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Sta(d/t)tliche Bäume#02 – Blutbuche/Fagus purpurae Traditional Cache

This cache has been archived.

Clean-Air: Archive

English version below:

Hallo Cacheowner

Dieser Cache wird archiviert, weil er schon lange deaktiviert ist und keine Wartung durchgeführt wurde.
Die Archivierung kann innerhalb eines Monats rückgängig gemacht werden, wenn der Cache noch immer guidelinekonform ist.

Gruss
Clean-Air / Cache Reaper

Hi cacheowner

This cache is archived because it has been deactivated for a long time and no maintenance has been done.
The cache can be unarchived within a month, if it still adheres to the guidelines.

Best
Clean-Air / Cache Reaper

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Hidden : 5/3/2014
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Die Cache-Serie „Sta(d/t)tliche Bäume“ führt euch hin zu bemerkenswerten (stattlichen) Bäumen der Stadt Luzern. Diesmal geht es zu den Blutbuchen (Fagus sylvatica purpurae) im Schröderpark in Luzern.


Die Cache-Serie „Sta(d/t)tliche Bäume“ ...

  • führt euch hin zu bemerkenswerten (stattlichen) Bäumen der Stadt Luzern.
  • erzählt euch Geschichten über einzelne Baumarten.
  • will euch nicht mit schwierig zu findenden Caches quälen.
  • will euch aber auch nicht mit 08.15-Döschen ärgern, sondern wenn immer möglich phantasievolle Caches präsentieren.

Viel Spass!

Die Blutbuche / Fagus sylvatica purpurae

Die Blutbuche, sie wird auch Purpurbuche genannt, ist eine Mutation der Rotbuche und hat ihren Namen von den vor allem in der ersten Vegetationsphase deutlich rot gefärbten, eiförmigen und etwas welligen Blättern. Die Rotfärbung der Blätter der Blutbuche wird durch ein fehlendes Enzym verursacht. Dadurch wird die Epidermis des Blattes – also die äusserste Schicht - rot gefärbt und undurchsichtig. Damit wird das – durchaus vorhandene - Blattgrün im Innern des Blattes unsichtbar. Im Laufe der Vegetationsperiode verliert das Enzym seine Wirkung, sodass vor allem die im Schatten liegenden Blätter gegen Herbst eine grüne Färbung annehmen. Die Rinde (bzw. Borke) ist silberfarben und glatt.

Die Blutbuchen in unsren Gärten und Parks entstehen meist durch Veredelung. Auf jungen Rotbuchen wird ein Blutbuchen-Steckling aufgepfropft. Dabei entsteht an der Kontaktfläche ein Wulst, der auch hier beobachtet werden kann. Bei einer Nachzucht aus den Samen entstehen nur zu 50% wieder Blutbuchen. Blutbuchen können 25 - 35 Meter hoch und über 200 Jahre alt werden.

Die Buche ist vor allem in Zentraleuropa heimisch und gehört in unseren Wäldern und Parks zu den prägenden Baumarten. Keine andere Baumart hat bei unseren Namen mehr Spuren hinterlassen, so zum Beispiel in Buchrain, Buchs, Buochs, …

Als Parkbäume gelangten auch die die Blutbuchen in die Umgebung der Villa Schröder. Die Villa Schröder und das benachbarte Gartenhaus (das privat genutzt wird) wurde nach dem Auszug von der Besitzerfamilie der Stadt Luzern vermacht. Heut ist die Villa Schröder Bestandteil der Schulanlage Wartegg / Tribschen, der flächenmässig grössten Schulanlage der Stadt Luzern. Somit ist auch die Parkanlage öffentlich zugänglich.

Das gut getrocknete Holz der Buche gilt als hervorragendes Brennholz. Als Bauholz wird es weniger eingesetzt, weil es beim Trocknen stark schwindet und reisst. Das Laub (Vieh) und die Buchennüsse (Schweine) waren als Tiernahrung sehr beliebt. Die Buchennüsse (Bucheckern) sind im Rohzustand giftig (einzelne Kerne richten aber noch keinen Schaden an), durch Rösten werden sie aber geniessbar und dienten gemahlen früher u.a. als Kaffee-Ersatz.

Die Buche gab übrigens auch unseren Schriftzeichen – den „Buch-Staben“ – und dem „Buch“ ihren Namen. Die Germanen nutzten dünne, glatte Buchenholztafeln, um Zeichen in Stäbchenform, die sogenannten Runen, einzuritzen. Durch das Zusammenbinden der beschriebenen Buchentafeln erhielt man dann ein Buch.

Und wer kennt es nicht, das alte Sprichwort: „Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen!“ Woher das Sprichwort kommt, ist nicht ganz klar. So gibt es die Theorie, dass Blitze bei Eichen wegen der groben Rindenstruktur mehr Schäden hinterlassen und deshalb als blitzgefährdeter gelten. Laut Statistik ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Blitz in eine Buche einschlägt, aber tatsächlich geringer als bei Eichen. Vermutlich liegt die Ursache darin, dass blitzempfindliche Bäume wie Eichen oder Fichten einen hohen Wasserverbrauch haben und feuchtere Standorte bevorzugen. Trotzdem: Bei Gewitter sollte man nie unter alleinstehenden Bäumen Schutz suchen, denn alle erhöhten Punkte sind bei Gewittern einschlaggefährdet.

Buchen wurden früher auch oft mit Hexen in Verbindung gebracht. Der Legende nach trafen sich die Hexen unter Hexenbuchen und schnitzten ihre Besen für den Hexenflug aus den Ästen der Buchen. Etwas unheimlich ist die Stimmung ja schon, wenn man sich bei Dunkelheit im Schröder-Park aufhält.

Quelle (unter anderem): http://www.oeko-forum.ch/downloads/stadtbaeume.pdf

Achtung:
Bitte beim Öffnen und Schliessen des Caches keine Gewalt anwenden, Deckel nur locker schliessen! Danke!

Additional Hints (Decrypt)

Ebue

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)