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♣ Festung Kehl ♣ Traditional Cache

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LordVanElz: Keine Zeit mehr für Wartung da weggezogen

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Hidden : 3/4/2015
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Festung Kehl

Das Dorf Kehl wurde während des Dreißigjährigen Kriegs als Brückenkopf gegenüber Straßburg und zur Sicherung der Rheinbrücke zur Schanze ausgebaut und nicht zerstört. Im Frieden von Nimwegen wurde Kehl an Frankreich abgetreten, Straßburg wurde 1681 französisch.

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Daraufhin wurde Kehl als Festung durch den französischen Ingenieur Tarade nach Plänen des Militärarchitekten Sébastien Le Prestre de Vauban 1683 bis 1688 zur Festung ausgebaut. Die Kehler Bevölkerung siedelte sich daraufhin weiter östlich im neuen „Dorf Kehl“ an.

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Im 18 Jahrhundert folgte eine vielzahl an Kriegen und Auseiandersetzungen hier entlang des Rheines. Nach einer langen Friedensperiode wurde 1754 die Festung aufgegeben und nur eine schwache badische Besatzung von einem Unteroffizier mit 15 Mann blieb zurück.

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Während des Ersten Koalitionskrieges wurde die Festung 1793 wieder teilweise instand gesetzt. Sie wurde vom 12. bis 14. September vom französischen Rheinufer aus beschossen, wobei die Festung zerstört und die Stadt stark beschädigt wurde. Auf Befehl des Generalleutnants Friedrich Karl Heinrich von Stain wurde die Festung geräumt, nachdem die Rheinbrücke angezündet und zerstört worden war.

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In der Nacht zum 24. Juni 1796 überschritt die französische Hauptstreitmacht den Rhein. „Da wegen des hohen Wasserstandes die schwäbischen Vorposten von den Rheininseln abgezogen worden waren, gelang die Überrumpelung. Während des folgenden heftigen Gefechts musste das schwäbische Korps nach schweren Verlusten den Kampf aufgeben.

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Kehl wurde durch die Franzosen wieder verschanzt. Einer Belagerung durch 34.900 Mann österreichischer Truppen konnten sie jedoch nicht standhalten und der französische General Desaix übergab am 9. Januar 1797 Kehl, das durch die ständigen Beschießungen sehr zerstört war. Nachdem Moreau am 20. April 1797 den Rhein unterhalb Straßburg überschritten hatte, kapitulierte Kehl. Im Frieden von Campo Formio wurde der Rhein als Grenze festgelegt.

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19. Jahrhundert: 1805 plante Kaiser Napoleon, die Festung wieder aufzubauen. Als dies nur langsam geschah, ließ er 1808 Kehl annektieren. Innerhalb eines Jahres wurde die Vaubansche Festung wiederhergestellt und Erdwerke zwischen dem Rhein, Kehl-Sundheim und Kehl-Auenheim angelegt. Vor Beginn des Russlandfeldzuges 1812 wurde die Festung durch weitere Außenwerke verstärkt.

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Nach den Bestimmungen des Friedens von Paris fiel Kehl wieder an Baden, die Festung sollte aber geschleift werden. Dies geschah durch mehrere tausend Arbeiter unter dem badischen Ingenieur und Oberstleutnant Tulla. Auf dem freigewordenen Gelände wurde daraufhin nach den Plänen Friedrich Weinbrenners die neue Stadt Kehl errichtet. Die Überreste der Festung, die bei Bauarbeiten im Kehler Stadtgebiet immer wieder zu Tage treten, tragen auch heute noch den Namen „Vauban“-Festung.

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In der Zeit zwischen dem Westfälischen Frieden und dem Ende der Herrschaft Napoléons hatte der Besitzer Kehls 14mal gewechselt, die Festung war fünf Mal zerstört und ebenso oft wieder aufgebaut oder instand gesetzt worden.

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Überreste der Festung Kehl an der heutigen Villa Schmidt:

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Im Deutsch-Französischen Krieg wurden große Teile Kehls durch französisches Feuer aus Straßburg zerstört (einzige deutsche zerstörte Stadt in diesem Krieg). Nach dem Frieden von Frankfurt 1871 wurde die Umgebung Kehls in die neu ausgebaute Festung Straßburg einbezogen, in den Jahren 1874-1878 wurden zunächst drei Forts rechts des Rheins angelegt: Fort Kirchbach bei Sundheim, Fort Blumenthal bei Auenheim (und Fort Bose bei Neumühl . (Deshalb auch einigen Straßen weiter die Fort-Bose-Strasse)

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1911 bis 1913 wurden noch die Forts Marlen und Fort Kinzig erstellt. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurden die Forts jedoch nicht, wie es im Versailler Vertrag festgelegt war, demontiert, sondern von den französischen Truppen, die Kehl als Brückenkopf besetzt hielten, weiter genutzt.

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Kehl bildete in dem ab 1938 ausgebauten Westwall einen Schwerpunkt, wozu in und an den Forts Blumenthal und Kirchbach Bunker errichtet wurden. Kehl lag in der sogenannten Roten Zone, die bei Kriegsausbruch geräumt werden sollte.

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Nach dem deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939 wurde in der Nacht vom 3. auf den 4. September die Bevölkerung mit Sonderzügen in den Schwarzwald evakuiert und durfte erst nach der Besetzung Straßburg durch deutsche Truppen am 19. Juni 1940 zurückkehren.

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Am 23. November 1944 besetzten alliierte Truppen Straßburg, am darauf folgenden Tag wurde Kehl von der Zivilbevölkerung und am 13. April 1945 von der Wehrmacht geräumt, am 15. April von französischen Truppen besetzt. Nach dem Endes des Krieges gehörte Kehl nicht zur französischen Besatzungszone, sondern wurde in die Stadt Straßburg eingemeindet.

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Die Freigabe erfolgte erst gemäß dem Washingtoner Abkommen in 42 Teilfreigaben vom 29. Juli 1949 bis zum 8. April 1953. Alle Befestigungsanlagen wurden nach Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört.

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Happy Geocaching! :)  

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Additional Hints (Decrypt)

QR: Yhfg nhs jnf füßrf? ~*~ SE: raivrf qrf obaobaf? ~*~ RA: Qb lbh jnag pnaql'f?

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)