Die Pfarrkirche St. Jakobus Bad Iburg-Glane
Das Kirchengebäude
Die 1905 fertiggestellte und eingeweihte Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere ist eine neugotische dreischiffige Hallenkirche aus behauenem Sandstein, die in der Tradition der christlichen Kirchen nach Osten ausgerichtet ist (d.h., der Chor mit Altarraum befindet sich im östlichen Teil). Sie hat fünf Joche und polygonalen (griech. Vieleckig) Chorabschluss. Acht Sandsteinsäulen tragen die Gewölbe. Den 68 Meter hohen Turm krönt ein oktogonaler (griech. Achteckig) Helm, der an den vier Turmecken von Pyramidenspitzen umrahmt wird.
Baugeschichte der Kirche
Für Glane wird eine Kirche erstmals 1088 erwähnt. Sie stand auf einer Anhöhe am Weg nach Ostenfelde, dem sogenannten „Schoppenbäumen“ (südlich der Bahnhofsstraße), war vermutlich aus Fachwerk gebaut und sehr klein. An dieses „Kirchlein“ (ecclesiola) erinnert ein 1988 errichteter Gedenkstein (neben der Früchtekelterei Lauwerth). Zur Pfarre Glane gehörten bis 1255 auch die Bewohner Iburgs. Seelsorger für Glane waren von 1401 bis zur Auflösung des Klosters 1802 Mönche aus dem Benediktinerkloster Iburg.
Wahrscheinlich wurde diese Kirche mehrmals erweitert oder umgebaut. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts war sie wohl endgültig zu klein geworden. 1350-56 wurde eine neue errichtet, und zwar an der Stelle der jetzigen Kirche; der dazugehörige Turm wurde allerdings erst 1408 fertiggestellt. Diese Kirche wurde 1356 eingeweiht und erhielt den Apostel Jakobus den Älteren zum Patron. Über das Patrozinium der Vorgängerkirchen ist nichts bekannt. In den folgenden Jahrhunderten wuchs die Zahl der Gläubigen weiter an, und man versuchte, durch Umbauten im Innern mehr Raum zu schaffen. Ein Neubau scheiterte immer wieder, weil es an Geld mangelte, oder – etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts – weil sich Gemeinde, Pfarrer und Bischof nicht einigen konnten, ob die Kirche erweitert oder neu gebaut werden sollte.
Am 19. Mai 1875 schlug ein Blitz in den Kirchturm ein, und die Kirche brannte völlig ab. Die 1876-78 erbaute neue Kirche wurde wegen baulicher Mängel schon 1885 auf polizeiliche Anordnung hin geschlossen. 20 Jahre lang musste sich die Gemeinde mit einer Notkirche „Auf Pastors Bleiche“ begnügen. Erst am 29. Mai 1904 wurde der Grundstein für die jetzige Kirche gelegt, die dann am 12. Juli 1905 feierlich eingeweiht werden konnte.
In den folgenden Jahrzehnten wurde die Kirche mehrfach restauriert (1955, 1970) und im Innern umgestaltet (1970 nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil = Vaticanum II, 1962-65). Eine grundlegende Sicherung und Sanierung erfolgte zudem 1985-86.
Im Jahre 2009 wurde der Kircheninnenraum erneut umgestaltet, und zwar einerseits als Antwort auf die gravierenden gesellschaftlichen und daraus erwachsenen kirchlichen Veränderungen, andererseits aber vor allem aus einem gewandelten Glaubens- und Gemeindeverständnis heraus. Die von vielen Gemeindemitgliedern tatkräftig unterstützte letzte Umgestaltung 2009 zeigt, dass auch die jetzige Generation ihre Kirche als Mittelpunkt der Gemeinde und des Ortes wert schätzt und sich ihrer Verantwortung für die Weitergabe des Glaubens in heutiger Zeit bewusst ist.
Der Cache
Verhaltet euch bitte unauffällig und vermeidet Rudelcachen. Der Cache war ursprünglich so angebracht, dass man ihn mit einem Griff gut heben und zurücklegen kann. (Ggf. wandert er von Zeit zu Zeit ein wenig.) Er befindet sich nicht in der Hecke, sondern an einem Metallobjekt. Beachtet bitte, dass das Gebäude teilweise zu ungenauen Koordinaten führen kann.
Sollte man auf ein volles Logbuch treffen, darf dieses gerne - so Papier vorhanden ist - ausgetauscht werden.