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*WINTERSCHLAF*Tatort Chemnitz:"Fräulein Günther"NC Mystery Cache

This cache has been archived.

Susi Sonnenschein: Hallo Höb,

da sich hier scheinbar nichts weiter tut und leider keine weitere Reaktion auf Reviewer-Notes kamen, archiviere ich diesen Cache.

Falls Du diese Cacheidee nicht weiterverfolgen möchtest, denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln. Solltest Du nochmals Interesse an einem Cache hier haben, so musst Du nun leider ein neues Listing dazu anlegen.

Mit sonnigen Grüßen

Susi Sonnenschein
(Volunteer Geocaching.com Reviewer)

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Hidden : 4/8/2014
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Begleitet Kommissar Heinze beim ersten Chemnitzer Tatort.

Donnerstag, 22:30

Kommissar Heinze hat soeben seinen Dienst angetreten und sitzt an seinem Schreibtisch. Er liest die heutige Freie Presse. „Mal sehen was heute wieder so in unserem lokalen Hinterwäldlerblatt steht", denkt er sich als das Telefon läutet. Er nimmt ab:
„Heinze Kommissariat Chemnitz, was kann ich für Sie tun?"
Es rauscht in der Leitung...nur ein kurzes: „...Hallo Uwe, hier ist Paula...".
„Hallo...!" ruft er noch in die Leitung als diese bereits durch ein Tuten unterbrochen wird.
„Fräulein Günther", denkt Heinze. Paula. „Hat wohl aber grade schlechtes Netz, treibt sich vielleicht in den Tiefen des Erzgebirges rum. Das kann passieren, dort oben. Aber da muss man nicht hin, irgendwo dort liegt ja auch Aue und dort sollte man als echter CFC-Fan sowieso nicht hin." Er schaut an die gegenüberliegende Wand, wo sein himmelblauer Schal neben der Tabelle der dritten Fußballbundesliga hängt. Er aktualisiert sie jeden Montag, eigenhändig. Immer wieder muss er sich dabei hämische Kommentare von Kollegen anhören, die Anhänger von Aue oder Dresden sind. „Alles Idioten.", denkt sich Heinze, „die werden schon sehen, was wird, wenn wir erstmal das neue Stadion haben...ha! Fehlt nur noch, dass die sich auch noch über Valentino Rossi lustig machen." Er blickt zu dem kleinen Motorrad mit der leuchtenden 46 auf seinem Aktenschrank. „Aber jetzt brauche ich erstmal Kaffee..." In der Kaffeeküche trifft er auf Kommissar Breuchert, der ihn anspricht: „Wat wärt ihr Sachsen nur ohne eurjen Kaffe, wa? Ick könnt jarnich so viel Kaffe trinken wie ihr." Heinze beantwortet das nur mit einem dumpfen Grummeln, gießt sich einen großen Pott ein, nimmt eine Packung Vollmilch aus dem Kühlschrank und geht wieder Breuchert weitere Beachtung zu schenken. Auf dem Weg in sein Büro hört er sein Telefon klingeln und beschleunigt seine Schritte. Hastig stellt er die Tasse und die Packung ab, wobei gut ein drittel des Kaffee über den Rand schwappt und sich über die Zeitung ergießt... „Scheiße!" brüllt er und hebt dennoch den Hörer ab...nur Tuten...weg. Der Anrufer hat aufgelegt. „War das Fräulein Günther?", fragt sich Heinze. Er wischt den Schreibtisch sauber und versucht den Rest der Zeitung vor dem Verfall zu retten. Ein paar Seiten sind noch ganz. Reisen und Kultur. „Na Klasse." denkt sich Heinze, „All das wofür ich keine Zeit oder kein Interesse habe."
Heinze sitzt wieder an seinem Schreibtisch als er über Fräulein Günther nachdenkt. Sie klang irgendwie komisch vorhin. Er kennt sie schon sehr lange. Zu lange. Als Kinder hatten sie noch zusammen gespielt, 1-2-3-4-Eckstein und solche tollen Sachen. Im Nachbarhaus hatte sie immer gewohnt bis er damals mit seinen Eltern nach Adelsberg zog und sie in Bernsdorf blieb. Irgendwann traf er sie dann wieder als sie gerade eine Ausbildung bei der HO machte. Heinze war damals gerade bei der NVA und seine Frau mit ihrem ersten Kind im dritten Monat schwanger. Manchmal traf er sie noch beim einkaufen im Konsum und erst nach der Wende nicht mehr. Der kleine Laden, in dem sie arbeitete, musste schließen. Durch die großen Einkaufszentren vor der Stadt hatten damals fast alle Händler in der Innenstadt dicht machen müssen. Schade eigentlich. Danach hat er nicht mehr viel von ihr gehört außer, dass sie in den Westen wollte oder gleich nach Amerika. Wer hatte ihm das nur erzählt? Heinze konnte sich nicht mehr darin erinnern. Er war geschafft. Diese letzten drei Monate haben ihn geschafft. Erst war da diese Mordserie, die glücklicherweise aufgeklärt und der Mörder gefunden werden konnte. Es war sein Fall und er musste viel arbeiten. Sehr viel. Seine Frau war darüber nicht sonderlich erfreut gewesen und so gab es ständig Streit. „Lass mich doch einfach in Frieden. Ich will meine Ruhe...!" giftete er seine Frau mehrmals an. Als Heinze von einer  weiteren 36-Stunden-Schicht heim kam, war sie verschwunden. Sie war bei einer Freundin eingezogen. So stand er allein in seinem 150m²-Haus. Die beiden Kinder, Julia und Frank, waren bereits vor 5 Jahren ausgezogen, als sie mit dem Studium in Leipzig beziehungsweise Aachen begannen. Dann war auch noch Maik, sein bester Freund, verstorben. Er war ein Jahr älter als Heinze und hatte einen Herzinfarkt, einfach so. Jetzt hatte er niemanden mehr mit dem er zum CFC, auf den Sachsenring zum Moto-GP oder ins Pub gehen konnte. Maik hatte immer nur gearbeitet, sich nie mal etwas gegönnt. Heinze will so nicht sterben. Er will seinen Ruhestand noch genießen. Drei Jahre muss er noch arbeiten, vielleicht fünf. Aber am liebsten würde er sich jetzt sofort in Spanien die Haut bräunen lassen oder irgendwo in die Karibik. Das wäre toll.
Vor einer Woche, als er abends allein im Pub saß und sich an seinen sonnigen Träumen für den Ruhestand erfreute, stand sie mit einmal vor ihm. Fräulein Günther. Gut sah sie aus. Nicht wie die typische Mittefünfzigerin hier in Chemnitz. Sie hatten sich dann den ganzen Abend nett unterhalten. „Naja eigentlich hatte bis dahin nur ich geredet." dachte sich Heinze, „Sie schwieg und hörte sich nur meine Probleme und Ruhestandsträume an." Bis sie dann plötzlich seinen Arm nahm:
„Uwe, du musst mir helfen. Leute sind hinter mir her. Ich fühle mich verfolgt." sagte sie mit leiser aber bestimmter Stimme.
„Wie verfolgt? Wer denn? Ich bin beim BKA und kann dir sicher helfen."
„Da bin ich mir noch nicht so sicher. Es ist alles sehr kompliziert. Ich habe dich gesucht, wusste ja, dass du ein Bulle bist, und habe nur eine Bitte an dich."
„Was denn, wie denn?" Heinze war komplett perplex. Sie hatte ihn gesucht? Wieso?
„Momentan kann ich mich noch vor ihnen verstecken aber ich weiß nicht wie lange noch. Ich lebe zurzeit im Untergrund und werde dir, wenn ich Hilfe brauche, meine Anschrift zukommen lassen. Dort wirst du mich finden beziehungsweise Leute, die dir helfen können mich zu finden. Du wirst Hilfe brauchen, vielleicht einen Suchtrupp."
„Alles, alles was dir hilft." Er konnte ein leichtes zittern seiner Stimme nicht verbergen.
„Vielen Dank Uwe." Sie gab ihm einen sanften Kuss auf die Wange und ging. Heinze blieb noch eine Weile sitzen und ging dann heim. Bis jetzt hatte er gedacht, es wäre einer dieser Tagträume gewesen die er in letzter Zeit, auf Grund von Stress und Schlafmangel, so oft hatte. Doch nun wurde es alles real für ihn und er fragte sich: „War das der Grund für ihren Anruf eben?" Er wurde immer aufgeregter. Heinze hatte keine Nummer, nichts um Paula irgendwie kontaktieren zu können. Es muss dringend sein. Sie braucht seine Hilfe. So griff er zum Telefon um den IT-Spezialisten anzurufen. Dieser hatte bereits seit 6 Stunden Feierabend aber Heinze musste ja an ihre Nummer kommen. Früher hat er die Nummer jedes Anrufers notiert bevor er ans Telefon ging doch seine Augen sind nicht mehr die besten und so muss er jetzt jedes mal seine Brille aufsetzen um das Display lesen zu können. Er wählt die Nummer von Jens Dietrich, dem verantwortlichen IT-Spezialisten im Kommissariat. Am anderen Ende meldet sich eine leicht genervte jüngliche Stimme.
„Dietrich."
„Ja grüss dich Jens. Ich benötige dringend eine Telefonnummer." Sagte Heinze, dem die späte Störung überhaupt nicht leid tat.
„Was für ne Nummer?"
„Von einem Anrufer, der mich gerade auf meinem Apparat angerufen hat."
„Brauchst du jetzt nen Namen und Anschrift, oder was?" Sagte Dietrich sehr genervt.
„Nein, nur die Nummer."
„Warum nimmst du nicht die Rückruffunktion deiner Telefonanlage?"
„Oh..." Heinze hatte die geschätzt tausend Funktionen seines Telefons vergessen. Technik ist nicht sein Ding. Er war stolz gewesen, als er das schreiben von SMS mit seinem Nokia Handy gelernt hatte aber zu mehr reichte es nicht. Mehr interessierte ihn auch nicht. So verabschiedet er sich bei Dietrich kurz mit einem:
„Dann nen schönen Tag noch." und legt auf. Es war mittlerweile 23:30Uhr .
Er setzt sich seine Brille auf, drückt die Menü-Taste und wählt die letzte angenommene Nummer. Das Freizeichen ist zu hören. Dann rauschen...doch plötzlich:
„Uwe komm...#rauschen#... ax... #rauschen#...#rauschen#... tx... #rauschen#...#rauschen#..."
Leitung unterbrochen.
Heinze reicht das. Er weiß was zu tun ist oder hat zumindest so eine Idee, packt seine beiden Lampen und macht sich auf den Weg.

GeoCheck.org

Update 13.06.14:
- für alle denen der Faden in der Geschichte fehlte (oder die eigene Phantasie) ist sie im Checker weitergeführt
- im Checker alle Stationen erläutert, so dass es keine Verwirrung mehr geben sollte, was mit den einzelnen Stationen zu tun ist
- einige zusätzliche weiße Reflektoren angebracht, rote auf falschen Wegen
- Finale ein wenig entschärft. Das graben war so nie gewollt...bitte wieder genauso arrangieren und nicht alles umgraben!!!

Update 09.07.15:
- die gesamte Runde wurde erneuert und verändert
- die Geschichte wurde im Checker verändert und auch die Hinweise zu den Stationen aktualisiert

Bitte:
- Alle Stationen wieder genauso verlassen, wie sie vorgefunden wurden.

Danke.
Höb

Additional Hints (Decrypt)

jrvß = evpugvt ebg+jrvß = Fgngvba (nhßre F3) vz Enqvhf iba 3z ebg = snyfpure Jrt

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)