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Mächtig viel Kies EarthCache

Hidden : 7/13/2014
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Eine interessante Stelle zum Erkunden, Schauen und Testen, wenn nicht gearbeitet wird ist sicher auch ein Picknick möglich.


Im geologischen Sinne steht die Bezeichnung Kies zum einen für eine Korngröße und zum anderen für ein nicht verfestigtes Lockersediment.

Kies als Korngröße

Die Korngröße Kies umfasst nach DIN 4022 gerundete Gesteins- oder Mineralkörner, die einen Korndurchmesser zwischen 2 mm und 63 mm aufweisen. Hierbei werden in einem Sediment oder Sedimentgestein nach dem Äquivalentdurchmesser folgende Korngrößenfraktionen nach DIN 4022 unterschieden:

Kies (G/Gr)

Korngröße

Grobkies (gG/CGr)

20,0–63,0 mm

Mittelkies (mG/MGr)

6,3–20,0 mm

Feinkies (fG/FGr)

2,0–6,3 mm

Für die Korngrößen Mittelkies und Grobkies wird umgangssprachlich auch der Ausdruck Kieselsteine verwendet.

Kies als Lockersediment

Ein Lockersediment wird als Kies oder Schotter bezeichnet, wenn es zu mehr als 50% aus Komponenten der Kies-Korngröße oder größer besteht. Diese Komponenten werden allgemein als Gerölle bezeichnet. Sie sind Mineral- oder Gesteinsbruchstücke, die bei der physikalischen und chemischen Verwitterung von Festgesteinen entstanden sind. Kies ist ein typisches Sediment von Fließgewässern mit starkem Gefälle. Der Transport in Bächen und Flüssen erfolgt als Boden- oder Schleppfracht, was letztlich, bei ausreichender Transportdistanz, für die Rundung der Körner sorgt. Lockersedimente mit überwiegend ungerundeten oder scharfkantigen Komponenten werden als Schutt bezeichnet. Quelle: Wikipedia

 

Zu Unterscheiden sind die zwei voneinander unabhängigen Parameter Geröllform(Gestalt) und Abrundungsgrad

Gestalt: Geometrisch können folgende Grundformen unterschieden werden: kugelig (knollig), ellipsoid (eiförmig), flach (plattig), stengelig

Abrundungsgrad: Dieser hängt vom Material, der Transportweite und den auftretenden Erosionskräften des Transportmediums ab. Als grobe Einteilung gilt: extrem kantig und splittrig, beginnende Kantenverrundung, mittlere Verrundung, Kantenrundung, Rundung.

Formung: Flache Gerölle erhalten ihre Gestalt durch Zertrümmerung größerer Gerölle.
Der Abrieb setzt am stärksten an den Flächen mit kleinem Krümmungsradius ein. Dadurch wird der große und mittlere Durchmesser ( z , x ) kleiner, während der kleine ( y ) ungefähr gleich bleibt. Das Geröll wird dadurch dickplattiger.
Die Art des Transports bzw. der Bewegungsweise hat einen wesentlichen Einfluss auf die Formbildung. Flache Gerölle treten, aufgrund der nur in eine Richtung gerichteten Bewegung, gehäuft in Flußschottern auf (im Gegensatz zu Strandschottern, wo aufgrund der Hin- und Herbewegung statistisch mehr rundliche Formen auftreten)

Korngrößenbereich: Flußschotter umfassen einen weiten Korngrössenbereich. Im Gegensatz zu glazialen Schottern tritt allerdings der Feinanteil (Sand, Split) sehr stark zurück.

Quelle: http://www.isar-kiesel.de/kieselbilder_gross/kieselstein-form.html

 

Kies in Beesedau, wo kommt er her?

Am Anfang der Eiszeit vor rund 600.000 Jahren gab es noch kein Saaletal. Es bestand damals in der Höhe unserer Muschelkalkgebirge eine Fastebene. Europa wurde von einer 1000 Meter dicken und 13 Millionen Quadratkilometer großen umfassenden Eisschicht bedeckt. Aus zwei Richtungen zog das Eis Saale aufwärts und Saale abwärts.

Nach der ersten Eiszeit schloss sich eine Warmzeit an, wo sich Tauwasser vom Thüringer Wald einen Abflussweg suchte. Durch Wasserkraft fraß sich die Ursaale tief ins Gelände ein, wobei eine Rinne mit tiefen Talwänden entstand. Nachdem es nach 100.000 Jahren wieder kälter wurde und trockenes Klima eintrat, nahm die Leistungsfähigkeit des Wassers ab und die Saale war nicht mehr in der Lage, härteres Gestein und Boden zu durchfließen. Es bildeten sich Flussbögen. Das Wasser musste Widerstände umfließen, so dass sich an beiden Seiten der Saale die Ufer verbreiterten.

Nach der zweiten Eiszeit (ohne Zeitangabe) nahm das Wasser der Saale wiederum durch Tauwetter und feuchtes Klima zu, so dass sich wieder ein tiefer Flussgraben bildete, wodurch eine erste Saaleterrasse entstand. Insgesamt entstanden 3 Saaleterrassen, die heute aber nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form erhalten sind. Vor rund 20.000 Jahren war die letzte Eiszeitperiode beendet und unser Saaletal hat seither nicht mehr so riesige Veränderungen erfahren. Das Flussbett der Saale lag früher höher, als heute. Die Saale fließt heute über Buntsandsteinfelsen. Ihr Flussbett ist mit einer 4 m dicken Kiesschicht bedeckt.

Quelle: (http://geo.viaregia.org/testbed/pool/editmain/T1_3556_Zur.Entstehung.unseres.Saaletals.htm)

 

Kies in Beesedau, Heimat vom Betonkrebs?

Aufgrund geologischer Gegebenheiten sind Kies und Sand in Beesedau ungleichmäßig verteilt. Ob hier aus dem Tagebau gewonnener Kies teilweise Anteile an alkalireaktiven Bestandteilen hat, ist nicht klar, deshalb ist die Frage nach dem Betonkrebs eher scherzhaft gemeint. Auf jeden Fall ist dies ein Problem mit dem in Sachsen/Anhalt noch länger zu kämpfen ist.

Der in Beesedau abgelagerte Kies ist sehr nah an der Oberfläche und kann leicht abgebaut werden( Siehe Bild2). Vor Ort werden dabei durch verschiedene Verfahren wie Sieben, Rütteln, Schwemmen die unterschiedlichen Korngrößen sortiert. Das ausgebaggerte Gelände füllt sich mit Grundwasser und wird durch den Betrieb vor Ort renaturiert. Dies macht diese Stelle so reizvoll und interessant. Vom angegebenen Referenzpunkt ist es möglich, das bei Angler und Badenden beliebte Gewässer zu nutzen. Dabei können die Kiese am Ufer getestet werden, ohne dabei mit dem Produktionsprozess in Kontakt zu treten. Andererseits ist es schon beeindruckend die Technik von hier gefahrlos betrachten zu können.

 

Nun aber die Fragen: Ihr könnt, nachdem Ihr mir die Antworten an meinen GC-Account gesendet habt, sofort loggen, bei Unstimmigkeiten melde ich mich. Zum Beantworten benötigst Du ein Gefäß (Messbecher, Schüssel oder ähnliches) und einen Gliedermaßstab.

 

1.       Nimm Dein mitgebrachtes Gefäß und fülle es mit Wasser und Kies vom Uferrand. Beschreibe was passiert wenn Du umrührst oder schüttelst?

2.       Suche am Ufer nach Steinen, welche eine Form aufweisen, die im Listing erwähnt wird. Nimm den Maßstab und messe die X-Achse dieser dunkelgrauen größeren Steine, wieviele cm ist diese Achse ungefähr lang?

3.       Welche Gestalt und welchen Rundungsgrad habe diese Gesteine?

4.       Über ein Foto von Dir oder Deinem GPS-Gerät bei einem der beiden Tests würde ich mich sehr freuen. Dies ist aber absolut freiwillig und keine offizielle Logbedingung.

 

Additional Hints (No hints available.)