Steinmonument an der ehemaligen leiningenschen Saatschule - Gemarkung Schloßau
Standort: am Waldrand zur Lichtung (ehem. Saatschule).
Errichtungsjahr: Ab 1894.
Grund: Hochzeit des Fürsten „Emich Eduard Carl Fürst zu Leiningen“ (* 18. Januar 1866 in Osborne House; † 18. Juli 1939 in Schloßau – siehe Gedenkstein „Fürstendenkmal“) war fünfter Fürst zu Leiningen[1] und deutscher Standesherr.! Fürst Emich Eduard war sehr gerne in Schloßau. er war begeisterter Jäger und starb beim Ansitz auf einen Rehbock in Schloßau (siehe beim „Fürstendenkmal“).
Der Stein im Boden zeigt die Vornamen des Fürsten und seiner Gattin und das Hochzeitsdatum!
Am 12. Juli 1894 heiratete Emich zu Leinigen in Langenburg Prinzessin Feodora (* 23. Juli 1866 in Langenburg; † 1. November 1932 in Waldleiningen), die Tochter des Fürsten Hermann zu Hohenlohe-Langenburg, des Reichsstatthalters von Elsass-Lothringen. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, eine Tochter und vier Söhne:
- Viktoria (* 12. Mai 1895; † 9. Februar 1973); ∞ 1922 Maximilian Ludwig, Graf zu Solms-Rödelheim und Assenheim (* 24. September 1893 in Assenheim ; † 2. September 1968 in Marburg). Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor
- Emich Ernst, Erbprinz zu Leiningen (* 29. Dezember 1896; † (gefallen) 21. März 1918)
- Karl (* 13. Februar 1898; † 2. August 1946) wurde gemäß der Haustradition ab 1939 als sechster Fürst von Leiningen[3] gezählt; ∞ 1925 Maria Kirillovna (* 2. Februar 1907; † 27. Oktober 1951), die älteste Tochter des russischen Großfürsten Kyrill Wladimirowitsch Romanow. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor
- Hermann (* 4. Januar 1901; † 29. März 1971); ∞ 1938 Irene Gräfin von Schönborn-Wiesentheid. Die Ehe blieb kinderlos
- Hesso (* 23. Juli 1903; † 19. Juni 1967); ∞ 1933 Marie Louise Gräfin von Nesselrode. Die Ehe blieb kinderlos
Die Namen der Kinder waren ebenfalls in dem Steinmonument verewigt.
Material: Sandstein zu Blöcken aufgebaut
Zustand: Verwittert in schlechtem Zustand, nur noch eine Inschrift gefunden, nur ein Stein schlecht beschriftet (siehe Bild). Sehr viele Steine mit Inschriften sind inzwischen gestohlen.
Abmessung: Ca. 20 m lang im Halbkreis und bis zu ca. 2 m hoch.
Ansprechpartner: Th. Müller, VÖG
Inschrift: Nur noch eine unleserliche gefunden „Emich Feodora 12. Juli 1894“