Die Schichten vom Lehnberg EarthCache
Die Schichten vom Lehnberg
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 (not chosen)
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Dieser Earthcache führt Euch an einen wunderschönen, ruhigen und relativ unbekannten Ort
Geschichte
Der Earthcache befindet sich auf einer Hügelkuppe ca. 300m NN. Bis 1970 wurde hier ca. 150 Jahre lang Kiesel-und Schwarzschiefer des unteren Graptolithenschiefers in flachen Schürfgruben abgebaut. Die Gruben haben eine Tiefe von ca. 5-10 m. Das abgebaute Material diente zur Beschotterung von Feldwegen und Hofflächen der Bauernhöfe der Region.

Durch den Abbau entstanden unterschiedliche Hohlformen mit steilen Hangflächen in den Randbereichen. Es konnte sich Oberflächenwasser in Tümpeln und Weihern ansammeln.
Geologie vor Ort
Der Aufschluss des Lehnbergs befindet sich im Gebiet des Ronneburger Horstes, im unmittelbaren Bereich der Chrimmitschauer Störung. Nordöstlich der Waldkante tritt Buntsandstein der Zeitz-Schmölln-Mulde als Lesesteine auf. Die Klippe besteht vor allem aus verwittertem Unteren Graptolithenschiefer. Es tritt eine Wechsellagerung von sehr kleingefalteten Kieselschieferbänken und tonig verwitterten Schwarzschieferlagen auf. Im östlichen Teil der Klippe tritt eine ca. 3m dicke Scholle aus, die vorwiegend aus Kaolin besteht. Der dickbankige bis massige Kaolin enthält auch kleinere Quarze. Das Ausgangsgestein von Kaolin können hier evtl. permische Sandsteine oder Tuffite gewesen sein. Die Kaolinitisierung (auch Feldspatverwitterung genannt) und der bleiche Schiefer gehen auf Verwitterungsprozesse am Ende der Kreidezeit und im Tertiär zurück. In diesem Zeitabschnitt herrschten subtropisch und tropische Bedingungen vor. Im oberen Hangbereich der Klippe erkennt man eine bis zu 1,50 m dicke quartäre Schicht aus Verwitterungschutt, der vorwiegend aus Kieselschiefer besteht. Darüber befindet sich eine Lösslehmschicht auf der sich vereinzelte Pionierplanzen: wie z.B Birken, Kiefern und Heide ansiedeln.

Kieselschiefer
Kieselschiefer (auch Lydit oder Radiolarit genannt), sind Kieselgesteine, die aus den Kieselskeletten einzelliger mariner Mikroorganismen (Radiolarien) entstanden sind. Sie sind schwach metamorphisierte und meist dünnbankig ausgebildete, dichte, scharfkantig brechende Gesteine. Charakteristisch ist ihr kleinstückiger Zerfall. Enthalten sind auch kohlenstoffhaltige organische Reste, Muskovit, Calcit und Eisenoxide. Kleine Bruchstücke mit unterschiedlichen Färbungen kann man am Fuße der Klippe finden.
Schwarzschiefer
Schwarzschiefer bilden sich meist in isolierten Sedimentbecken, die durch wenig Wasserbewegung und -austausch sowie durch eine sauerstofffreie- oder arme Umgebung gekennzeichnet sind. Es bildet sich hier Faulschlamm, der nach seiner Verfestigung als Schwarzschiefer bezeichnet wird. Für die dunkle Färbung sorgen fein verteilter Kohlenstoff und Eisensulfide, vor allem Pyrit. Zudem können die Schwarzschiefer mit wertvollen Metallen, beispielsweise Kupfer, Uran und Vanadium, angereichert sein. In der Nähe den Lehnberges lasssen sich noch Zeitzeugen des Uranbergbaus erkennen: Förderturm Löbichau und die Beerwalder Halde
Kaolin
Kaolin ist eine Sammelbezeichnung für ein Gemisch meist eisenfreier Tongesteine (Tone) mit dem Mineral Kaolinit. Im deutschsprachigen Raum wird Kaolin auch als Porzellanerde bezeichnet, ein weiterer Begriff für reinen Kaolin, wie er in der Medizin oder Kosmetik verwendet wird, ist Bolus Alba. Kaolinit selbst besteht aus mikroskopisch kleinen Plättchen und Klumpen, welche zu kompakten, lehmartigen Massen zusammengeballt sind. Das Mineral wird durch hydrothermale Verwitterung von Alkalifeldspäten und feldspatreichen Ausgangsgesteinen (Bsp. Granite und Rhyolithe). Das Gestein bildet sich unter humid-tropischen bis -subtropischen klimatischen Bedingungen. Ein solches Klima herrschte in Mitteleuropa etwa zwischen der Oberkreide und dem mittleren Tertiär. Der durch Verwitterung aus Feldspat hevorgegangene Kaolin ist reinweiß, kann jedoch durch Fe-Oxide gelblich verfärbt sein. Meist sind natürliche Beimengungen von Quarz, Muskovit und/oder Magnetit enthalten.

Löß
Löß wird als ein kalkhaltiges, nicht geschichtetes und äolisches (durch Wind verbreitet und abgelagert), feinkörniges Sediment von gelb-brauner Farbe definiert. Aber auch Wasser kann die feinen Sedimente transportieren und ihn als sogenannten Schwemmlöß wieder an anderer Stelle ablagern. Löß ist ein staubähnliches, sehr feinkörniges Lockersediment. Die mineralische Zusammensetzung von Löß wird mit bis zu 60 bis 70 % von Quarz bestimmt. Untergeordnet besteht Löß aus Feldspat- und Glimmermineralen sowie kalkhaltigen Mineralen wie beispielsweise Calcit und verschiedene Tonminerale wie Illit und Kaolin oder auch Chlorit. Deutschlandweit ist Löß in einem breiten Streifen entlang der Mittelgebirgslinie von Sachsen, Sachsen-Anhalt (Magdeburger Börde), Thüringen bis nach Niedersachsen (Hildesheimer Börde, Soester Börde) sowie entlang der Oberrheintals verbreitet.

Soweit die einzelnen Erklärungen zu den Schichten des Lehnberges. Doch nun zu den Fragen des Earthcaches:
1. Um welche Art von Löss handelt es sich auf der Klippe? Begründe kurz Deine Antwort!
2. Kann man in den Schieferstückchen am Fuße der Klippe eine feine Schichtung und Einschlüsse erkennen?
3. Untersuche etwas Kaolin, gehe dabei auf Färbung, Körnung, Härte ein? Fällt Dir an der Scholle etwas besonderes auf?
Es braucht nicht geklettert werden und auch nichts geklopft und abgeschlagen werden! Es handelt sich um ein freizugängliches Naturflächendenkmal! Achtet auch auf die Natur und beschädigt sie nicht! Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Bitte die Antworten nicht im Log erwähnen. Du kannst sofort loggen, aber sende die Antworten bitte über mein Profil: "send message" an uns. Sollte es Probleme mit den Antworten geben, melden wir uns.
Quellen: Fotos eigene, mineralienatlas.de, Regionalforschung aus Ostthüringen
Additional Hints
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