Im 16. Jahrhundert war der Bedarf an Mühlsteinen europaweit sehr gross. Nachdem in der Grube „Ramisberg“ in Oberramsern keine brauchbaren Steine mehr gegraben werden konnten, erhielt der Müller Andreas Gugger von Mühledorf vom Rat zu Solothurn 1527 den Auftrag, hier in seiner Fluh probeweise zwei bis drei brauchbare Mühlsteine zu brechen. Während einigen Jahren wurden dann im Bockstein Mühlsteine gebrochen. Diese eher weichen Sandsteine eigneten sich jedoch nicht besonders gut als Mahlsteine. Die Grube wurde in der Folge während Jahrhunderten nicht mehr ausgebeutet.
Erst im Jahr 1777 erhielten Bendicht Wyss aus Hessigkofen und Maurermeister Jakob Ziegler das Recht, wiederum Steine zu brechen. Der Sandstein aus der Bocksteingrube war wegen seiner kompakten Struktur sehr begehrt. Von 1847 an wurden diese schönen Steine nur noch als Ofenplatten gehauen. Der Abbau war in den folgenden Jahren sehr erfolgreich; die Arbeit der Grubenarbeiter war sehr anspruchsvoll und anstrengend.
Der letzte Steinhauer, der „Grubendurs“, wohnte mit seiner Frau, dem „Grubenänni“, noch bis zu seinem Tod 1890 in der Grube, wo sie sich notdürftig eingerichtet hatten.