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Der Stubensandstein EarthCache

Hidden : 12/9/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Der Stubensandsein

Der Stubensandstein entstand vor 220 – 210 Mio. Jahren und gehört zu den Sedimentgesteinen.

Entstehung

Sandsteine sind Ablagerungs- oder Sedimentgesteine, die aus lockerem Sand, dem Sediment, durch Verfestigung entstanden sind. Unter Sediment versteht man nach Transport abgelagerte Produkte nach chemischer- oder mechanischer Verwitterung.
Transportmittel sind im wesentichen Wasser, Wind und Eis.

Die Entstehung von Sandsteinen ist in verschiedenartigen Ablagerungsräumen möglich. Die Ablagerung von Sanden kann in von Flußläufen durchzogenen Tiefebenen, im Mündungsbereich von Flüssen (Delta-Ebenen) sowie im Meeresbereich in unmittelbarer Nähe der Küste oder auf Untiefen erfolgen. Die Verschiedenartigkeit der genannten Ablagerungsräume mit ihren spezifischen Ablagerungsbedingungen, die in der zeitlichen Abfolge erdgeschichtlicher Vorgänge ihre unverwechselbare Ausprägung erfahren haben, führen zu unterschiedlichen Sandsteinen.

Der Stubensandstein enstand in der Keuperzeit.
Die Gesteine des Unteren Keuper wurden in einem weiten und flachen Becken mit Flussrinnen, Seen und Sümpfen abgelagert, in das das Meer gelegentlich eindrang. In den Landbereichen zwischen den Flüssen und Seen wurden Tone abgelagert.
Der Mittlere Keuper bildete sich anschließend aus von breiten Flüssen angeschwemmten Gesteinen. Der Obere Keuper wiederum entstand am Strand eines Wattenmeeres, das die Schichten des Mittleren Keupers teilweise überflutete.
Die massiven Sandsteine entstanden in Flussrinnen ( Konglomerate! ). In den dazwischenliegenden Überflutungsgebieten kam es auch zu Bodenbildungen in Form von Kalk- und Kieselkrusten.

Während der insgesamt 10 Millionen Jahre dauernden Keuperzeit entstanden so diese drei Einheiten, die insgesamt ungefähr 250 Meter Mächtigkeit aufweisen. Die mittlere Schicht untergliedert sich dabei noch in verschieden harte Gips-, Sandstein- und Mergelschichten. Die Keuperzeit endete mit der Überflutung des ganzen Gebiets durch das Jurameer, wobei sich über den Keuperschichten noch die Schichten des Jura ablagerten. Mit dem Ende der Jurazeit vor etwa 140 Millionen Jahren hob sich das Gelände aus dem zurückweichenden Meer und die Ablagerung hörte auf.

Fossilien

Die Sandsteine enthalten Pflanzenreste, Fossilien von Landwirbeltieren und Fischen sowie Süßwassermuscheln ( Unioniden ). Auf den Schichtflächen wurden Fährten und andere Ichnotaxa gefunden. In den Dolomitbänken kam eine individuenreiche Muschel-, Schnecken- und Muschelkrebs-Fauna zum Vorschein.

Geomorphologie

Der relativ weiche Sandstein der gut Wasser aufnehmen kann und unter härteren Keuperschichten gut herauslösbar ist, trug als Stufenbildner stark zur Formung der Landschaft bei.


 

        


Harte Sandsteinbänke
Durch die Klüftung des Gesteins kann Niederschlagswasser schnell versickern. Die Körner des Sandsteins sind dabei so fest miteinander verbunden, daß nur wenig Material abgetragen werden kann.


Weiche Sandsteinschichten
(typischer Stubensandstein!)
Das Wasser versickert rasch durch das poröse Gestein. Da der Gesteinsverband sehr locker ist, wird mehr Material als bei den harten Bänken abgetragen.


Konglomerate
(durch Feinmaterial zementierte Flussgerölle)
Ihre Abtragung erfolgt langsam. Es lösen sich jeweils einzelne Kiesel oder größere Gesteinsbruchstücke aus dem Verband.


Tonsteine und Mergel
Sickerwässer können diese dichten, aus sehr feinem Material gebildeten Schichten nur langsam durchdringen. Dadurch wird viel Material abgetragen und es entstehen sogenannte Verwitterungshohlkehlen.

Das durch die harten Schichten versickerte Wasser staut sich an den weichen Schichten der Hangbildner auf Grund deren geringeren Poren- bzw. Zwickelgrößen. Dort tritt es in Form von Quellhorizonten aus dem Gestein aus, wobei es die darüberliegenden Schichten unterhöhlt und diese in der Folge nachbrechen und aus ihrem Schutt einen Hang aufbauen.

 


 

Vor allem die Stuttgarter Klingen tief in den Keuper eingeschnittene Schluchten sind durch die Stubensandsteingeschichte geprägt worden.

Gesteinseigenschaften.

Der Stubensandstein bezeichnet eine bis zu 100 Meter mächtige Gesteinsform im Keuper. 
größtenteils besteht diese Schicht aus Sandstein aber auch Tone und Mergel ( kalkhaltige Tonsteine )
mittel- bis grobkönig.

Farbe: gelblich – weiß mit durch Hämatit ( alpha- Fe2O3 ) gefärbten roten Flecken und schlieren.

Bindemittel

Festigkeit

Sandsteintyp

Ton

Sehr weich

mürbe

Karbonat

weich

mürbe

Kieselsäure

hart

hart

 

Besonderheiten

Wenn der Stubensandstein verwittert, wird er mürbe und kann teilweise als Sand abgetragen werden. Dieser grobe Sand wurde im Württemberg zum Scheuern der Holzböden in der „ Stube“ verwendet. So kam der Stubensandstein zu seinem Namen.

Verwendung

Wie die meisten Sandsteine wird der Stubensandstein überwiegend als Naturstein für Steinmetz- und Bildhauerarbeiten verwendet.

Die weicheren und hellen Sandsteine werden heute zur Herstellung von „ Kalksandstein“ Blöcken, also industriell geformten Mauersteinen, verarbeitet und sind im Hausbau sehr beliebt. 
Der durch Verwitterung gelockerte Quarzsand wird heute vor allem von der Putzindustrie für Kabel-, Maurer- und Sportplatzsand verwendet.

Logbedingung:

Wenn du den Stubensandsein vor Ort betrachtest und vorsichtig mit der Hand darüber streichst, beobachte den Stubensandstein. Schließe aus seinem Verhalten auf:

  • Seine Kongröße ?

  • Seine Härt ?

  • Sein Bindemittel ?

  • Um welchen Sandsteintyp Handelt es sich?

Schreibe Deine Antwort an unsere Nicknameadresse, loggen könnt Ihr sofort, wenn etwas nicht stimmt melden wir uns.

 

               

Quellen:

Wikipedia
geographie.uni-Stuttgart
Geokoffer

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