Station 1 * Wasserturm*

1902 wurde der Wasserturm vom Burger Maurermeister Gustav Ortloff aus rotem Backstein erbaut. Im oberen, leicht vergrösserten Turmschaft ist ein gusseiserner, genieteter Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 400 Kubikmeter eingebaut. Dieser Kessel ist oben offen, nur durch die Holzdielendecke der darüber liegenden letzten Etage geschützt. Das Trinkwasser wurde aus den nördlich vor der Stadt gelegenen Brunnenfeldern auf dem Holländer aus sechs 30 Meter tiefen Rohrbrunnen gewonnen, im Wasserwerk an der Blumenstrasse aufbereitet und in den Behälter des Wasserturmes hoch gepumpt. In den 70er Jahren wurde die Nutzung des Turmes für die Wasserversorgung der Stadt eingestellt und er steht heute unter Denkmalschutz.
Aufgabe: B = Quersumme aus der Anzahl der einzelnen Scheiben des mittleren Fensters
Station 2 *Hexenturm*

Mit der Errichtung der ersten Burger Stadtmauer entstand auch der Hexenturm, allerdings in einer anderen Bauweise. Vermutlich war er ursprünglich ein stadtwärts offener viereckiger Turm, der dann am Ende des 15. Jahrhunderts zu seiner heutigen Form umgebaut wurde. Um 1700 verlor der Turm seine eigentliche verteidigende Funktion bei Angriffen auf die Stadt Burg und wurde zum Kriminalgefängnis für "liederliche" Mädchen umgebaut.. Im Erdgeschoss ist ein kleiner Raum der mittig mit einer im Fussboden eingelassen Öffnung versehen ist, durch die die Delinquentinnen in das tiefe, dunkle und feuchte Verlies herab gelassen wurden. In den Jahren von 1616 bis 1619 fanden in Burg 10 Hexenprozesse statt, von denen auch bekannte ansässige Familien, wie Salige, Eggers und Exs betroffen waren. Eine der bekanntesten Insassin war die angebliche Kindesmörderin Marie Huhn, die in der "Sage von der Marientränke" beschrieben wurde. Zahlreiche Hexenprozesse waren auch in der Stadt Burg typisch für diese Epoche. Am 16. Dezember 1600 wurde die so genannte "Schwarze Barbara" auf dem Scheiterhaufen öffentlich verbrannt. Bis zum Jahr 1846 wurde der Turm noch als Frauengefängnis genutzt, dann aber durch das neu erbeute Gericht mit angegliedertem Gefängnis in der Hainstrasse abgelöst. 1885 sollte der Hexenturm abgerissen werden, weil die Stadt keine Verwendung mehr hatte. Dies wurde auf Anweisung der Magdeburger Regierung verhindert. Ein erneuter Versuch den Turm im Jahr 1895 abzutragen, weil die "Katzentreppe" dort entstehen sollte, scheiterte ebenfalls und so wurde die Treppe einige Meter neben dem Turm gebaut.
Aufgabe: A = zweite Ziffer des Jahrhunderts seiner Erbauung
Station 3 *Kuhturm*

Anno 1530 wurde der Freiheits- oder Kuhturm das erste mal urkundlich dokumentiert. Seine Rolle im frühen Mittelalter und das genaue Errichtungsdatum liegen im grauen geschichtlichen Nebel. Vor dem Bau der zweiten Stadtmauer im 14. Jahrhundert war auf dem Areal der jetzigen Freiheitstrasse ein Freihof vorhanden, der laut Vermutung der Historiker genau so ummauert war, wie die Stadt. Man geht davon aus, in Erwägung zu ziehen, dass hier die Burg gestanden haben könnte, da der Turm als Eingangspforte genutzt wurde. Danach wurde der Freihof mit in die 2. Stadtbefestigung einbezogen. Das Ursprungsalter des Turmes könnte in der in der Romanik, bzw. Frühgotik liegen, da der untere noch vorhandene Teil des Turmes aus behauenen Natursteinen ausgeführt wurde, wie auch die Ober- und Unterkirche von Burg. Durch kriegerische Einwirkungen wurde möglicherweise der romanische Vorgängerbau derart zerstört, dass beim Neubau nur der untere Tordurchlass Verwendung fand und eingebunden werden konnte. Darüber wurde mit Ziegelsteinen aufgestockt. Bis 1685 war der Turm oben abgestumpft und mit Zinnen gekrönt. Später wurde ein Satteldach auf zwei gemauerten Giebeln aufgesetzt. Da durch den Torweg des Turmes lange Zeit das Vieh auf die Weiden vor der Stadt getrieben wurde entstand der Name Kuhturm. Als kein Viehtrieb mehr stattfand, wurde die nördliche Seite zugemauert. Bis 1910 wurde der Turm als Polizeigefängnis genutzt. Danach diente er als Obdachlosenasyl, zirka 1940 als Jugendherberge, danach als Tierheim und bis 1990 als Lagerraum. Noch heute sind im Turminneren die schweren Gefängnistüren zu betrachten. Eine Besonderheit sind die zum Beheizen und Kochen dienenden "Schwarzen Küchen" auf allen 4 Etagen mit eigenem Rauchabzügen, die sich erst unter dem Dach vereinigen und als Schornstein aus dem Dach austreten.
Aufgaben: D = Anzahl der Fenster Frontseite des Turmes
F = Quersumme der Erwähnung des Turmes
Station 4 *Berliner Torturm*

Aufgrund des Baus der 2. Burger Stadtmauer wurde der Berliner Torturm in der ersten Hälfte des 14. Jahrhundert erbaut und ist einer der drei letzten vorhandenen von ehemals zirka 30 Wach- und Wehrtürmen. Der Turm ist dreigeschossig ausgeführt. Im unteren Teil befindet sich ein Verlies. Durch die Öffnung im Mittelgeschoss wurden die Gefangenen in das Verlies gebracht.Das mittlere Geschoß, welches über den an der westlichen Seite befindlichen Eingang, über eine gewendelte 15 stufige Steintreppe erreichbar ist, zeugt auf Grund der starken Mauern und der Schießscharten deutlich von der Wehrhaftigkeit. Es ist der größte erhaltene Wach- und Wehrturm von ehemals 30 Türmen der Stadtbefestigung in Burg. Nach Abschluss der Rekonstruktionsarbeiten im Mai 2001 wird dieser Turm für verschiedene Veranstaltungen genutzt. So können in diesem Turm Eheschließungen vollzogen werden, aber auch Veranstaltungen wie z.B. Buchlesungen finden hier statt. Der funktionsfähige Kamin sorgt in den kalten Monaten für angenehme Temperaturen.
Aufgabe: C = Quersumme der Höhe des Turmes
Station 5 *Bismarckturm*

Nach dem Tod des Alt-Reichskanzlers Bismarck am 30. Juli 1898 war ein Aufruf von Bonner Studenten an die deutschen Städte ergangen, zu Ehren des Reichsgründers Aussichtstürme zu seinem Gedenken zu errichten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der 26 Meter hohe Bismarckturm nach dreijähriger Bauzeit in Burg als Gedenkstätte eingeweiht. Auf seiner oberen Plattform war damals eine eiserne Flammenschale errichtet worden, auf der zu Bismarcks Geburtstag, wie auf allen anderen Türmen im ganzen Land, Feuer weithin sichtbar loderten. Das Turmbauwerk war gleichzeitig Gedenkstätte und Aussichtsplattform. Bis in den Harz zum Brocken konnte bei guter Fernsicht geblickt werden. An der südlichen Stirnseite unterhalb der Plattform des Turmes ist das gut erhaltene Bismarckwappen, ein auf Eichenlaub liegendes dreiblättriges Kleeblatt angebracht. Im Burger Sprachgebrauch wird dieser Bau auch Flämingturm genannt. Er war bis zum Jahr 2005 nicht mehr begehbar und der Eingang zugemauert.
Aufgabe: E = endgültige/einstellige Quersumme aus dem Jahr der Errichtung des Turmes
FINALE
N 52° AD.BFA E 011° CA. DED
Text-Quellen: http://www.stadt-burg.de/cms/Sehenswertes.html http://www.pakendorf-burg.de/tuerme.htm