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Findlinge aus dem Raum Krakow am See EarthCache

Hidden : 7/24/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Es hat uns gewundert, dass diesem netten Findlingsgarten ("Findlinge aus dem Raum Krakow am See") kein Earthcache gewidmet ist. Dies holen wir hiermit nach. Viel Spaß beim Erkunden!

Die Geologische Entstehung der Umgebung von Krakow am See (Quelle: Krakow-Information - sowie Internet-Recherche)

Die Landschaft im Krakower Raum entstand im Verlauf der Weichsel-Eiszeit, der letzten großen Eiszeit, die vor etwa 90.000 Jahren begann und vor 12.000 Jahren zu Ende ging. Die vom Inlandeis vor 16.000 Jahren geschaffene Endmoräne (Pommersche Haupteisrandlage) zieht sich von NW nach SO durch Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist aus mehreren Staffeln aufgebaut; die jüngste verläuft nördlich des Krakower Sees. 

Diese teilweise bewaldeten Höhen werden zwischen Serrahn und Kuchelmiß vom Nebeltal durchbrochen. Während der Maximalausdehnung des Inlandeises wurden weiter südlich ältere Endmoränen-Staffelungen abgelagert, beispielsweise der Krakower Buchenberg, auf dem der Findlingsgarten angelegt wurde.

Das Material dieser Moränen transportierte das Eis von Skandinavien, den Ostsee-Inseln und dem Ostseegrund nach Norddeutschland. Beim Abschmelzen der Eismassen wurden Sande und Kiese nach Süden geschüttet und erneut als Sander abgelagert. Diese erreichen eine Mächtigkeit von bis zu 20 m; die älteren Moränen durchragen die Sander.

Das nach SW abfließende Schmelzwasser formte die vom Inlandeis ausgeschürften Zungenbecken zu Schmelzwasserrinnen um; später wurden aus den Zungenbecken und Rinnen die heutigen Seen. Der runde Bossower See entstand aus einem ausgetauten verschütteten Resteiskörper. An den Seen sind bis zu drei Terrassen in verschiedenen Niveaus zu finden. Sie sind Zeugen der klimabedingten Wasserspiegelschwankungen der Nacheiszeit.

Die im Findlingsgarten ausgestellten Geschiebe stammen aus dem Kieswerk Langhagen. Hier liegen an der Sanderwurzel Sande, Kiese und Gesteine, die häufig Blockgröße erreichen. Wenn die Herkunft eines Geschiebes auf ein bekanntes Gebiet begrenzt ist, wird es als Leitgeschiebe bezeichnet. AN den Leitgeschieben kann man den genauen Transportweg des Gletschers erkennen. Nicht von allen Geschieben lässt sich die genaue Herkunft bestimmen. In den Moränen kommen alle drei Hauptgesteinsgruppen vor.

I. Erstarrungsgesteine
- Tiefengesteine sind aus der glutflüssigen Gesteinsschmelze (Magma) in größerer Tiefe erstarrt, so dass für die Kristallbildung genügend Zeit blieb und körnige, grobkristalline Gesteine entstanden (z.B. Granite) 
  Es entstehen große Kristalle, die im Gestein gut sichtbar sind, und eine gleichmäßige, gewöhnlich grobkörnige Mineralstruktur haben.Aufgrund der groben Struktur sind die Mineralien im Gestein gut erkennbar. 
  Typische Merkmale: gut erkennbare große Kristalle, keine Fließstrukturen

- Ergußgesteine zeigen zwei Generationen von Mineralien. In der Tiefe bilden sich zunächst größere Mineralien (=Einsprenglinge). Beim Durchbruch des Magmas durch die Erdkruste erfolgte eine rasche Abkühlung der restlichen Schmelze (= feinkörnige Grundmasse, z.B. Porphyre, Porphrite).
  Typische Merkmale der Vulkangesteine: fein- bis grobporige Struktur, häufig starke Fließstrukturen

II. Umwandlungsgesteine (Metamorphone Gesteine)
Gelangen Gesteine durch Erdkrustenabsenkung in größere Tiefe, so können sie durch Druck und Hitze in ihrem Mineralbestand und in ihrer Kristallstruktur umgewandelt (z.B. zu Gneisen) werden.

Der hoher Druck und/oder die hohe Temperaturen erzeugten über Millionen von Jahren sehr starke Umwandlungen, sodass sie bezüglich ihrer Eigenschaften und ihres Aussehens mit den ursprünglichen Gesteinen keine Übereinstimmung mehr aufzeigen. (Granite werden so zu Gneisen, Sandsteine zu Quarziten, Tongesteine zu Phylliten und Kalksteine zu Marmor.) Durch den hohen Druck werden die Gesteinsmassen bzw. Mineralen in längliche, blättchenartige, parallele Formen senkrecht zur Druckrichtung gepresst. 
Typische Merkmale der Umwandlungsgesteine sind: gut erkennbare Kristalle, häufiges Parallelgefüge, kräftige Strukturierung, dichtes, hohlraumfreies Gefüge, Schichtungsstrukturen

III. Sedimentgesteine
An der Oberfläche anstehende Gesteine verwittern und zerfallen; das Material kann transportiert, wieder abgelagert und zu Sedimentgestein verfestigt werden. (z.B. zu Sandsteinen, Kalksandsteinen)

Sedimentgesteine haben in der Regel sehr kleine Korngrößen. Durch das Absetzen dieser Korngrößen bilden sich homogene Oberflächen.
Typische Merkmale der Sedimentgesteine: Schichtungsstrukturen und eine hohe Farbvariabilität.
Des Weiteren sind Sedimentgesteine die einzigen Gesteine, die Fossilien enthalten können !!!


(weitere Informationen, sowie zahlreiche Abbildungen findet ihr unter: http://wir-schleifen-deutschland.de/schleifen-wiki/gesteins-steinbodenkunde/naturstein/)

Hier im Krakower Findlingsgarten findet ihr alle drei Hauptgesteinsgruppen. Schaut euch die Findlinge/Geschiebe genau an und beantwortet zum Loggen dieses Caches bitte folgende Fragen und sendet eure Antworten an meine Kontaktadresse (Owner des Caches anklicken und dann Kontaktformular).

Ihr dürft den Cache direkt loggen, ich melde mich, wenn die Antworten nicht korrekt sind oder mich nicht erreicht haben.

Die Fragen:

1.) Am Beispiel des "Bornholm-Granits" und des "Bornholm-Gneis" kann man sehr gut den Unterschied zwischen Erstarrungsgesteinen und Metamorphoen Gesteinen "studieren". Bitte beschreibt die beiden Findlinge möglichst genau; insbesondere worin sich diese Gesteinstypen unterscheiden.

2.) Zu welcher der drei Gesteins-Gruppen gehört der "Aland-Rapakiwi" und aus welcher Heimat stammt er? Welche Farbe hat der Findling vor Ort und was fällt euch an ihm auf?

3.) Nennt mir den Namen mindestens eines Findlings dieses Gartens, der der Gruppe der Sedimentgesteine zuzuschreiben ist und beschreibt den Findling.

4.) Vor Ort findet ihr zwei "Stockholm Granit"-Findlinge. Bitte beschreibt mir in eurer Antwort möglichst genau, wie diese ausschauen. Farbe? Größe? Abgerundet oder kantig? Und wie alt sind die Steine? Welche Merkmale erkennt ihr, an derer man diese Findlinge den Erstarrungsgesteinen zuordnen kann?

5.) Keine Logvoraussetzung, aber ich würde mich freuen, wenn ihr eurem Log weitere Fotos von euch und/oder dem Findlingsgarten beifügen würdet.

Cachetipp im Geocaching-Magazin 02/2015 - Mecklenburgische Seenplatte

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