Jedes Jahr gedenkt die Staatsführung der DDR am 15. Januar der Ermordung der Kommunisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. So auch im Jahr 1989.
Doch diesen Tag wollen Bürgerrechtler in Leipzig nutzen, um einem Ausspruch von Rosa Luxemburg Bedeutung zu verleihen: „Freiheit, ist immer die Freiheit der Andersdenken.“ Trotz einer ersten Verhaftungswelle im Vorfeld versammeln sich an diesem Tag über 500 Menschen in der Leipziger Innenstadt. Sie fordern ihr verfassungsmäßiges Recht auf Meinungsfreiheit. Polizei und Stasi lösen die Demonstration gewaltsam auf, mehr als 50 Teilnehmer werden verhaftet. Noch am selben Tag werden in Leipzig erste Fürbittgottesdienste für die Festgenommenen abgehalten.
In seinem „Blick hinter die Kulissen“ schildert ein grundwehrdienstleistender Volkspolizist die Eindrücke seines ersten Einsatzes an diesem Tag. Er berichtet von der Ungewissheit der Polizeikräfte vor dem Einsatz. Er beschreibt die Abriegelung der Straßen und den Umgang mit Passanten. Und er sieht eine junge Frau, die aus Sympathie für die Demonstranten in ihrem Fenster eine Kerze anzündet und Geige spielt.
Koordinaten: N 51.32670 E 12.373A
Schau Dir den Comic genau an.
A: Wie viele Wörter gibt es in dem Comic. Wenn Du die Zahl umdrehst, erhältst Du A.

Die Polizei riegelt die Straße ab und lässt selbst Anwohner nicht zu ihren Wohnungen.
Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Eine junge Frau zündet im Fenster eine Kerze an und spielt Geige.
Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"