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Kalktuff am Lech EarthCache

Hidden : 5/6/2014
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


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Definition

Kalktuff oder Süßwasserkalk oder Quellkalk ist ein poröser, meist beige-grauer Kalkstein, der sich aus kalten oder warmen Quellen abscheidet. Als noch junges, neu gebildetes ("sekundäres") Sediment ist es nicht zu verwechseln mit dem vulkanisch-pyroklastischen Tuff. Farbgebende Verunreinigungen sind z.B. Eisen- und Manganoxide, sowie Tone. Für die Entstehung müssen einige Bedingungsfaktoren vorliegen.

Bedingungen zur Entstehung: Verkarstung und Ausfällung
Neben physikalischer Verwitterung durch Regen, Wind und anderen Faktoren, werden hier vorwiegend chemische Prozesse wie die Kohlensäureverwitterung benötigt. Das mit Kohlensäure angereicherte Wasser nimmt in wasserdurchlässigem Kalkgestein (z.B. Kalkstein, Kreide und Marmor) Karbonate auf bis es gesättigt ist. Bei ausreichender Änderung der Umgebungsbedingungen, z.B. Temperaturerhöhung, Vergrößerung der Verdunstungsoberfläche, Druckänderung, langsamer Wasserlauf, kommt es zur chemischen Ausfällung und der ehemals gelöste Kalk setzt sich ab.

Die Entstehung hier vor Ort
Kalktuff vor Ort Aus dem Schotter oder Schutt über dem hellbraunen, wasserundurchlässigen Flinz (Wechsellagerung von karbonatischen und tonigen Sedimenten) tritt eine kleine Quelle aus, die die Mergelwand und das darauf wachsende Moos mit einer dünnen Schicht Kalktuff überzogen hat.
Während seiner Wandlung als Sicker- und als Grundwasser in den höher im Hang gelegenen Schottern und Nagelfluhen (geologisch junges, grobes, klastisches Sedimentgestein aus mindestens 50% gerundeten Komponenten) hat das Wasser Kalk gelöst und sich damit gesättigt. Ausschlaggebend für die Fähigkeit des Wassers Kalkstein zu lösen ist sein Gehalt an Kohlensäure.
Ähnlich wie eine Flasche Sprudel gibt das Quellwasser bei seinem Austritt an die Erdoberfläche wieder Kohlensäure ab und zwar wegen der geringfügigen Temperaturerhöhung, der Druckentlastung und dem feinen Verspritzen der Wassertropfen. Ein Teil des Kalks, der nicht mehr in Lösung gehalten werden kann, fällt aus und umkrustet alles was vom Wasser erreicht wird.

Nutzen
Kalktuff ist im bergfeuchten Zustand verhältnismäßig weich und deshalb gut zu bearbeiten. Er härtet aber, wenn ausgetrocknet, nach und zeigt bei vergleichsweise geringem Gewicht eine hohe Festigkeit. Diese hervorragenden Eigenschaften machten ihn schon früh zu einem begehrten Baustein. Bereits die Römer transportierten ihn wahrscheinlich auf Flößen lechabwärts in die ehemalige Hauptstadt Rätien, nach Augsburg.


Eure Aufgabe
Begebt euch vom Parkplatz auf dem knapp einen Kilometer langen, asphaltierten Weg zur Infotafel an der o.g. Koordinate.
Der Text auf der Tafel verrät euch die Antworten zu den folgenden Fragen:
1. Woher bekommt das Wasser den notwendigen Gehalt an Kohlensäure um Kalkstein lösen zu können?
2. Was unterstützt die Kalkabscheidung?
3. Schaut euch nun im Listing das Bild an. Die rot markierte Stelle verdeckt eine typische Struktur von Kalktuff. Wie entsteht diese löcherige Struktur?
Für Leute, die das Bild vergessen haben: Die markante Stelle oben in der Mitte der Kalktuff-Formation.

Nutzt bei allen drei Fragen nur den Text auf der Infotafel. Internetrecherchen führen nicht zu den korrekten Antworten!

Nicht spoilernde Fotos sind gerne gesehen, aber kein Muss.
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Ihr könnt danach sofort loggen. Wenn etwas nicht stimmt, melde ich mich.

Viel Spaß beim entdecken und schöne Grüße aus der Voreifel

High

PS: @w'S: Nein, die Antwort zu Frage 1 ist nicht: "Von Gerolsteiner."
Quellen: "Kalktuff", "Flinz", "Konglomerat (Gestein)" auf wikipedia.de; "Kalktuff" auf chemikus.de; Informationsschild vor Ort.

Additional Hints (No hints available.)