15 dieser Hochschutzluftbunker wurden für den Raum Hagen erfasst, dieser hier war die Nr. 5. 1940 erbaut, ist er unterirdisch noch original erhalten. Er ist ein sogenannter ,Luxus’-Bunker mit seltenem Notstromaggregat, riesiger Lüftungsanlage, interessanter Filteranlage gegen Gasangriffe, ungewöhnlicher Heizungsanlage, einer Notküche, einem Sanitätsraum und einem eigenen Brunnen, der die Menschen hier wochenlang autark überleben ließ. Die Dicke der Wände für die Außenwände beträgt 1,80 Meter im Keller und überirdisch 1,10 m, 1,55 Meter für die oberste Decke und 1,10 Meter für den Boden - die Dicke des Fundamentes ist leider nicht bekannt.
Der Hochbunker Nr. 5 liegt zentral in der Stadt hinter dem Stadttheater. Nach dem Krieg wurde er kurzzeitig als Hotel und Notunterkunft für Flüchtlinge und Vertriebene genutzt. Ebenso war hier über mehrere Jahre die wohl exklusivste und schönste Bar Hagens, "Jaegers gute Stuben", untergekommen.
In den letzten Kriegsjahren aber, als die britischen Bomber so oft über Hagen flogen, dass viele Menschen den Bunker 15/HAG/5 an der Bergstraße 98 gar nicht mehr verließen, wurden die Räume für viele zur zweiten Heimat. Eine erste gab es oft nicht mehr - mehr als 70 Prozent der Stadt lagen in Trümmern.
Getroffen wurde der Bunker nie. Den in den letzten Kriegsjahren bis zu 1,8 Tonnen schweren Bomben hätte er auch nicht standhalten können. Er war lediglich ausgelegt auf Bomben bis zu 500 kg.
Weitere Informationen sind unter bunker-hagen.de zu finden oder, in vollem Umfang, unmittelbar bei einem Besuch der Ausstellung.