence. The lake "pit Fernie", was re-filled with water and is now used as a fishing lake, because of its depth and cold currents it would be dangerous for swimming lake. On the edge of the "pit Fernie" you will find the old mine building, the administration building of the pit and Schlämmteiche, remnants of tracks and one of Loren, from the times of the conveyor operation.

Surrounding there are further smaller mining areas. Are the cost. From the commission is not advisable, especially since the areas are fenced. However, there are also places where you can discover minerals. 15 minerals are detected at the pit Fernie.
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To log this cache answer the following questions and email them (please answer with reply address), then you may login with problems we will contact you.
A portion of the mining area around 82 hectares was declared a nature reserve.
- What is the brown iron ore in the picture with the GPS?
- You see three more individual minerals (A, B and C) on the image all of which were found on the shore area of the pit Fernie, will arrange the proper name (Scepter Quartz, Rhodochrosite, quartz, Psilomelane, goethite, scepter quartz, pyrolusite, yrolusit pseudomorphic, quartz - Double Ender, psilomelane).
- Where is limonite also located in Germany?
- How is designated on the notice board, the ore? (mind. 2 adjectives) </ li>
- How is the ore mined initially, according to information board? </ li>
- Take a picture of you or a personal object and your geocaching name / geocaching logo on a paper with the "Grube Fernie" in background. Please upload the picture with the log. Do not bother editing picture with Photosphop or likewise, e.g. insert name in the image.
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Quellen (Text, Bild): Wikipedia, Minarlienatlas