Entstehung der Tone:
Tone sind Verwitterungsrückstände der Urgesteine.
Jedes Tonlager hat seine eigene Entstehungsgeschichte. Einerseits kann die Verwitterungszeit von verschiedener Dauer gewesen sein, andererseits kommen die Mineralien im Urgestein in wechselnden Anteilen vor. In den verschiedenen Tonlagern ist daher der Anteil an Tonsubstanz und Muttergesteinsrückstand recht unterschiedlich. Sogar innerhalb eines Tonlagers können beträchtliche
Unterschiede in der Zusammensetzung der Korngrößen vorkommen.
Die zu Ton verwitterten Urgesteine, vor allem der Granit, bestehen vorwiegend aus den Mineralien Feldspat, Quarz und Glimmer. Die mechanische Verwitterung (die Zerkleinerung des harten Gesteins zu Geröll, Sand, Kies) geschieht unter der Einwirkung von Wärme und Kälte, Erdbeben, vulkanischer Tätigkeit. Bei der
chemischen Verwitterung zersetzt Wasser vor allem den Feldspat: Regenwasser oder Wasser aus der Tiefe durchdringt das gelockerte Gestein und löst Alkalien aus dem Feldspat. Aus dem Rückstand bilden sich die Tonmineralien.
Von einem primären Tonlager spricht man, wenn die Tonmineralien und die Muttergesteinsrückstände am Entstehungsort liegen. Hier finden sich die weiß brennenden Tone, Kaoline, Steingut-Tone und Ball Clay.
Wurden Tone aus einem primären Tonlager durch Wasser, Winde oder Erdbewegungen an andere Stellen verlagert, spricht man von einem sekundären Tonlager. Auf ihrer „Wanderung“ wurden die Tone meistens durch Eisenoxid, Kalk, Sand usw. verunreinigt. Hier finden sich Tone von unterschiedlicher mineralogischer Zusammensetzung, Korngröße und Farbe. Es sind die Ziegelerden (Lehme), Mergeltone, Töpfertone, Klinker- und Steinzeugtone.

Tonloch Bild by Owner
Struktur und Zusammensetzung der Tone:
Plastische Rohstoffe
Unter dem Elektronenmikroskop und durch die Röntgenanalyse entdeckt man im Ton ein Gemisch von verschiedenen winzigen Teilchen. Die größere Anzahl der Teilchen hat eine Blättchenform, die anderen Teilchen sind kantige bis kugelige Körner unterschiedlicher Größe. Die Tonblättchen sind die plastischen Rohstoffe. Sie haben im Allgemeinen eine sechseckige Form, sie sind weich und biegsam.
Diese Blättchen bilden die Tonsubstanz und bewirken die Plastizität
eines Tones. Die Plastizität ist abhängig von der Größe der Blättchen (10 –0,5/1000 mm), der Blättchenform und der Wasserhülle der Teilchen. Die Wasserhülle um die Tonblättchen bewirkt das gegenseitige Gleiten und Haften der Blättchen aufeinander.
Unplastische Rohstoffe
Die anderen Teilchen sind in der Regel natürliche Begleitmineralien, die sogenannten unplastischen Rohstoffe. Sie verleihen den Tonen die besonderen Eigenschaften, z. B. sinternd durch Feldspat, früh schmelzend durch Kalk, farbig brennend durch Eisen- oder Manganoxid. Sie verbessern die Standfestigkeit der Tone beim Formen, bewirken kleinere Trockenschwindung und kürzere
Trockenzeiten. Sie sorgen dafür, dass sich geformte Gegenstände beim
Trocknen weniger verziehen, im Brennofen seltener platzen usw.
Außerdem werden den Tonen nicht selten zusätzliche unplastische
Rohstoffe beigemischt, um bestimmte Eigenschaften zu erzielen. Z. B. entstehen durch das Beimischen von Ausbrennrohstoffen wie Sägemehl oder Kohlengries, die zwischen 300 und 800 oC heraus brennen und Poren hinterlassen, Leichtbausteine und Isoliersteine. Durch Beimischen von Korund oder Siliziumcarbid entstehen feuerfeste Erzeugnisse wie zum Beispiel Schleifscheiben.
Quelle: http://www.uni-kl.de/Kuenstlerisches-Gestalten/download/handoutton.pdf
TON IN HETTSTEDT
Nachdem die Industrialisierung fortschritt, wurde in der direkten Nähe des Tonvorkommens ein Ziegelleibetrieb errichtet. Bis zum Jahr 1953 wurde es durch die Firma Remus betrieben, dann wurde das Ziegelwerk 1953 in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt. Der “VEB Ziegelwerk“ wurde noch bis 1980 fortgeführt.
Viele Tausende Mauerziegel verließen das Werk bis die Tonvorkommen erschöpft waren. Würde man alle Ziegel-Mauersteine, die von der Firma Remus hergestellt wurden, aus den Gebäuden im weitem Umkreis rund um Hettstedt Burgörner entfernen, stürzten sicherlich viele Bauwerke zusammen.

Ansicht vom Rangierbahnhof Hettstedt
Quelle Bild und Text Ton in Hettstedt: http://www.hettstedt-burgoerner.de/handel-gewerbe/ziegelei-remus/ziegelei-remus/
Und hier die Aufgaben: Nachdem Ihr mir an meinen GC-Account die Antworten gesandt habt, dürft Ihr sofort loggen. Bei Unstimmigkeiten melde ich mich.
- An den Koordinaten des Referenzpunktes habt ihr die Möglichkeit den Ton zu sehen und zu ertasten.
a.) Welche Farbe hat er?
b.) Wenn er trocken ist, wie fühlt sich das an? Lässt er sich zerbröseln?
- Feuchtet ein Stück an und versucht einen kleinen Ziegel zu formen. Geht das eher leicht oder schwer?
- Wenn ihr ein Bild des Ziegels mit Euch oder Eurem GPS-Gerät mit hochladet wäre das super. Diese Aufgabe ist aber freiwillig und der Cache kann auch ohne Bildveröffentlichung geloggt werden.