Der Cache gehört zur Reihe „Untold Stories“. Dafür haben sich Jugendliche auf künstlerische Art und Weise mit bislang unerzählten Geschichten aus Stasi-Akten zur Friedlichen Revolution 1989 beschäftigt, hier in Form eines Comics. Die Caches führen an die Originalschauplätze der Geschichten oder in deren Nähe. In den Logbüchern der Caches findet ihr einen QR-Code und einen Link. Wenn ihr diesen folgt, könnt ihr mehr über die Geschichten erfahren und die Auszüge aus den Stasi-Akten lesen.
Im Oktober und November 1989 war eine zentrale Forderung der Montagsdemonstrationen in Leipzig und anderen Städten, die Gebäude der Staatssicherheit zu besetzen und ihre Arbeit zu stoppen. Am 4. Dezember 1989 war es dann soweit. Am Vormittag kam es zur ersten Besetzung der Bezirksverwaltung in Erfurt. Danach folgten Leipzig, Rostock, Dresden und weitere Städte. Im Januar 1990 wurde auch die Stasi-Zentrale in Berlin besetzt. Der Ruf wurde laut, die Akten zu öffnen und den Menschen zugänglich zu machen.
Im August 1990 wurde die Öffnung in einem Gesetz zur Nutzung und Sicherung der Akten des MfS (Ministerium für Staatssicherheit) durch die erste frei gewählte Volkskammer der DDR festgehalten. Im Zuge der Wiedervereinigung, sollte dieses Gesetz jedoch nicht mit in den Einigungsvertrag übernommen werden. Bürgerrechtler traten daraufhin in einen Hungerstreik und erstritten die Aufnahme.
Am 3. Oktober 1990 wurde der erste Sonderbeauftragte für die Stasi-Unterlagen bestellt und im Dezember 1991 ein Gesetz verabschiedet, das die Grundlage für die Arbeit mit den Akten darstellt. Im Januar 1992 nahm dann die Behörde des Bundesbeauftragten ihre Arbeit auf und bearbeitet bis heute die Anträge auf Akteneinsicht. Wie eine Eingabe aus dem November 1989 zeigt, gab es jedoch schon viel früher mutige Bürger, die sich mit der Forderung der Akteneinsicht direkt an die Sicherheitsorgane wandten.

Ein Mann ist die Überwachung durch die Stasi leid und verlangt Einsicht in seine Akte.
Quelle: BStU/Projekt „Untold Stories“
1. Station:
Wo kann man heute in Leipzig einen Antrag auf Einsicht in die Stasi-Akten stellen?
Begib Dich zu dieser Institution. Rechts neben der großen Eingangstür kannst Du Dich über bevorstehende Veranstaltungen informieren.
Final:
N 51° 20.31C
E 012° 20.B6A
A ergibt sich aus der Anzahl der Plakate im A3-Format im Schaukasten an der ersten Station.
B = A/2
C = B*3
Hinweis: Das Final liegt ca. 2,8 km von der ersten Station entfernt und ist am besten per Tram oder Fahrrad zu erreichen.