Die Teverener Heide ist ein Naturschutzgebiet, das entlang der deutsch-niederländischen Grenze läuft. Mit dem Rodebach und der Brunsummer Heide bildet es den Heidenaturpark. In der Heide wechseln sich Heide,-Seen-, und Waldlandschaften ab. In der Nähe befinden sich auch die Wanderdünen.
Der Boden bestimmt maßgeblich, welche Tier-und Pflanzenarten sich auf ihm ausbreiten können. Wenn man ihn von oben betrachtet, kann man seine Eigenschaften nicht erkennen. Der Boden, der in der Teverener Heide häufig vorkommt ist der "Podsol" (aus dem Russischen stammend: "Ascheboden").
Es gibt verschiedene Schichten, die den Podsol zeigen. Auf der Oberfläche wachsen Kiefern. Die Vegetation ist nicht sehr abwechslungsreich. Dies liegt an der dünnen Humusschicht. Starker Regen lässt die wenigen, im Boden vorhandenen Nährstoffe auswaschen. So müssen Pflanzen diesen Boden besiedeln, die mit wenigen Nährstoffen auskommen. Kiefern, die man auch noch an vielen anderen Stellen in der Teverener Heide findet, kommen sowohl mit nährstoffreichen als auch mit nährstoffarmen Böden aus. Desweitern findet man auch noch Maassande und Maasschotter vor. Eine rostbraun gefärbte Schicht (Orterde) zeigt, dass die Qualität des Bodens nicht gut ist. Der Prozess, der diesen Boden entstehen lässt, nennt man Podsolierung. Er dauert mehrere 1000 Jahre. Seine Bildung erfolgt aus Ausgangesteinen wie beispielsweise Sandstein oder Granit. Der geringe Anteil an verwertbaren Mineralien führt unter anderem zu einem Mangel an Eisen- und Aluminiumhydroxid. So entsteht ein verarmter Boden. Die Sande und Schotter sorgen auch dafür, dass kein guter Boden entstehen kann. Ebenfalls sorgt die hohe Wasserdurchlässigkeit dafür, dass die Humusschicht kaum etwas an Nährstoffen behält.
Auf solchen Böden können nur wenige Organismen leben. Auch der Mensch trug aktiv zur Verarmung des Bodens bei, indem er den Boden beispielsweise als Viehweide verwendete. So konnten sich keine jungen Baumtriebe bilden, die für eine gute Bodenentwicklung eine entscheidende Rolle spielen.
(Quelle: Frank Hecker/Wikipedia)
1. Der Boden der Teverener Heide ist sehr alt und stammt aus der letzten Eiszeit. An welchen Schichten kann man dies erkennen? Wie könnten sie dorthin gekommen sein?
2. Es gibt eine sehr dünne Humusschicht. Welche Folgen hat diese dünne Schicht für den Boden?
3. Am Ende der Infotafel findet ihr die Aufforderung, dass Mountainbiker nicht über Hangkanten fahren dürfen. Welche Folgen für den Boden könnt ihr euch vorstellen, wenn diese Aufforderung missachtet wird?
4. Geht nun zu N 50°56.473 E006°02.210. In der Nähe befindet sich auch der Cache "Sandkasten". Welche Qualität vom Boden könnt ihr euch anhand der Vegetation vorstellen? Gibt es Gemeinsamkeiten mit dem Podsol an Station1?
Um diesen Earthcache loggen zu können, beantwortet bitte die oben genannten Fragen. An Station 1 findet ihr eine Infotafel, Station 2 ist ohne Infotafel zu beantworten. Die Antworten könnt ihr per E-Mail an meinen Account schicken. Anschließend könnt ihr sofort loggen. Ich melde mich, wenn etwas nicht stimmt. Ihr könnt natürlich auch freiwillig Fotos von euch oder eurem GPS an der Infotafel machen. Viel Spaß mit dem Earthcache.
Da ihr euch in einem Naturschutzgebiet befindet gilt natürlich gemäß der Infotafel: "Mountainbiker, erhaltet die Hangkanten, fahrt bitte auf den Wegen".