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Das alte Bw Neuenhaus [LP] Traditional Cache

This cache has been archived.

Kanne und Siki: Leider wurde der Cache bis heute nicht wieder aktiviert oder kein konkretes Aktivierungsdatum angegeben. Deshalb erfolgte heute die endgültige Archivierung dieses Caches.

Wenn du an dieser Stelle wieder einen Cache platzieren möchtest, kannst du selbstverständlich gern ein neues Listing zum Review einreichen.

Gruß,
Sanne

Kanne und Siki
(Official Geocaching.com Volunteer Reviewer)

Die Info-Seiten der deutschsprachigen Reviewer: http://www.gc-reviewer.de

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Hidden : 9/16/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Dieser Cache führt euch zum ehemaligen Bahnhof Neuenhaus, mit Blick auf das ehemalige Gelände des Bahnbetriebswerkes


DIE GLEISE MÜSSEN ZU KEINEM ZEITPUNKT BETRETEN WERDEN!


Diesen Cache widme ich dem ehemaligen Bahnbetriebswerk (Bw) Neuenhaus.

Die Geschichte des Bahnbetriebswerks Neuenhaus



Im Jahr 1896 nahm die Bentheimer Kreisbahn (ab 1925 Bentheimer Eisenbahn) ihren Betrieb auf. Die damalige Strecke betrug ca. 28 km, von Bentheim bis zu ihrem damaligen Endpunkt Neuenhaus.

Hier wurde ein Lokschuppen mit zwei Ständen und eine Werkstatt errichtet, um die Lokomotiven und zahlreichen Wagen zu warten und zu reparieren.

Als 1914 der erste Weltkrieg ausgebrochen war, sind dringend nötige Investitionen erst einmal ausgeblieben, und dass obwohl das Verkehrsaufkommen durch die Weiterführung der Strecke von Bentheim nach Gronau und Neuenhaus bis Coevorden eine erhebliche Ausweitung des Fahrzeugparks zur Folge hatten.

Aus betrieblicher Sicht wäre eine Verlagerung der Werkstatt von Neuenhaus nach Bentheim sinnvoll gewesen, aus Kostengründen entschied man sich allerdings für den Standort Neuenhaus. Aus diesem Grund entstand 1923 hier ein nach modernsten Gesichtspunkten geplantes und für Privatbahnverhältnisse großes Bahnbetriebswerk.

Es wurde eine Lokomotivwerkstatt mit zwei Ständen und eine Wagenwerkstatt mit einem Stand gebaut. Daran angeschlossen wurde ein Magazingebäude mit Büro- und Sozialräumen und einer Wohnung.

Die Lokomotiven konnten in einem sechsständigen Ringlokschuppen untergestellt werden, zu befahren über eine 16m Drehscheibe.



Blick auf das Bw zu Dampflokzeiten

Die nötigen Umbauarbeiten wurden im Jahre 1927 mit dem Bau eines Stellwerkes in der Mitte des Bahnhofs abgeschlossen. Bereits 1958 verlor das Stellwerk aber seine Funktion, da es in das neu gebaute Empfangsgebäude des Bahnhofes integriert wurde. 1996 wurde auch dieses Stellwerk stillgelegt. Die Hebelbank ist heute noch vorhanden, bei nötigen Rangierarbeiten werden die Weichen durch den Rangierer manuell gestellt.



Das alte Stellwerk von 1927

Im Jahe 1956 wurde die 16m Drehscheibe durch eine 15m Drehscheibe ersetzt. Diese wurde um im Sommer 2014 vom Verein "GrafMEC" demontiert und nach Nordhorn gebracht. Ziel ist eine Aufarbeitung und wiedernutzung an einer noch zu bauenden neuen Unterkunft in Nordhorn.

Die Drehscheibe im Winter 2013


Die Drehscheibe nach ihrem Transport nach Nordhorn.

1960 wurde der Ringlockschuppen um einen siebten Stand erweitert.

Da ab den 1970er Jahren das Verkehrsaufkommen zurückging, waren umfangreiche Rationalisierungsmaßnahmen nötig. Daher wurden auch einige Gebäude abgerissen, z.B. das Stellwerk, Teile der Tischlerei, ein Ölkeller, welcher sich zwischen dem Ringlokschuppen und der Wagenwerkstatt befand, der Wasserturm hinter dem Ringlokschuppen und zum Schluss das große Sozialgebäude.
Als 1997 in Nordhorn der neu gebaute Betriebshof der Bentheimer Eisenbahn fertig gestellt wurde und seinen Dienst aufnahm, wurde die gesamte Werkstatt hierher verlagert.

Nach langen Verhandlungen konnten die noch erhaltenden Gebäude vom Verein "GrafMEC" übernommen werden. Es entstand ein Eisenbahnmuseum und für die Vereinsmitglieder die Möglichkeit, die eigenen Wagen und Lokomotiven gegen Witterung und Vandalismus geschützt, abzustellen. Ebenfalls konnten hier Wartungs- und Reparaturarbeiten selber durchgeführt werden.

Im Sommer 2014 sind die historischen Gebäude dann aber alle dem Abrissbagger zum Opfer gefallen. Damit ist auch ein Stück (Grafschafter) Eisenbahgeschichte zu Ende gegangen.


Hier stand der Ringlokschuppen. Da, wo die Container stehen, befand sich die Lackierei. Im Hintergrund ist noch die Werkstatt zu sehen. Auch sie steht mittlerweile nicht mehr.


vgl. Quelle: GrafMEC [Stand: 17. September 2014]
Bilder: © Graf MEC - Archiv und T. Wehmeyer

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