Leider konnte der Cache nicht direkt an dem Gelände platziert werden, weil es zu wenige Möglichkeiten gab und beim Suchen die dortigen Mitarbeiter skeptisch werden könnten. Bitte beim Suchen mit dem Auto nicht die Zufahrt zur Anlage versperren, bitte zur Seite fahren oder in etwa 150 Meter den Besucherparkplatz der Anlage nutzen, hier ist auch eine Hinweistafel für Interessierte, wie die Anlage funktioniert.
BIOGASANLAGE
Das Biokraftwerk (Biogaswerk) in Groß-Gerau / Wallerstädten wurde nach 7 Monaten Bauzeit im Juli 2008 in Betrieb genommen. Kosten rund 3 Mio. Euro.
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Energie gewinnen mit Biogas
Nachwachsende Rohstoffe werden feucht gelagert. Zugegebene Bakterienkulturen zersetzen die abbaubaren Moleküle (Proteine, Fette, Kohlenhydrate) der Pflanzen im Fermenter und Nachgärer. Biogas, auch Sumpfgas und Faulgas genannt, entsteht.
Man spricht von einer "Vergärung auf Basis der biologischen Kofermentation unter Sauerstoffausschluss".
Diese Prozesse laufen in gasdichten Behältern ab, auch das vergorene Material wird in einem Gärrestbehälter zwischengelagert.
Das Biogas wird in Blockheizkraftwerken (BHK) in elektrische- und Wärmeenergie umgewandelt
In Groß-Gerau / Wallerstädten wird die bei dem Prozess entstehende Wärme zum Teil für den Eigenbedarf, zum größeren Teil jedoch für die Kräutertrocknung einer benachbarten landwirtschaftlichen Erzeugergemeinschaft eingesetzt.
Biogas
Abhängig von der Art und Zusammensetzung der verwendeten Rohstoffe variiert der Anteil des Methangases als hochwertiger Energieträger zwischen 40 und 75 Prozent.
Weitere Stoffe:
Kohlendioxid 25-55 %
Wasserdampf 0-10 %
Stickstoff 0-5 %
Sauerstoff 0-2 %
Wasserstoff 0-1 %
Ammoniak 0-1 %
Schwefelwasserstoff 0-1 %
Rohstoffe
In Groß-Gerau / Wallerstädten werden nachwachsende Rohstoffe (Mais, Grünroggen, Zuckerhirse und Zuckerrüben, einschließlich der Rübenblätter.
Umweltvorteile
Die Biogastechnologie trägt wesentlich zur Verminderung treibhauswirksamer Emissionen bei. Freigesetzt wird an CO2 nur die Menge, die bereits vorher durch die Pflanzen gebunden wurde.
Das Biogas ist stets verfügbar und damit grundlastfähig. Es liefert auch dann Strom, wenn andere erneuerbare Energiequellen (Wind oder Solarstrom) dies nicht können.
Die Anlage entspricht dem Grundgedanken der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), nach dem die eingesetzte Energie am besten gleichzeitig in elektrische Energie und Nutzwärme umgewandelt werden kann.
Restmengen
Die Fermentationsrückstände bei der Biogaserzeugung sind geruchsfrei und werden als Pflanzendünger vollständig von den liefernden Landwirten auf ihren Feldern ausgebracht.
Ausgewählte Daten:
Elektr. Leistung
1086 kW
Wärmeleistung
1090kW
Stromerzeugung
ca. 8,3 Mio. kWh/Jahr
Mittlerweile gab es noch Erweiterungen, wodurch die Leistungen in der Stromerzeugung weiter erhöht haben.