Die Koordinaten führen euch immer zur nächsten Station. Zu jeder Station gibt es eine Frage, die beantwortet werden muss. Man kann den Multi zu Fuß, mit Fahrrad und mit dem Auto absolvieren. Ich empfehle für Station 2-4 den Parkplatz Amt, für Station 6-10 den Parkplatz Tief und für Station 11-12 den Parkplatz Feld zu benutzen.
1. Station N 53° 31.496 E 012° 39.482
Die erste Station führt euch in die Witzlebenstraße 9. Hier wohnte Alfred Kästel. 1942 wurde er wegen Unzucht mit Männern verhaftet und er kam ins KZ Neuengamme. Dort wurde er am 05.November 1944 ermordet.
A= Die Quersumme seines Geburtsjahres!
2. Station N 53° 31.1(A+67) E012° 40.(A*32+2)
Nun befinden ihr euch in der Mozartstraße 13. Hier lebte Lehrer Schwarz. Am 06.Oktober 1943 wurde er zum Tode verurteilt. Der Grund war "schwerste zersetzende defätistische Propaganda."
B= Anzahl der Buchstaben seines Vornamen!
3. Station N 53° 31.2(B)(B) E 012° 40.(B)21
Familie Jacob besaß eine Kohlehandlung. Hier in der Lloydstraße lebte Erich, sein Frau Toni und die drei Kinder Alfred, Günter und Hildegard. 1939 wurde Hildegard mti einem Kindertransport nach Schottland gebracht. Sie überlebte so den Nationalsozialismus. Die restlichen Familienmitglieder wurden nach Auschwitz deportiert. Am 30.April 1945 kam Alfred im KZ Mauthausen um. Nur Günter überlebte das KZ. Er wanderte nach Australien aus.
C= Wie viele Jahre unterschied bestehen zwischen Erich und seiner Frau?
4. Station N 53° 31.(293+C) E 012° 40.(937-C)
Der geistig behinderte Benno Samson lebte bei Familie Jacob. Er wurde nach Majdanek/Lublin deportiert und dort ermordet.
D= Die dritte Zahl des Jahres, als er deportiert wurde!
5. Station N 53° 30.(228*D) E 012° (D)1.(D)91
Am Seeufer des Tiefwarensees befindet sich ein Gedenkstein mit folgender Inschrift: "Zur Erinnerung an die Warner Synagoge"
E= Welches Symbol befindet sich auf dem Stein?
a) 4 - Davidstern (sechseckiger Stern)
b) 8 - Menorah (siebenarmiger Leuchter)
c) 2 - hebräische Schriftzeichen
6. Station N 53° 30.(E)(E-4)9 E 012° (E*5).7(E+80)
In der Kietzstraße befindet sich ein gedenkstein für die ermordeten Häftlinge des KZ Retzow-Waren. Im August 1950 wurde hier die Urnen der umgekommenen Menschen beigesetzt. Es handelte sich hier um Häftlinge aus vielen verschiedenen Ländern Europas und es waren überwiegend jüdische Frauen.
F= Die Quersummer der Anzahl der beigesetzten Urnen!
7. Station N 53° 30.(F)5(F) E 012° 41. (F*20)
Leo und Frieda Rosenrausch lebten bis zu seinem Tode in der Langen Straße. 1930 zog sie mit ihrem Sohn Heinrich nach Stuttgart. Die beiden wurden nach Riga deportiert. Heinrich wurde 1945 von den Amerikanern befreit. Frieda überlebte das KZ nicht.
G= Wie viele Fußwegplatten berühen den Stolperstein?
8. Station N 53° 30.(G*4)9(16/G) E 012° 41. (G+1)15
Hier befinden sich 2 Stolpersteine. Gertrud Westphal war eine gebürtige Warnerin. 1940 wurde sie in Plötzensee hingerichtet. Der Grund war Fahrlässigkeit. Der zweite Stolperstein ist für den Steinschläger Franz Liemand. 1939 verweigerte er den Kriegsdienst aus Religiösen Gründen. er war Anhänger der Zeugen Jehovas. Er wurde zum Tode verurteilt wegen Wehrkraftzersetzung und ins KZ Sachsenhausen gebracht und dort ermordet.
H= Wie viele Steine liegen zwischen den beiden Stolpersteinen?
9. Station N 53° (H*15).(10-H)56 E 012° 41. 3(H)7
Jetzt kommt ihr auf den Neuen Markt. die jüdische Kaufmannsfamilie Löwenberg, Vater Max (*1891), seine Frau Margarete (*1896) und die drei Kinder Gerda (*1922), Karl Otto (*1925) und Ruth (*1927) lebten hier. Am 10.November 1938 wurde n die beiden geschäfte durch Mitglieder der SA zerstört und der Vater wurde verhaftet. Tochter Gerda gelang am 30.November 1938 die Flucht nach Amerika. Im Februar 1939 wurde Max aus der Haft entlassen und er wollte mit seiner Familie auch nach Amerika flüchten. Am 08.November 1941 wurden sie jedoch in Hamburg geschnappt und nach Minsk deportiert. Dort sind die vier umgekommen.
I= Die Quersummer der Anzahl der Steine, die die Stolpersteine umrahmen!
10. Station N 53° 30.(435*I) E 012° 41.(740/I)
In diesem Haus lebte und arbeitete die Familie Leopold. Der Vater Josef Arnold, seine Frau Caroline und die Kinder Alfred, Ilse und Heinrich. 1938 verkauften sie ihren Laden und wurden nach Berlin zwangsumgesiedelt. Heinrich lernte dort seine Frau Ruth kennen. Ilse und Alfred konnten fliehen. Jedoch musste Ilse ihren Sohn Claus Horwitz (*1934, das letzte jüdische Kind, welches in Waren geboren wurde) bei ihren Eltern zurücklassen. Arnold und Caroline wurden 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert. Die beiden überlebten den Terror des Nationalsozialismus, jedoch starb er 1945 nach der Befreiung, seine Frau wanderte nach Amerika aus. Claus wurde mit seinen Großeltern nach Theresienstadt deportiert. Von dort aus wurde er wohl sehr schnell nach Auschwitz gebracht und erordert. Heinrich, Ruth und die zwei Monate alte Tochter Judis wurden am 26.Februar 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
J= Wie viele Stolpersteine befinden sich hier?
11. Station N 53° (90/J). 5(1+J)8 E 012° 41.(1+J)9(3-J)
edmund Ringert wurde 1898 in Bromberg geboren. 1938 kam er wegen seiner homosexuellen Ausrichtung mit dem Gesetz in Konflik und musste ins Gefängnis. 1939 wurde er zum Arbeitseinsatz nach Waren geschickt. 1940 wurde Edmund erneut verhaftet und ein Jahr später wurde er in das KZ Neuengamme gebracht. 1942 wurde er dort ermordet.
K= In der Nähe des Steines steht ein Schild an einer Wand. "Hier geht's zum ..." gesucht ist die Anzahl der Buchstaben des fehlenden Wortes!
12. Station N 53° 30.(4823/K) E 012° 41.(K)52
Paul rachow war Stadtverordneter und KPD-Funktionär. 1935 wurde er zum 2. Mal verhaftet und zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. Im rahmen der "Aktion Gewitter" am 22.August 1944 wurde er in das KZ Neuengamme gebracht. 1945 ist er bei der Bombardierung der "Cap Arcona" in der Lübecker Bucht ums Leben gekommen.
L= In welcher Hausnummer lebte er?
In der näheren Umgebung befindet sich der ehemalige jüdische Friedhof. Nachdem der Friedhof 1938 geschändet und zerstört wurde, wurden alle Grabsteine entfernt. 1961 hat man ihn zu einer Gedenkstätte umgestaltet. Am Eingang befindet sich eine Tafel.
Final
Die Finalkoordinaten lassen sich nun wie folgt berechnen:
N 53° ( K - D ) 0. ( B - G ) ( A - L )
E 012° ( H + I ) 1. ( E ) 0 ( F )
Die Informationen stammen vom Infoblatt: Stolpersteine in Waren (Müritz)
In der Dose liegen ein Stift, ein Logbuch und eine Erstfinderurkunde.
Es müssen keine Grundstücke betreten werden!
Kurzlogs (Logs mit Zwei und weniger Sätzen) werden ab heute (24.07.2017) direkt von mir gelöscht. Man gibt sich Mühe, pflegt die Dosen und zeigt interessante und besondere Orte, daher finde ich es Schade nur ein Dfdc oder Tftc zu lesen.