„Gloria in desertis deo 1790“
„Ehre sei Gott in der Einöde 1790“ auf Latein, mit dieser Lobpreisung überm Portal empfängt die Gnarrenburger Kirche ihre Besucher. Inmitten vieler alter Bäume steht die von Jürgen Christian Findorff entworfenen Basilika recht mittig im Hauptort der Kirchengemeinde Gnarrenburg. 1784 war Grundsteinlegung und 1790 wurde die größte Kirche der Umgebung (noch ohne Turm) eingeweiht. Sie sollte ursprünglich neben den Mitgliedern des Ortes Gnarrenburg und den Moorkolonien auch die Kirchengänger des Nachbarortes Kuhstedt aufnehmen. Die Gnarrenburger Kirche, auch als „Paulus‘ Kirche“ oder „Findorff Kirche“ bezeichnet, ist sowohl optisch als auch architektonisch interessant, da es sich bei dieser Bauweise um eine sogenannte Querschiffkirche handelt. Dabei werden Turm und Sakristei mittig an der lange Seite des Hauptschiffes gesetzt, so präsentiert sich die Kirche dem Betrachter mit einer hohen, breiten Front. Seinen 40m hohen Turm erhielt das Gebäude erst 80 Jahre später, nachdem der zuvor gebaute Vorbau 1820 aus Baumängeln abgerissen werden musste und dessen Fehlen zu einer Instabilität des Gebäudes führte. Notgedrungen errichteten die Einwohner zwei Strebepfeiler an der einsturzgefährdeten Westfront, doch trugen diese negativ zur Ästhetik der Kirche bei. 1866 entschloss man sich somit dem Gotteshaus einen Turm zu schenken, 1868 war Grundsteinlegung und 1870 die Einweihung. Das große Haus wurde früher nicht nur für den Gottesdienst, sondern auch für Versammlungen aller Art genutzt. Die Kirche steht übrigens unter Denkmalschutz.
Wer mehr über die Gnarrenburger Kirche und alles was mit ihr zu tun hat, kann sich auf der Kirchen-Homepage gnarrenburg.kkbz.de informieren oder in Paul Weiers Buch „200 Jahre Kirchengemeinde Gnarrenburg 1790-1990“ viele interessante Fakten zum Thema Kirche, Gnarrenburg und Moor finden.
Nun aber zum Cache. Der Cache findet sich beim rechten Nebeneingang der Kirche, das ist der mit dem kleinen Vorbau beim Kriegerdenkmal. Ihr braucht nicht im Gebüsch zu suchen, sondern müsst auf die andere Seite zum Friedhof hin. Bringt einen Stift mit!
Tipp: Der hochmütige Mensch wird ihn nicht finden, nur der demütige Mann ist auf dem rechten Weg.
Parken kann man auf den Parkstreifen an der Hindenburgstraße vor dem Kirchengelände, auf dem Parkplatz vor und hinter dem Gemeindehaus, beim Rathaus in der Bahnhofstraße oder auf dem Großparkplatz am Kreisel. Somit hat man maximal 600m (hin und zurück gesamt) an Wegstrecke zurück zu legen.
Das Gelände ist auch mit dem Rollstuhl befahrbar, doch sollten Cache-Sucher, die auf eben diesen angewiesen sind, eine zweite Person dabei haben, die den Wirt bergen kann.