Das gläserne Kreuz
Obwohl es sich bei der 2339 Meter hohen Schartwand um den höchsten Gipfel in diesem Teil des Tennengebirges handelt, fristete sie lange ein Schattendasein hinter ihren schon vom Tal aus sichtbaren und durch Wanderwege erschlossenen Nachbarn Eiskogel und Tauernkogel. Höchstens im Winter verirrte sich ein Tourengeher auf diesen einsamen Berg, um dem Rummel am Eiskogel zu entgehen.
Bis vor vier Jahren… Da wurde einerseits ein Steig auf den Gipfel angelegt, andererseits errichtete Roland Steiner vom Edelweiß-Club dort das erste gläserne Gipfelkreuz der Welt. Seit 28. April 2010 steht das 2,5 Meter hohe und 1,4 Meter breite, vollständig aus Glas gefertigte Kreuz nun am höchsten Punkt der Schartwand und trotzt Sturm, Frost, Strahlung und Blitzschlag.
Der Weg
Ausgehend vom Wanderweg 211 (Dr.-Heinrich-Hackel-Hütte – Tauernscharte – Schubbühel), der durch die Südwest- und Westflanke der Schartwand quert, bieten sich mehrere Möglichkeiten den Gipfel zu erreichen:
- Der schon oben erwähnte Normalweg führt reichlich unspannend von einer markierten Abzweigung über die schottrige Westflanke zum Gipfel.
- Lohnender ist es, vom Schubbühel kommend einfach gerade über den NW-Grat aufzusteigen, wobei zwei kleine Kletterstellen (I, aber nicht ausgesetzt) zu meistern sind.
- Eine weitere Möglichkeit führt über die Scharte zwischen Schartwand und Briedkogel. Vom Gipfel der Schartwand aus ist diese leicht über einen grasigen Rücken zu erreichen. Für den Abschnitt zwischen Scharte und Weg 211 in der Eiskogelgrube ist allerdings ein gutes Gespür für sichere Wegwahl in Schrofen- und Karrengelände notwendig.
Die beiden letzten Anstiege lassen sich gut zu einer interessanten Runde verbinden, bei der auch der Briedkogel mit seinem flachen Gipfelplateau einfach mitgenommen werden kann. Während der Normalweg noch als T4 durchgehen könnte, sind die Alternativen aber auf jeden Fall mit T4½ zu bewerten.
Der Cache
Der Cache liegt abseits vom Gipfel auf etwa 2310 Meter Seehöhe. Man steigt entlang des breiten, Gras bewachsenen Rückens Richtung Scharte zum Briedkogel ab. Auf den letzten Metern folgt man einem felsigen, nach rechts Richtung Eiskogel hinunter ziehenden Grat. Das Terrain ist hier höchstens T3.