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Mittelrheintal - Poesie von Stein und Wasser EarthCache

Hidden : 1/13/2015
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:



Es begann vor ca. 380 Millionen Jahren im Devon. Ein flaches Meer bedeckte dieses ganze Gebiet. Flüsse transportierten Sande und Tone in dieses wattartige Meeresbecken mit wieten Uferbereichen. Küstennah wurden grobkörnige Sande abgelagert, uferfern setzten sich auf dem Meeresboden feinkörnige Tone ab. Die zuvor abgelagerten Sedimente werden im Laufe der Zeit umgewandelt: Aus Sanden wurde harter, widerstandsfähiger Taunusquarzit, der heute die Höhenzüge des Rheinischen Schiefergebirges aufgebaut u.a. der Salzkopf, Franzosenkopf. Die Färbung hängt meist von eisenhaltigen Mineralien ab, die im Sandstein enthalten sein können. Aus Tonschlamm wurde weicherer Hunsrückschiefer.

Vor 350 – 300 Millionen Jahren, im Karbon, führten gegeneinander gerichtete Bewegungen in der Erdkruste zur Auffaltung des ehemaligen Meeresbodens. Die Schichtung der einzelnen Falten wurde häufig zerrissen und auf andere Falten geschoben. So kommt es, dass die Gesteine äußerst unregelmäßig verteilt sind. Schließlich wurden sie durch den anhaltenden Druck zu einem mächtigen Gebirge emporgehoben.

Über die folgenden Jahrmillionen, beginnend im Perm, ist aus den einst mächtigen Gebirge eine flachwellige Hügellandschaft geworden. Flüsse und Bäche nahmen die verwitterten Gesteine in die Senke des heutigen Nahegebietes mit.

Östlich des flachwelligen Hügellandes drang vor 30 Millionen Jahren, im Tertiär, das Meer ein. Jägerhaus und Gerhardshof lagen an der ehemaligen Meeresküste des Mainzer Beckens. Ganz Rheinhessen war zweimal vom Meer bedeckt, wie die entstehenden Rupeltone und Schleichsande, Kalk- und Mergelablagerungen bezeugen.

Vor 15 Millionen Jahren zog sich das Meer endgültig aus unserem Raum zurück. Der Urrhein zog, von aueartigem Wald begleitet, in weiten Schleifen quer durch das flache, von Grassteppe bedeckte, heutige Rheinhessen auf Bingen zu. Die flache Hügellandschaft von Hunsrück und Taunus durchquerte er in einem weiten Tal.

Durch die stärker werdenden Bewegungen in der Erdkruste in den vergangenen 2 Millionen Jahren wurde nordwestlich von Nahe und Rhein das Rheinische Schiefergebirge stark aufgewölbt. Als Folge musste sich der Rhein tief in den aufsteigenden Taunusquarzit eingraben. Hierdurch entstand der imposante Rheindurchbruch, das „Binger Loch“. Das früher von der Schifffahrt gefürchtete Binger Loch ist die Pforte zum engen steilhängigen Mittelrheinkanal.

Vor dem Eiszeitalter durchquerte der Urrhein in einem bis zu fünfzehn Kilometer breiten Tal die damals flache Uferlandschaft des Rheinischen Schiefergebirges. Nur die Höhendes Binger Waldes bzw. des westlichen Taunus überragten als flachwelliges Hügelland die Tiefebene.

Mit dem Beginn der Eiszeiten änderte sich das Klima dramatisch. Zudem verstärkten sich die Bewegungen in der Erdkruste. Das Rheinische Schiefergebirge wurde langsam emporgehoben. Festgelegt in sein Tal war der Rhein gezwungen, sich in die harten Taunusquarzite einzugraben. Dadurch verengte sich sein Tal allmählich auf eine Breite von bis zu fünf Kilometern. Hoch oben unter den heute landwirtschaftlich genutzten oberen Flächen, die unmittelbar an den Rand des heutigen Rheintales heranreichen, finden wir Flußschotter des damals dort fließenden Urrheins.

Während der letzten fünfhunderttausend Jahre hob das Gebirge sich schneller. Beim raschen Eingraben konnten sich kaum weitere Terrassenstufen ausbilden. Allenfalls als breite Balkons, auf denen heute die meisten der berühmten mittelrheinischen Höhenburgen liegen.

Auch heute noch gräbt sich der Rhein tief unten im Tal in die harten Quarzitgesteine ein.


Petrographie des Quarzit


 

GrafikViele der gemeinhin als Quarzit bezeichneten Gesteine sind keine echten Quarzite, sondern durch Kieselsäure verfestigte Sandsteine. In Deutschland sind solche „Quarzite“ oder „Felsquarzite“ unter anderem im Rheinischen Schiefergebirge zu beiden Seiten des Mittelrheintales im Taunus und im Hunsrück. Quarzit entsteht durch Metamorphose meistens aus Sandstein, aber auch Kieselschiefer, Radiolarite oder Hornstein sind als Ausgangsgestein möglich. Durch eine Kombination von Druck, Temperatur und mechanischer Belastung werden die einzelnen Quarzkörner dabei durch Drucklösung deformiert, und ihr Kristallgitter beginnt, sich neu zu ordnen. Bei dieser Rekristallisation wachsen sie über ihre ursprünglichen Korngrenzen hinaus und bilden eine dicht vernetzte Struktur. GrafikDie ursprünglichen Porenräume und das Sedimentgefüge sind, je nach Grad der Metamorphose, fast vollständig verschwunden. Reinen Quarz, der in seinem Aussehen weiß vorkommt und über zahllose Mineralreaktionen während der Gesteinsmetamorphose abgebaut oder gebildet wird, kommt hier nicht vor. Friedrich Mohs entwickelte eine zehnstufige Skala, die mit Talk als weichstem Material auf der einen Seite und dem Diamanten als härtestem Mineral auf der anderen Seite arbeitet. Das ist nur eine grobe Einteilung und es gibt viele Nuancen zwischen den einzelnen Stufen, aber die Mohs-Härteskala hat sich über die Jahrhunderte hinweg bewährt.



Um diesen Cache zu loggen, begib dich zu dieser Location und beantworte nachfolgende Fragen. Anschließend postet zu eurem Log bitte noch ein Foto von euch an der Location. Wenn ihr selbst nicht auf dem Foto erscheinen wollt, reicht natürlich auch ein persönlicher Gegenstand auf dem Foto als Beweis eurer Anwesenheit. (Laut Earthcache Guidelines ist die Forderung eines Fotobeweises seit Juni 2019 wieder erlaubt.)


 

1.) Aus welchem Untergrund besteht der hiesige Boden? Was sind seine Eigenschaften ( siehe Infotafel ) ?

2.) Im Laufe der Jahrtausende grub sich der Rhein immer tiefer in die Landschaft. Auf der gegenüberliegenden Seite siehst du den Nahedurchbruch mit dem Rochusberg und dem Rupertsberg. Was ist das besondere an Ihnen ( siehe Infotafel )?

3.)Nun drehe dich um und betrachte den Weinberg einmal genauer. Welche Indizien weisen hier auf ein ehemaliges Meer hin? (Siehe Hint)

4.) Untersuche einige der hier herumliegenden Quarzitsteine. Wie hart sind sie? Beziehe dich auf die oben stehende Mohs-Skala.

5.) Woher bekommt der Quarzit seine braun-rötliche Farbe?

Danach könnt Ihr sofort loggen. Wenn irgend etwas nicht in Ordnung sein sollte, melden wir uns.

 

Quellenverzeichnis:

Wikipedia

W.Panzer: Zur Frage des Nahedurchbruchs bei Bingen

planet-wissen.de

Fotos eigen

 

 

Additional Hints (Decrypt)

Mh Sentr 3: Vz Dhnemvg vfg rf avpug mh svaqra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)