Objektbeschreibung
Der Galgen von Messern (manchmal als Galgen Rothweinsdorf bezeichnet) besteht aus drei, aus Bruchsteinen gemauerten Rundsäulen und dürfte aus dem 17./18. Jh. stammen. Die Säulen weisen Löcher für das "Blutgerüst" in verschiedenen Höhen auf. Dieser Galgenberg bietet durch den spärlichen Baumwuchs einen sehr authentischen Eindruck. Das Objekt wurde vom Bundesdenkmalamt bescheidmäßig unter Schutz gestellt.
Historischer Kontext
Das Landgericht Wildberg entstand aus dem Poigreich, des Besitzes der Grafen von Puigen-Rebegau, und wurde anscheinend im 14. Jahrhundert aus diesem abgetrennt. Es blieb bis 1593 mit Horn, das ebenfalls aus dem Poigreich entstanden war, vereinigt und wurde erst bei der Puchheimischen Güterteilung von 1593 von diesem getrennt. 1612 wurde das Landgericht Greillenstein abgetrennt und verkauft. Wildberg war bis zum 19. Jahrhundert landesfürstliches Lehen und wurde im 19. Jahrhundert gemeinsam mit dem Landgericht Drösiedl verwaltet.
Standort und Lage
In der Mitte der Straße von Rothweinsdorf nach Nondorf an der Wild zweigt nach Osten ein Wanderweg in einen Wald ab. Kurz nach dem Wald befindet sich links vom Weg der Galgen. In der Landgerichtskarte ist diese Richtstätte des Landgerichts Wildberg, deren Standort laut Karte eindeutig im ehemaligen Landgerichtssprengel liegt, nicht eingezeichnet, dafür ein anderer Galgen südöstlich von Poigen. Anscheinend besaß Wildberg zwei Galgen bzw. wurden diesen zu unterschiedlichen Zeiten genützt.
Die Gegend galt früher als unheimlich. Die Seelen der Verurteilten würden dort umgehen und seltsame Lichter sollen sich auf den Wiesen unterhalb des Galgens gezeigt haben.
Zu den vielen Geschichten um den Galgenberg gehört auch folgende:
Vor langer Zeit benötigte der Herr auf Wildberg einen Jäger. Bald bewarben sich zwei Burschen für die Stelle. Der Graf nahm beide zur Probe auf und wollte nach einem Monat den Besseren behalten. Die ganze Zeit bemühten sich beide, das Wohlgefallen des Grafen zu erlangen, und begannen sich gegenseitig zu hassen. Als der Monat fast um war, war ihre Wut so groß geworden, dass sie mit den Jagdgewehren aufeinander losgingen. Es fiel ein Schuss und einer der beiden stürzte tödlich getroffen nieder. Der andere wurde verhaftet, ins Gefängnis geworfen, als Mörder verurteilt und auf dem Galgenberg hingerichtet. Der Totengräber von Messern sollte für den Toten in der Nähe des Galgens ein Grab schaufeln. Es war ihm aber nicht recht wohl bei der Arbeit, hatte er doch ständig den Gehängten vor Augen, dessen Körper im Wind baumelte. Plötzlich kam ein schwerer Sturm auf und der Totengräber erhielt eine so ungeheure Ohrfeige, dass ihm die Pfeife in weitem Bogen aus dem Mund flog. Jammernd lief er davon, und mit ihm die Zuschauer, die zur Hinrichtung gekommen waren. Einige Tage später war der Tote vom Galgen verschwunden. Manche erzählen, die Raben hätten ihn gefressen, andere sagen, er sei von selbst herabgekommen und in das Grab gestiegen. Dort scheint er aber keine Ruhe gefunden zu haben, denn er wurde im Gefolge der "Wilden Jagd" gesehen, die bei Nacht oft vom Galgenberg ins Land rast.
Quellen: geschichte.landesmuseum.net und lefnaer.com
Parkplatz: N 48°44.068 E 015°30.302
Ca. 350 m Fußweg zum Galgen
Stage 1: Galgen: Da der Galgen unter Denkmalschutz steht, befindet sich der Cache nicht direkt beim Galgen, sondern in der näheren Umgebung.
Dazu positioniere dich in der Mitte der 3 Säulen und führe folgende Peilung durch: 295° ,127 m
Bitte die Tarnung der Dose wieder so herstellen, wie der ursprüngliche Zustand war!
Bitte einen Stift selbst mitbringen!
Happy Caching!