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Augustdorfer Dünenfeld im Ölbachtal EarthCache

Hidden : 3/15/2015
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Augustdorfer Dünenfeld im Ölbachtal

Herzlich Willkommen beim Augustdorfer Dünenfeld im Ölbachtal!




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Willkommen im Ölbachtal!


Das Ölbachtal ist ein 169 Hektar großes Naturschutzgebiet, das sich zwischen Stukenbrock und Augustdorf an den Truppenübungsplatz Senne anschließt und das Augustdorfer Dünenfeld beherbergt. Nordrhein-Westfalens bedeutendste Heidelandschaft und Wald bedecken hier die ältesten Binnendünen Nordwestdeutschlands.

Diese wunderschöne Heidelandschaft kann auf dem Augustdorfer Dünenpfad hervorragend bewandert werden. Der Kreis Lippe hat dazu einen 4,1 km langen Rundwanderweg angelegt, der bei Interesse optional mit dem Besuch des Earth Caches verbunden werden kann.

Die Broschüre des Kreises Lippe findet Ihr hier zum Download.



Die gesamte Schutzfläche ist Teil des Naturschutzgroßprojektes Senne (www.ngp-senne.de). Der Earth Cache ist Teil dieses Schutzgebietes und ich möchte an dieser Stelle gerne und deutlich auf die erwünschten Schutzmaßnahmen des Kreises Lippe hinweisen:
  • Vorhandene Wege und Pfade dürfen zu keiner Zeit verlassen werden.
  • Führt Eure Hunde bitte zu jeder Zeit an der Leine.
  • Beschädigt bitte keine Bäume, Sträucher oder sonstige Pflanzen.
  • Und beunruhigt die hier wild lebenden Tiere und Muggel nicht.
Beispielhaft für die Senne zeichnet sich das Ölbachtal insbesondere durch ein reichhaltiges Mosaik an Landschafts- und Lebensräumen aus: Heiden und Magerrasen, Moore und naturnahe Fließgewässer, extensives Grünland, Sandäcker und Birken-Eichen-Wald. Von den hier vorkommenden 5.000 Tier- und Pflanzenarten, stehen alleine 900 auf der Roten Liste. Von Silbergrasflur, Mondraute und Sonnentau über Heidelerche und Eisvogel, Heidegrashüpfer und Blauflügel-Prachtlibelle bis hin zu Trauermantel und Kleinem Nachtpfauenauge reicht das Spektrum zauberhafter Erscheinungen und faszinierender Anpassungsformen des Lebens.

Der Earth Cache liegt zudem inmitten einer freigestellten Fläche, auf der seit dem 16. April 2016 eine kleine Herde Exmoor Ponys angesiedelt ist. Siehe dazu den Pressebericht im Westfalen Blatt vom 18.04.2016. Die kleine Herde beweidet die freigestellten Flächen, um die landschaftstypische Fauna und Flora zu fördern. Das Exmoor-Pony gehört zu den ursprünglichsten und seltensten Ponyrassen überhaupt. Noch heute gibt es im englischen Exmoor einige Herden, die nahezu wild leben und kaum durch menschliche Eingriffe beeinflusst werden. Exmoor Ponys sind sehr genügsame und freundliche Tiere und eignen sich hervorragend als Landschaftspfleger.

Zusammen mit den Exmoor Ponys wird die freigestellte Fläche seit einigen Jahren zudem von einer leibhaftigen Herde schottischer Hochlandrinder bewohnt. Das Schottische Hochlandrind oder Kyloe ist eine stattliche Erscheinung und es sei an dieser Stelle deutlich darauf hingeweisen, dass das Betreten der Freifläche mit den Rindern und Ponys auf eigene Gefahr erfolgt!

Der Earth Cache liegt innerhalb der Umwehrung der riesigen Koppel. Der Zugang zur Freifläche ist über das frei zugängliche Gatter bei N 51° 54.684 E 008° 41.850 möglich. Von dort aus können auch die Referenzpunkte des Earth Cache auf alten vorhandenen Wegspuren erreicht werden, ohne Natur und Tier zu schaden und unerwünschte Flurschäden zu hinterlassen. Bitte haltet Euch daran!


Das Augustdorfer Dünenfeld im Ölbachtal


Hier im oberen Teil der Senne stellt insbesondere das signifikant ausgeprägte ca. 7 ha große Augustdorfer Dünenfeld eine landschaftliche Besonderheit dar. Die Dünenkuppen erreichen eine Höhe von bis zu zwölf Metern und zählen zu den ältesten Binnendünen Nordwestdeutschlands.

Die Dünen entstanden vor etwa 11.000 Jahren vor allem durch Windverwehungen in der jüngsten Eiszeit, der sogenannten Weichsel-Kaltzeit. Im Gebiet der heutigen Senne war es zu dieser Zeit ca. 10 Grad kälter als heute und es gab daher keinen regulären Baumwuchs sondern leiglich eine lückenhafte Vegetationsdecke in Form der Tundra. Die Kraft der Winde konnte somit nahezu ungebremst wirken und leichte Bodenpartikel, wie der feinkörnige Sennesand, wurden davon erfaßt. Durch die Wirkung des Windes entstanden so im Laufe der Zeit auch fern von den Küsten vielerorts Flugsandflächen und Dünen, die sogenannten Binnendünen, die in Mitteleuropa räumlich von den Küstendünen an der Nord- und Ostseeküste abgegrenzt werden.

Dünen entstehen grundsätzlich durch den Transport von Sand durch Wind und ihre Bildung kann mit dem Helmholtzschen Gesetz erklärt werden: „Strömen zwei Medien unterschiedlicher Dichte aneinander vorbei, so ergibt sich eine wellenförmige Begrenzungsfläche“. Dünen stellen bei diesem Sedimenttransport einen natürlich Strömungswiderstand dar und je nach Rahmenbedingungen sind insbesondere die folgenden Faktoren ausschlaggebend für die Entstehung unterschiedlicher Dünentypen:
  • Die äolische Dynamik (Windrichtung und -geschwindigkeit),
  • die Dichte des Sediments (grober Sand, feiner Sand),
  • die Sandzufuhr (Menge an "Nachschub"),
  • mögliche Hindernisse (Untergrund, Felsen),
  • und eine mögliche Vegetationsbedeckung.
Die Geomorphologie, die sogenannte Landformenkunde, unterscheidet zwischen verschiedenen Dünentypen. Zunächst werden dabei Primärdünen und Sekundärdünen unterschieden.
Sekundärdünen bilden sich dabei maßgeblich aus anderen Dünen oder sitzen diesen auf, so daß wir uns nachfolgend lediglich mit den Primärdünen beschäftigen.

Dünentypen Bei den Primärdünen wird maßgeblich zwischen den freien Dünen ("Wanderdünen") und den gebundenen Dünen ("Hindernisdünen") unterschieden. Während die freien Dünen bei starken Winden in der Lage sind, über offene Flächen zu wandern, sind die gebundenen Dünen an Hindernisse geknüpft (Felsen, Bäume, Grasbüschel etc.). Auch die Binnendünen in der Senne waren aufgrund der starken Winde in der Lage zu wandern, allerdings kam mit dem Ende der Eiszeit die Aktivität der Dünen infolge der Wiederbewaldung schnell zum Erliegen. Die Form der einzelnen Binnendünen im Augustdorfer Dünenfeld schwankt und zumeist handelt es sich um eher unregelmäßige Dünen oder Flugsanddecken. Vereinzelt kommt allerdings auch im Augustdorfer Dünenfeld die typische Parabelform einiger Dünen zum Vorschein.

DünentypenParabeldünen sind den wandernden Sicheldünen sehr ähnlich, sind jedoch schmaler und haben im Grundriss eine den Sicheldünen entgegengesetzte Krümmung. Bei den wandernden Sicheldünen ziehen die beiden Schenkel ("Dünenarme") dem schweren Hauptteil der Düne ("Hauptkamm") voran, wodurch die Arme einer Sicheldüne immer in Windrichtung zeigen. Bei den Parabeldünen hingegegen sind die Dünenarme teilweise mit Vegetation bewachsen, wodurch der fast freie Mittelteil der Dünen schneller voranzieht, als die im Extremfall sehr langen Schenkel. Diese können dem Hauptkamm nicht folgen, da sie durch ihre dichtere Vegetation (Heidekraut, Krähenbeere, Gräser etc.) "verankert" sind. Der mehr oder weniger vegetationsfreie Mittelteil hingegen bewegt sich durch lawinenartige Sandrutschungen über seinen Leehang langsam in Richtung des vorherrschenden Windes vorwärts.

Das morphologische Gegenstück zu den Parabeldünen stellen ihre flachen Ausblasungsmulden dar. Diese liegen üblicherweise zwischen den Dünenarmen und sind dem eigentlichen Dünenzug vorgelagert. Aus diesen Bereichen wurde der Sand ausgeweht und ist mit dem Hauptkamm der Düne in Richtung des Windes gewandert. Zurückgeblieben sind die bis heute zu erkennenden ausgeblasenen Hohlformen und Senken im Vorfeld der Dünenbögen.

Ein regelrechtes Prachtexemplar einer solchen Parabeldüne samt vorgelagerter Ausblasungsmulde kann an den Koordinaten dieses Earth Cache bewundert werden.


Logbedingungen für den Earth Cache GC5P510:


Um diesen Earthcache zu loggen, löse bitte die folgenden Aufgaben:

  • Begib Dich auf den alten Wegen zu den Koordinaten des EarthCache un dachte darauf, dass Du keine Flurschäden hinterlässt. Vor Ort hast Du in Richtung NNW einen hervorragenden Blick auf die vor Dir liegende Parabeldüne. Wie hoch (groß) schätzt Du die Höhe der Düne am höchsten Punkt ihres Dünenkammes (Referenzpunkt D1) ein? Gemeint ist hier die reine Höhe der Düne und nicht die Höhe des Referenzpunktes über NN.
  • Begib Dich nun auf den alten Pfaden in die Mitte der großen Ausblasungsmulde zum Referenzpunkt D2. Sieh Dich um und versuche Dir dabei vorzustellen, wie die Landschaft um Dich herum vor 10.000 Jahren ohne Bäume ausgesehen hat. Beschreibe kurz mit Deinen eigenen Worten, wie sich die Landschaft für Dich darstellt. Wie wirkt sie auf Dich?
  • Du stehst im Zentrum der großen Parabeldüne. Dein Wissen über die Entstehung von Parabeldünen kannst Du vor Ort nun nutzen, um die Windrichtung zu bestimmen, die während der letzen Eiszeit hier konstant vorgeherrscht hat. Aus welcher Richtung kam der Wind, der zur Entstehung der großen Parabeldüne geführt hat?
  • Und für alle, die freiwillig Lust darauf haben: Mache ein Bild von deiner Exkursion in das Augustorfer Dünenfeld und lade es freiwillig in die Galerie. Idealerweise zeigt es Dich samt Deinem technischen Equipment in Verbindung mit einer Binnendüne.
Schickt Eure Anworten gerne über mein Profil oder via eMail. Wie bei einem Earth Cache üblich, dürft Ihr im Anschluß direkt loggen – sollte etwas falsch sein, melde ich mich.


Das Augustdorfer Dünenbanner


Ihr habt die große Parabeldüne im Augustdorfer Dünenfeld besucht? Hier ist Euer Banner!
Wer Lust verspürt, hinterlässt etwas Blaues für's Gelernte! ;-)

GC5P510 - Augustdorfer Dünenfeld im Ölbachtal
HTML-Code für das Banner in Eurem Profil: <a href="http://coord.info/GC5P510"><img src="http://img.geocaching.com/cache/cbc9b211-d5f9-4b44-82c0-6820af9c2620.jpg" title="GC5P510 - Augustdorfer Dünenfeld im Ölbachtal"></a>




Additional Hints (Decrypt)

Qvr ibeunaqrara Jnyqjrtr vz Nhthfgqbesre Qüarasryq fvaq va qre Xnegranafvpug BcraFgerrgZnc Qrsnhyg ureibeentraq trxraamrvpuarg ('Reyroavfcsnq'). Ovggr orahgmg qnf Zrgnyytnggre haq ireyrgmg Rhpu avpug nz Ryrxgebmnha... ;-)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)