Dieser EarthCache führt euch ins Zentrum von Bad Oeynhausen zur tiefsten artesischen Solequelle der Welt.
Der Besuch ist zu jeder Jahreszeit möglich. Um Ressourcen zu schonen und um mit dem kostbaren Solewasser sparsam zu haushalten, ist der Sprudel allerdings nur in der Zeit von Ostern bis zum 15.10. zu jeder vollen Stunde für 5 Minuten zu sehen (von 9:00 - 20:00 Uhr)

Sole
Sole ist ein Sonderfall des Mineralwassers. Nach den balneologischen (Baloneologie = Lehre von der therapeutischen Anwendung und Heilwirkung des Wassers, von Schlamm, Moor u. a.) Begriffsbestimmungen enthält Sole mindestens
5,5 g/Liter Natrium und 8,5 g/Liter Chlorid, also 14 g/Liter Natriumchlorid (Kochsalz),
oder, in Prozent ausgedrückt werden Kochsalz-Lösungen mit einem Salzgehalt von 1,5 bis 6 % als Sole bezeichnet.
Schon im Mittelalter bildeten die Solequellen des Weser- und Osnabrücker Berglandes die Grundlage der örtlichen Salzgewinnung.
Salz war als Würz- und Konservierungsmittel eine begehrte Handelsware.
Die Sole entsteht durch Ablaugung von Steinsalz im tieferen Untergrund.
Die Solelieferanten sind in Bad Oeynhausen die Steinsalzablagerungen des Zechsteins.
Steinsalz tritt im Untergrund des Weser- und Osnabrücker Berglandes im Zechstein (in der Werra-Folge bis ca. 200 Meter mächtig, in der Leine-Folge bis ca. 130 Meter mächtig), im Oberen Buntsandstein (bis 150 Meter mächtig) und im Münder-Mergel (100 bis 160 Meter mächtig) auf.

Insbesondere die Steinsalze des Zechsteins werden in Sattel-, Horst- und Störungsstrukturen seit dem Paläogen ausgelaugt. Hierdurch wurden tief gelegene Grundwasserspeicher mit konzentrierter Sole gefüllt.

Historisch wurde diese Sole an verschiedenen Stellen für die Salzgewinnung genutzt.
Heutzutage konzentriert sich die Nutzung der Sole in zahlreichen Heilbädern auf balneologische Zwecke. In Bad Salzuflen und Bad Oeynhausen werden zusammen rund 2 Mio. m3 Sole im Jahr mit durchschnittlich 2,5 – 7 % NaCl-Gehalt gefördert, entsprechend einer Entnahme von über 100.000 Tonnen Steinsalz pro Jahr aus dem Zechstein-Salinar.
Artesische Quelle
Eine artesische Quelle ist ein natürlicher Austritt aus einem artesischen (gespannten) Grundwasserleiter. Zu einer solchen Erscheinung kommt es, wenn Grundwasser in einer Senke zwischen zwei Grundwassernichtleitern eingestaut wird. Wenn das Druckniveau des Grundwassers größer als der Abstand zur Erdoberfläche wird, kann es als artesische Quelle zutage treten.

Artesische Quellen treten u. a. als Verwerfungsquellen auf.
Seen und andere Stillgewässer, die aus artesischen Quellen gespeist sind, sind Formen der Druckwasserseen. Künstlich angebohrte artesische Grundwasserlagen bezeichnet man als Artesischer Brunnen. Geysire sind keine artesischen Quellen, da hier der Druck nicht durch stehendes Wasser, sondern durch die Volumenänderung beim Erhitzen des Grundwassers entsteht (hydrothermales Druckwasser).
Um diesen EarthCache zu loggen beantwortet bitte folgende Fragen:
- Versucht herauszufinden ob es sich hier um eine Quelle oder einen Brunnen handelt und erklärt warum ihr zu diesem Ergebnis gekommen seid.
- Welches Erdzeitalter und welches Material ist für die Bildung der Sole verantwortlich?
- Was denkt ihr wie hoch die Salzkonzentration des Jordan-Sprudel ist?
- Wie hoch war die Schüttung URSPRÜNGLICH ? - Diese Antwort findet ihr NUR auf einer speziellen Infotafel vor Ort, die Werte aus dem Internet sind nicht die ursprünglichen !!!!!
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Quellen:
Infotafeln vor Ort
Geologischer Dienst NRW
Wikipedia