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Quelltuff / Kalksinter EarthCache

Hidden : 7/1/2014
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Quelltuff / Kalksinter

Mitten in der Bürser Schlucht kann man neben dem Bürser Konglomerat noch eine andere geologische Besonderheit entdecken. An den angegebenen Koordinaten kann Quelltuff - auch Kalksinter genannt - gefunden werden.

Dieser EarthCache kann gut mit dem nahe liegenden EarthCache "Bürser Konglomerat" kombiniert werden, da er sich auf dem gleichen Weg durch die Bürser Schlucht befindet.
Bitte achtet auf Eure Trittsicherheit und bleibt immer auf dem offiziellen Weg durch die Schlucht. Dieser Weg ist kostenfrei begehbar und führt als Rundweg mit einer Länge von rund 4,5 Kilometern durch die Schlucht. Plant für den ganzen Weg rund 2 Stunden ein. Falls Ihr nur diesen EarthCache macht, braucht Ihr nicht zwingend den Rundweg zu gehen.

Bei Gefahrenlage ist die Schlucht durch eine Schranke gesperrt. Bitte geht dann auf keinen Fall in die Schlucht hinein!

Doch was kann man nun an dieser Stelle sehen?

Vor Ort sieht man zuerst einmal eine Quelle, die in einem außergewöhnlichem Bachbett verläuft. Dieses Bachbett ist der Kalksinter und wird von der Quelle geschaffen.

Kohlensäurehaltiges Wasser versickert in dem durch Kalk gebundendenen, umliegenden Schotter des Konglomerats. Dabei löst das saure Grundwasser den Kalk und nimmt es als Lösung in sich auf. An dieser Stelle geschieht mit dem Wasser nun Folgendes:

Dem Quellwasser wird hier Kohlendioxid entzogen. Dies geschieht durch den Kohlendioxidanspruch der hier vorkommenen Algen oder auch Moose, die überflossen werden. Das Kohlendioxid wird aus der Kohlensäure entnommen (Kohlensäure ist H2CO3, welches sich in CO2 (Kohlendioxid) und H2O (Wasser) aufspaltet). So sinkt auch der Säuregrad des Wassers und der gelöste Kalk kann nicht mehr in der aufgenommenen Menge transportiert werden. Überschüssige Mengen fallen an Ort und Stelle aus und bedecken dabei die benetzten Oberflächen, die mit der Zeit versteinern. Große Oberflächen beschleunigen diesen Prozess.

Neben dem oben beschriebenen floralen Kohlendioxidanspruch kann auch ein Anteil an Kohlendioxidausgasungen festgestellt werden, der sich auf physikalische Grundsätze begründet, z. B. durch Druckänderungen zwischen Grundwasser und Quellbereich.

Kalksinter entstehen im allgemeinen unter diesen Bedingungen:
- eine relativ geringe Schüttung der jeweiligen Quelle,
- eine relativ große Verdunstungsoberfläche,
- ein günstiger Korridor der Wassertemperaturen,
- eine Veränderung der Druckverhältnisse und
- bestimmte Ionenkonzentrationen

Das Ergebnis sieht aufgeschnitten wie folgt aus (Beispielbild aus Wikipedia ohne lokalen Bezug):

Schnitt

Gut erkennbar ist die Entstehung des Kalksinters - er wächst "Schicht über Schicht". Immer wieder wird eine neue dünne Schicht auf der alten Schicht abgelagert. So wächst das Bachbett mit seinen Rändern im Laufe der Jahrhunderte immer weiter in die Höhe und kann Gebilde wie an dieser Stelle formen.

Um diesen EarthCache zu loggen ist es notwendig, dass Ihr nachweist, dass Ihr das vermittelte Wissen verstanden habt. Bitte beantwortet dazu die folgenden Logfragen und sendet uns die Antworten über unser Profil. Ihr dürft nach dem Absenden der Antworten sofort loggen.

1. Welche Faktoren werden bei dieser Quelle wohl den größten Anteil haben, um den Kalksinter wachsen zu lassen?

2. Betrachte das Bachbett. Warum ist es wohl in der Form entstanden? Gehe bei Deinen Überlegungen bitte besonders auf die Ränder des Bachbetts ein.

3. Wie schnell wächst der Quelltuff / Kalksinter hier weiterhin pro Jahr (Infotafel)?

Viel Spaß bei diesem EarthCache!


Quellen: Wikipedia (Zitat der Entstehungsbedingungen), Dr. Michel Royon (Bild)


Additional Hints (No hints available.)