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Luegiboden - grosse Gesteinsblöcke EarthCache

Hidden : 12/20/2014
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Luegiboden - grosse Gesteinsblöcke


Am Luegiboden - einer wunderbaren Hochmoorebene oberhalb von Habkern, befinden sich mehrere riesige Felsblöcke. Der bekannteste ist der Luegiboden-Block. Es handelt sich hier um den grössten Findling der Schweiz. Allerdings wirst du nach der Beantwortung der Fragen zu diesem Earth-Cache so deine Zweifel an dieser Aussage haben....!

350 Meter südwestlich befindet sich ein weiterer, deutlich kleinerer Findling.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie "exotisches" Gestein auf natürliche Art und Weise in eine bestimmte Gegend gelangt ist. Hier möchte ich euch anhand von zwei Steinen zwei verschiedene Arten vorstellen. Die eine Möglichkeit ist der Transport der Steine durch Gletscher. Diese Steine werden dann Findlinge genannt. Die andere Möglichkeit ist der Transport in Urzeiten bei der Verschiebung der Kontinentalen Erdplatten. Und genau eine solche Verschiebung findet sich bei einem der beiden Felsblöcke.

Alpenfaltung
Die Alpenfaltung steht in direktem Zusammenhang mit der Kontinentaldrift. Was genau ist unter Kontinentaldrift zu verstehen?

Die Kontinente der Erde befanden sich nicht dort und besaßen nicht das Aussehen, das sie heute haben. Diese Bewegung der Erdplatten sorgt dafür, dass die Kontinente immer weiter auseinanderdriften. Wissenschaftlich erforscht wurde die Kontinentaldrift vor allem durch die Arbeit von Alfred Wegener. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass die Kontinente wie riesige Schollen auf dem flüssigen Gestein des Erdmantels liegen und sich deshalb ganz langsam bewegen können, bewegt durch in die Kontinentalspalten eindringendes Magma aus dem Erdinnern. Vor ca. 200 Millionen Jahren bildeten alle Kontinente eine einzige Landmasse. Sie hatte den Namen Pangäa. Gegen Ende des Jura vor 150 Millionen Jahren gab es dann zwei Landmassen mit den Namen Laurasia und Gondwana. In dem Wort Laurasia versteckt sich schon das Wort Asien. In der Kreidezeit dann, vor rund 80 Millionen Jahren zerfielen die Kontinente in weitere einzelne Landmassen, die der Form der heutigen Kontinenten schon sehr ähnelten. (Quelle:dinosaurier-info.de)

Findlinge
Ein Findling, auch erratischer Block oder Erratiker genannt, ist ein heute meist einzeln liegender sehr großer Stein, der etwa während der Eiszeiten durch Gletscher transportiert und in seine heutige Lage abgelegt wurde. Auch heutige Gletscher transportieren solche Findlinge und lassen sie, wenn sie sich zurückziehen, zurück. Die Grenze zwischen Findlingen und den kleineren Geschieben zieht man bei einem Volumen von einem Kubikmeter. (Quelle : Wikipedia )

Habkern-Granit
Der Habkerngranit ist ein exotischer Granit, nicht nur weil er als Oberländer im Tal der Emme anzutreffen ist, sondern weil er im ganzen Alpenland nicht als zusammenhängender Fels zu finden ist und war. Die Brocken sind auch keine Findlinge, die ein Gletscher hier zurück gelassen hat. Der Habkerngranit kam in einer sehr frühen Phase der Alpenbildung, nur sehr kurz, in diese Gegend. So nach dem Motto: Er kam, sah und tauchte ab. Es stürzten damals einige grössere Teile in das Ur-Meer und blieben im Schlamm liegend erhalten. Mit der fortschreitenden Alpenbildung kamen diese Steine in der Flysch-Mulde zwischen Habkern und Kemmeriboden wieder zum Vorschein. Vereinzelte Habkerngranite gibt es auch im Gurnigelgebiet.

Der bekannteste und zugleich der grösste Block, mit ca. 13'000 Kubikmetern, ist der Luegibodenblock im Lombachtal bei Habkern. Er hätte 1840 zu Quadern für die Nydeggbrücke verarbeitet werden sollen, doch die damalige Baukommission empfand die Farbe als zu aufdringlich und so wurde der Block verschont.

Der sehr dekorative Habkerngranit, mit seinen weissen und lachsroten Feldspäten (Orthoklas) und den gelb bis grünlich fettglänzenden Quarzen sowie den schwarzen Biotiten oder auch Dunkelglimmer genannt, wurde zu einem begehrten Zierstein.

Als Geschenk der Schweiz wurde 1852 Habkerngranit nach Washington, an den Bau des Washington-Monumentes geschickt. Mehrere 100'000 Jahre früher wurde ein Block dieses Granits in den Kanton Aargau, genauer auf den Rastplatz Jägerhüsli auf der Ebni bei Schöftland transportiert. Als Transportmittel wurde ein Gletscher eingesetzt, welcher Gletscher und auf welchem Weg er transportiert wurde, ist nicht genau bekannt. Um den Abbau und damit die Zerstörung des Luegibodensteins zu verhindern, kaufte ein Privater im Jahre1868 dieses Naturdenkmal dem Grundeigentümer für Fr.980.-- ab und schenkte es dem Naturhistorischen Museum Bern. Der Luegibodenstein steht seit diesem Datum unter Naturschutz.
(Quelle : Napfkiesel.ch )

Der Luegiboden-Block besteht aus solchem Habkern-Granit. Er wurde eben NICHT von Gletschern hierher transportiert. Und genau deshalb stimmt strengenommen sowohl die Bezeichnung auf der Landeskarte "Err. Bl" (Erratischer Block ) als auch der Wegweiser mit "grösster Findling" nicht!

Bei diesem Earth-Cache hier werden zwei Steine besucht.

Earth-Cache

Zum Loggen dieses Earthcaches beantworte bitte folgende Fragen:

Begib dich zu den Listingkoordinaten. Schau dir den "Goldstein" genau an und mach dir folgende Gedanken:
  • Was denkst, du, wie und wann kam dieser Stein hierher ?
  • Sind Spuren dieses Transportes vorhanden und wenn ja, wie sehen sie aus?
  • Der Goldstein ist gespalten. Was glaubst du, ist dieser Spalt während dem Transport entstanden - oder später? Begründe deine Antwort.
Nun spazierst du 350 Meter dem Fahrweg entlang zu Station 1, dem Luegiboden-Block. Dieser riesige Felsblock gilt - irrtümlicherweise (siehe Erklärungen oben) als der grösste Findling der Schweiz! Er hat ein Volumen von mindestens 5000 Kubik - wobei wohl noch deutlich mehr als der sichtbare Teil im Boden der Moränenterrasse steckt!

Auch beim Luegiboden-Block gibt es Fragen zu beantworten. Wie du nun weisst, wurde dieser Stein durch die Kontinentale Plattenverschiebung hierher gebracht.

  • Findest du beim Luegiboden-Block Spuren eines Gletschertransportes?
  • Schau dir die Umgebung (ca. 20 Meter) auf der Fahrwegseite des Steines an. Findest du noch weitere Steinblöcke aus Habkern-Granit? Falls ja: Was glaubst du, sind diese Steine vom grossen Block abgespalten oder wurden diese während der Alpenfaltung separat transportiert?
Nun wirst du merken: zwei Steine, die anders sind als der Rest des Gesteins hier... nahe beieinander, und doch sind beide total verschieden! Deshalb noch die Schlussfrage:
  • Handelt es sich bei beiden Steinen um Findlinge? Wenn nein, welches ist ein Findling und welches nicht?
Mache - wenn du möchtest (dies ist OPTIONAL) - ein Foto von dir oder deinem GPS bei einem der beiden Felsblöcke.

Sende die Antworten per Mail an meinen Mail-Account hier bei geocaching.com! Den Logeintrag darfst du sofort vornehmen, ich melde mich, wenn etwas nicht stimmen sollte.

Ich wünsche dir viel Vergnügen auf dem Luegiboden!

Eltitas

Additional Hints (No hints available.)