Die Rhener Graupenmühle
Hierbei handelt es sich um eine Schälmühle, die der Verarbeitung von Gerste zu Graupen diente unter Nutzung von Wasserkraft (Francisturbine) zur Stromerzeugung.
Die 1924 eingebauten Mahlwerke wurden durch zwei Voith-Turbinen mit Strom versorgt, die abwechselnd rund um die Uhr liefen, damit täglich rund 35 Tonnen Gerste zu Graupen verarbeitet werden konnten. Zuletzt wurden Graupen in verschiedenen Größen – Perlgraupen fein, mittel und grob – hergestellt und verpackt.
Die Mühle ist leider nicht mehr im Betrieb, obwohl die Anlage theoretisch noch betriebsbereit wäre.
Bereits am 22. November 1188 bestätigte Kaiser Friedrich I. sowie am 6. Oktober 1216 Papst Honorius dem Kloster Wötingerode seinen Besitz, zu dem unter anderem auch diese Mühle zählte.
In 1664 wurde die Mühle von Müller Jacob Weipken als Öl- und eine Sägemühle betrieben. Wann und wie oft diese Mühle am Ufer der Innerste umgebaut oder erneuert wurde, ist nicht bekannt.
Lediglich eine im östlichen Giebel angebrachte Tafel gibt Auskunft über Baumaßnahmen im Jahre 1739: Maria Theresia Sonnemann, Äbtissin, und R.D. Adam Esser, Propst in Wöltingerode, "haben diese Mühle mit göttlicher Hilfe erbaut." 1841 erwarb Ludwig Mackensen, dem die wenige Kilometer flussaufwärts gelegene Bierbaumsmühle gehörte, die Rhener Mühle von Heinrich Matthaei. Mackensen baute die Mühle zu einer reinen Graupenmühle um. 1879 ging die Mühle weitgehend in Flammen auf, wurde jedoch umgehend wieder aufgebaut.
Quellen: www.Baddeckenstedt.de , Wikipedia, Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V., Salzgitter Zeitung
Nun aber viel Spaß beim Suchen. Wege brauchen nicht verlassen werden.
Der Weg ist mittlerweile ein öffentlich ausgeschilderter Radweg, die alten Schilder mit dem Hinweis „Privatweg“ können daher ignoriert werden.