Skip to content

Turmhügel Preensberg "Oll Hoff" Multi-Cache

This cache has been archived.

Maxwell-Smart: Da das Listing seit längerem deaktiviert ist oder es seit längerem keinen Cache zu finden gibt, hier eine erbetene Wartung oder Problembehebung nicht vorgenommen oder auf eine Reviewernote nicht geantwortet wurde, archiviere ich diesen Cache.

Wenn Du an dieser Stelle wieder einen Cache platzieren möchtest, kannst Du selbstverständlich gern ein neues Listing zum Review einreichen. Andernfalls sammele bitte eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder ein.

Mangels Wartung archivierte Listings werden nicht mehr aus dem Archiv geholt.

Maxwell-Smart
Volunteer Reviewer Geocaching.com Deutschland

More
Hidden : 5/24/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Geschichte Preensberg

Preensberg, wer kennt es nicht?

Nur noch in alten Karten kann man den sehr geschichtsträchtigen Ort Preensberg finden. Seit 1970 ist er verlassen und eine Wüstung.
Das ritterliche Geschlecht der Familie Preen gehörte zum mecklenburger Uradel und leistete Dienste auf der Mecklenburg. Bereits 1305 wird ein Berthold von Preen, in einem Wohnturm hausend, als Ritter auf Greese genannt. Weitere Besitzungen hatte die Familie in Warksdorf und auf Poel. Es ist anzunehmen das sich dieser Ortsname vom Namen der Preen abgeleitet. Die erste Erwähnung fand Preensberg am 26. November 1367
im Zusammenhang mit dem Raubritter "Hennecke van de Bulowe van de Prenesberghe".
1385 verbündeten sich die Handelsstädte Lübeck, Wismar und Rostock mit Herzog Albrecht III. von Mecklenburg und gingen mit einer gewaltigen Streitmacht gegen die Landplage vor.
Preensberg gehörte mit zu den berüchtigsten Raubritternestern und wurde zusammen mit 20 anderen zerstört. Dem Ritter wurde allerdings Gnade gewährt und er stand fortan in Lübischen Diensten.
Nur rund 300m von der urspünglichen Burg entfernt entstand ein neuer befestigter Hof, mit teilweise wasserführenden Gräben und steilen Böschungen (heute noch gut zu erkennen).

Ab Mitte des 16. Jahrhunderts war Preensberg im Besitz der Familie von Stralendorff die im rund 1,5Km entfernten Gamehl, seit über 600 Jahren ihren Stammsitz hat.
Im Anschluss folgten viele Besitzer- und Pächterwechsel.

1648, nach Ende des Dreißigjährigen Krieges kam auch Preensberg unter schwedischen Einfluss. Erst 1903, mit Auslaufen des Malmöer Pfandvertrags kam die Region endgültig zurück nach Mecklenburg.
Nachdem ab 1752 Preensberg zum Heiligengeiststift Wismar gehörte, wurden Benzer Bauern gezwungen Hofdienste in Preensberg zu leisten. Unter heftigem Widerstand weigerten sie sich 36 Jahre lang diese zu leisten.
1820 wurde ein massives Fachwerk-Herrenhaus errichtet und 1860 erfolgte ein Umbau durch die Familie von Stralendorff.
1857 htte Preensberg 56 Einwohner und 1910 76 Einwohner.
Mit der Bodenreform 1945 wurde der Besitzer enteignet und das Land auf 4 Landarbeiter und 6 Neusiedler aufgeteilt. Ab 1953 erolgte die Kollektivierung in einer LPG.
Am 3. April 1970 verließen die letzten zwei Einwohner Preensberg, die Gebäude verfielen und wurden 1973 geschliffen.
Damit endet die über 600 jährige Besiedlung in Preensberg, aber nicht die Geschichte!
Seit 2006 finden regelmäßig Heimattreffen der ehemaligen Bewohner statt.
Die Dorflinde steht noch und stellenweise sind Fundament- und Backsteinreste zu sehen.
Die Dorfstraße mit ihrem Kopfsteinpflaster ist noch erhalten.

Turmhügel Preensberg

Rund 300m nordwestlich der Ortslage Preensberg trägt eine Waldfläche die Bezeichnung Eulenhorst.
Günstig gelegen am Rand einer Niederung und an einem Bach befindet sich in diesem kleinen Waldstück die ehemalige Burg von Preensberg. Errichtet vermutlich Ende des 13. Jahrhunderts wurde sie bereits 1385 wieder zerstört.
Vom Turmhügel ist leider nicht mehr viel zu erkennen. Auf einer kleinen Erhebung deutet eine flache Mulde und einige umliegende Fundamentsteine auf den ehemaligen Wehrturm hin.
Viel interessanter ist in diesem Fall die noch gut erhaltene mittelalterliche Vorburgsiedlung. An der Südseite ist der originale Zugang sowie der tiefe Graben mit Wall über die Jahrhunderte erhalten geblieben. Mit einem Durchmesser von etwa 120m bekommt man einen Eindruck von der Größe solcher Anlagen.

Zum Cache

Ein einfacher Cache mit einer Station und dem Final.
Gerade im Sommer ist lange Kleidung aufgrund von Vegetation sinnvoll.

Turmhügel (Motte)

Nach der Eroberung des Obotritenreiches, durch die Dänen und Sachsen unter Führung
Heinrich dem Löwen, die mit mit dem Tod des Slawenfürsten Niklot bei Werle im Jahr 1160 und der Niederlage seines Sohnes Pribislaw bei Verchen am Kummerower See 1164 beendet war, bekam dieser das Land später als Lehen von den deutschen Fürsten zurück.
Um ihre Macht zu sichern und um Aufstände zu verhindern begannen die deutschen Fürsten mit einer großen Anwerbung deutscher Siedler.
Die ersten Neuankömmlinge in diesem Land waren die Zisterziensermönche in Althof (1171-1179), mit der Neugründung in Doberan (1186).
Den Mönchen folgten kurz darauf niedere Landadelige als Anführer meist völlig verarmter Bauern. Der Landadel, die sogenannten Lokatoren, waren einfache Ritter die von den deutschen Fürsten den Auftrag hatten das Land in Besitz zu nehmen und zu besiedeln.
In diese Zeit fällt die Gründung vieler Dörfer, so z.B. aller Hagendörfer (Waldrohdungen) u.a. Rövershagen, Vogtshagen, Billenhagen, Gerdshagen und viele mehr.
Viele Neuansiedlungen entstanden auch in direkter Nachbarschaft zu slawischen Dörfern z.B. Blengow, Questin, Schwaan und Tessin.

Im Gegenzug durften die Lokatoren kleine Burgen und Befestigungen errichten und hatten in den späteren Siedlungen Sonderrechte und herausgehobene soziale Stellungen z.B. das Schulzenamt.
Später wurden einige dieser einfachen Ritterfamilien zum sehr einflussreichen mecklenburgischen Uradel wie z.B. von der Lühe, von Plesse, von Maltzan oder von Flotow. Diesem Uradel gehören auch wenige ursprünglich slawische Familien an, so z.B. von Oertzen in derren Besitz sich seit 1192 der Stammsitz Roggow befindet.

Die Ritter hatten im Mittelalter einen großen Bedarf sich zu schützen, sowohl gegen die unterworfene slawische Bevölkerung und die deutschen Bauern, als auch gegen ihre adeligen Nachbarn mit denen es sehr oft gewaltsame Konflikte gab. Darüber hinaus betrieben viele Ritter gewerbsmäßig Straßenräuberei.
Viele Lokatoren sicherten den eigenen Wirtschaftshof (Curie) mit Graben, Wall, Palisade und Zugbrücke. Direkt daneben stand oft ein Wehrturm auf einer kleinen extra aufgeschütteten Insel, es entstand ein neuer Burgentyp, der des Turmhügels oder auch Motte (frz. Erdklumpen, Hügel) genannt.
In ruhigen Zeiten wurde der Turm als Speicher genutzt, selten auch als Wohnturm. Wurde der Wirtschaftshof angegriffen war die Motte die letzte zu verteidigende Rückzugsmöglichkeit - man "türmte". Eingedrungene Feinde konnten dann von der auf dem Turmhügel gelegenen Befestigung aus bekämpft werden.

Einfache Anlagen konnten schnell errichtet werden, eine kleine Turmhügelburg war bereits nach etwa 10 Tagen fertig, benötigtes Baumaterial war in der Umgebung schnell verfügbar.
Die Motte konnte aber auch sorgfältig aus verschiedenem Material aufgeschichtet werden, um eine höhere Stabilität zu erreichen. Einziges Bauwerk auf diesen sehr unterschiedlich großen Hügeln war oft ein mehretagiger, hölzerner Turm, umgeben von einer Palisade.
Aus statischen Gründen wurde oft zuerst der Turmbau errichtet und dann der Hügel mit dem Grabenaushub aufgeschüttet. Der Turm wurde also „eingemottet“, die Untergeschosse steckten im Hügel und dienten als Kellerräume.
Einziger Zugang zu diesen, von einem Wassergraben umgebenen Hügeln war meist eine Klapp- oder Zugbrücke. Der Eingang zum Turm lag etwas höher und war nur über eine Leiter erreichbar die im Notfall eingezogen werden konnte.

Dieser aus Nordfrankreich stammende Burgentyp war sehr beliebt. Sie sind von Irland bis nach Ostpolen zu finden. Allein in Mecklenburg gab es weit mehr als 1000 Turmhügel.



Die Vorburg umfasste meist eine deutlich größere Fläche als die Hügelplattform der Kernburg. Sie bot Platz für Wirtschaftsgebäude, Gesindewohnungen, Scheunen, Vieh- und Pferdeställe, die fester Bestandteil des bäuerlichen Betriebs einer mittelalterlichen Burg waren. Doch auch das Wohngebäude des Burgherrn und seiner Familie konnte in der Vorburg untergebracht sein.


Eine andere Art von Turmhügeln, angelegt als kleine militärische Wachposten, hatten hauptsächlich Sicherungsfunktion an Territorialgrenzen oder wichtigen Verkehrswegen und lagen außerhalb von Siedlungen an Flüssen und Bachniederungen, hierbei handelte es sich jedoch nicht um vollständige Burgen.

Als im 15./16. Jahrhundert Feuerwaffen aufkamen, verloren Turmhügel ihren Zweck, wurden aber als Herrensitz weiter genutzt. Mehrere mecklenburgische Gutsherrenhäuser stehen auf mittelalterlichen Turmhügeln. Nachweislich wurde noch 1835 die Zugbrücke zum Gutshaus Roggow am Salzhaff jeden Abend hochgezogen.
Die meisten Turmhügel sind völlig von der Oberfläche verschwunden. Von den erhaltenen Anlagen sind selten wenige Turmreste, der Turmhügel mit dem umlaufenden Graben sowie manchmal Wall- und Grabenreste des Wirtschaftshofes erhalten geblieben.

Viel Spaß!

Additional Hints (Decrypt)

hagre Onhzfgnzz

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)