Dieser Cache befasst sich mit dem Transport der Großgeräte, die vor über 20 Jahren an unserer schönen Stadt vorbei gefahren sind. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr ein paar Bilder von diesem Tag online stellen könnt. Vielleicht habt ihr euch ja vor den Geräten fotografieren lassen. So wie ich, als 8-jähriger Stift -> Privater Kurzfilm
Braunkohle ist in Deutschland der wichtigste einheimische Energieträger. Ihre Bedeutung liegt vor allem darin, dass ohne Subventionen eine langfristig sichere und preisgünstige Energieversorgung gewährleistet werden kann. Auf der Grundlage ausreichender Braunkohlevorräte, moderner Veredlungsanlagen und des bereits begonnenen Neubaues von Wärmekraftwerken mit hohen Umweltstandard hat der Industriestandort Lausitz eine Perspektive. Die langfristige Weiterführung des Lausitzer Braunkohlenbergbaues ist darüber hinaus die wichtigste Voraussetzung, um den notwendigen Strukturwandel der Region sozial erträglich zu gestalten.
Nach einer Rekordzeit von einer nur einjährigen Vorbereitung für einen Transport derartiger Größenordnung wurden die Geräte planmäßig am 01.12.1993 um 12Uhr bei starkem Frost, Nebel und eisigem Wind durch das Vorstandsmitglied der Lausitzer Braunkohle AG, nach Durchschneiden des Startbandes auf die 90-km Reise geschickt. Dieser bisher größte Landtransport von Tagebautechnik in der Geschichte des Braunkohlenbergbaues in der Welt hatte zeitweilig eine Konvoilänge von 1100m und 22676t "auf die Waage". Größtes Gerät im Verband war der Schaufelradbagger SRs 6300 mit einem Gewicht von 6425t, einer Höhe von 64m, 140m Länge und 50m Breite. Er bewegte sich auf 12 angetriebenen Raupen mit einer Fahrwerkleistung von 12x150kW, d.h. 2448PS. Die Fahrgeschwindigkeit betrug 6m/min. und wurde durch die Bandantriebsstationen begrenzt. Bei der Planung des Transportes wurde eine Fahrstrecke von Durchschnittlich 800m pro Schicht veranschlagt.

Bedingt durch das schöne Wetter und die unmittelbare Nähe der Stadt herrschte ein überaus starker Besucherdrang. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag begann nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten nach der Sperrung der B97 der eigentliche Verbau. Der Konvoi setzte sich um 02:20Uhr in Bewegung. Selbst zu dieser nächtlichen Stunde fanden sich bei empfindlicher Nachtkühle noch viele Schaulustige ein, die die Querung der B97 verfolgten. Gegen 05:00Uhr hatten alle Geräte die Straße überquert. Nach dem Rückbau der Schutzmaßnahmen und dem Abspritzen durch die werkseigene Feuerwehr wurde die Straße kurz nach 09:00Uhr unversehrt wieder für den Verkehr freigegeben.
Hier jetzt noch ein paar Fakten zum Konvoi und zum Drumherum:


