Skip to content

Geologischer Lehrpfad Kirnberg; Keuper EarthCache

Hidden : 9/18/2014
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

Dieser Earthcache wird euch die Schichtfolge des Keupers bei Tübingen näher bringen. Auf dem 2,5km langen Weg habe ich 3 Stunden gebraucht (Geologie-Maxi-Paket). Es ist sicherlich auch in der Hälfte der Zeit gut machbar.


Geographische Einordnung:
Das Grundgebirge des Schwarzwaldes ist in der variszischen Orogenes im Karbon-Perm entstanden. Ab dem Perm lagerten sich die heute teilweise sichtbaren/übrig gebliebenen Sedimente auf das Kristallin ab.
Mit der Entstehung des Oberrheingrabens, wurden die Sedimentpakete um wenige Grad in Richtung Südosten verkippt. Dies genügte bereits, um weniger widerstandsfähige Schichten schneller erodieren zu lassen. Das Ergebnis ist das heutige Schichtstufenland, das ihr in folgender Abbildung sehen könnt. (Wir befinden uns im Keuper)

Stratigraphische Einordnung:
Wir befinden uns zu Beginn des Mesozoikums/Erdmittelalters(Trias, Jura, Kreide) in der Trias. Diese wird generell unterteilt in Unter-/Mittel- und Obertrias. Die internationale Zeitskala versucht jedoch alle Schichten anhand von marinen Sedimenten zu bestimmen, und da diese sich in China befinden, sind die Serien nach den chinesischen Orten benannt. Hier kommen wir mit unseren terrestrischen Sedimenten also nicht weiter.
Parallel zur internationalen Einordnung gibt es die Germanische Trias, mit der unsere Profile eingeordnet werden können. Bei den EC Koordinaten könnt ihr diese regionale Gliederungen in Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper mit den Altersangaben sehen.
Testfeldhorizont mit den Schichten vor Ort: (Könnte hilfreich sein)

Paläogeographie:
Stellt euch vor, wir würden 200 Millionen Jahre in der Zeit zurückreisen, um zu sehen wie diese Gesteinsabfolgen entstanden sind. Zu aller erst werdet ihr nach Luft schnappen und sehr schwer atmen. Dies liegt daran, dass der Sauerstoffanteil bei 16% liegt (heute 21%) und auch der Kohlenstoffdioxid-Anteil um das 6-Fache höher ist als heute. Und nein, wir haben keinen Trip nach Afrika gemacht! Es stimmt zwar, dass wir uns etwas näher am Äquator befinden, aber die Temperaturen liegen im Schnitt 3°C über den heutigen. Beim nahe gelegenen Meer der Tethys könnte ihr mit etwas Glück große Reptilien und Amphibien oder auch eines der ersten Dinosaurier treffen. Lasst euch noch etwas Wüstensand durch die Finger rieseln, bevor es zurück in die Gegenwart geht. Genaueres könnt ihr an den Schautafeln sehen.


Earthcache Guide:

S1 Listingkoordinaten:
Hier könnt ihr euch einen Überblick über die Region und den Lehrpfad machen. Vom markierten Bereich in den Erdzeitaltern werden wir ungefähr bei der Hälfte im Stubensandstein aufhören. Wer möchte kann natürlich auch die ganze Runde laufen. (2,5h)

R1 Pegelmessstelle:
Ein kleiner Abstecher in die Hydrogeologie. Hier wird kontinuierlich mit Hilfe eines Divers (Druckmessgerät) der Wasserstand gemessen. (Unter der Metallverkleidung führen Rohre zu den Messgeräten ins Häuschen). Der Querschnitt des Baches ist hier festgelegt und so kann man direkt aus dem Wasserstand/Druck den Durchfluss messen. Bei Regen kann der kleine Bach sehr schnell ansteigen. Dies liegt daran, dass das Regenwasser schnell durch den zerklüfteten Sandstein hindurchfließt und dann direkt auf den Mergel triff, auf dem das Wasser wie auf einer Ebene sehr schnell abfließt und sich anschließend im Bach sammelt.

S2 Rote Wand und Kieselsandstein:
Bevor es richtig los geht, lest auch bitte das linke Schild durch.
Betrachtet nun die Wand; euch sollte aufgefallen sein, dass die Mergel unter dem Sandstein liegen. Schaut auch die Mergel etwas genauer an. Ihr seht hier teils helle und auch dunkelrote Mergel. Warum gibt es hier zwei Farben im gleichen Material?* (Wer hier nicht weiter kommt, woher kommt die rote Farbe des Buntsandsteines? Was passiert mit Metall am Salzwasser?)
Widmen wir uns dem Sandstein darüber. Wenn ihr eine Stück auf dem Boden findet könnt ihr euch den mittelkörnigen Sandstein etwas genauer ansehen. Für die folgenden Fragen sollte es reichen, wenn ihr die Bruchkanten des Sandsteines von unten seht. In welchem Winkel stehen die Klüfte (=Spalten) des Sandsteines aufeinander? Beschreibe den Zusammenhang vom Abstand der Spalten und Dicke der Schichten, wie hängen diese zusammen? In welche Richtung ist der Sandstein gekippt?* (Einfallen) Im Kieselsandstein solltet ihr keine Kieselsteine gefunden haben; denn das Kiesl- bezieht sich auf die quarzreiche (Kieselsäure) Matrix, die die Sandkörner zusammenhält und ihn so widerstandsfähig macht.
Wer jetzt ins schwitzen kam, kann sich nach einer kleinen Pause dem rechten Schild widmen. Hier wird etwas über die Ablagerung des Sandsteines erklärt. In welcher Himmelsrichtung nimmt die Mächtigkeit der bunten Mergel zu? Die Legende verrät dir, auf was du achten musst.

S3 Aufschluss 2:
Wir haben jetzt die unteren bunten Mergel und die darüber liegenden Sandstein gesehen. euch gegenüber sind jetzt wieder Schichten aufgeschlossen. Wie nennt man diese Schichten? (Zur Erinnerung: Was habt ihr an S2 schon alles gesehen?) _ _ _ _ _     _ _ _ _ _     _ _ _ _ _ _; alternativ: Welche Gesteine sind hier aufgeschlossen?

R2 Schachtelhalme:
Schachtelhalme wachsen dort, wo es viel Wasser gibt. Hier kann man die Wirkung dieser Geologie sehen. Das Wasser sickert durch den geklüfteten Sandstein, bis er auf die nahezu wasserundurchlässigen Mergel trifft. Darauf staut sich das Wasser und kann wie hier sehr feuchte Ebenen schaffen.

S4 Aufschluss 3:
Ohne den Bach überqueren zu müssen, seht ihr im Wald Gesteine aus dem Boden ragen. Um welches Gestein handelt es sich hier wieder? Achtet auf dem Weg zu S5 auf weitere ca. 10-20cm dicke Abfolgen, auch im Bachbett lassen sich einige Stufen identifizieren.

S5 Spartakusweg:
Hier seht ihr einen quarzreichen Sandstein mit weißen, verwitterten Feldspäten. Wo befindet ihr euch im Profil, das auf der Schautafel gezeigt wird (Oben/Mitte/Unten)? Geht hierzu im Geiste durch, was ihr bereits gesehen oder nicht gesehen habt und schaut euch den Hang genau an. vergleicht die Sandsteinbänke und deren Dicke mit denen auf der Tafel.

S6 Stubensandstein:
Hier seht ihr einen mittelkörnigen Sandstein mit dünne, feinkörnigen Zwischenlagen. Hier sollte eure Spalthäufigkeit-Dicke Beziehung auch wieder passen. Dies Klüfte hier sind teilweise mit rotem Ton verfüllt (oben links gut zu sehen). Je höher ihr jetzt geht, desto dicker werden die Sandsteinschichten (oberer Stubensandstein). Der Stubensandstein heißt übrigens so, weil man früher etwas vom Sandstein in die Stuben gestreut hatte, um beim Ausfegen alle Schmutzteilchen vom Boden abzulösen. So die letzte Frage für euch:
Versucht in eigenen Worten die Lagerung der Schichten zu beschreiben. Fällt euch bei genauerer Betrachtung etwas auf? Achtet insbesondere auf den Verlauf der Schichtgrenzen.

Sendet die Antworten bitte an adler12-geocaching@gmx.de bzw. über meinen Account. Vergesst bitte euren Namen und den Namen vom Cache nicht. Über Bilder von euch würde ich mich natürlich auch freuen!
Ihr dürft sofort loggen. Ich werde versuchen die Antworten so schnell, wie möglich zu bearbeiten.
Ich hoffe ihr hattet Spaß und lernt das ein oder andere über die Geologie des Keupers. Viele Grüße
Adler 12

02.11. Einige geologischen Begriffe entfernt: Kluft-->Spalte; Bankdicke-->Schichtdicke

Additional Hints (Decrypt)

Nyyr Sentra zvg * fvaq nhpu anpu qrz Orfhpu bqre zvg qrz Yvfgvat iba mh Unhfr nhf ornagjbegone.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)