Stolpersteine nennt sich ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit entsprechend verlegten Gedenktafeln will er an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Ziel der „Stolpersteine“ ist die zufällige Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus im Alltag.
Die Stolpersteine sind quaderförmige Betonsteine mit einer Kantenlänge von 96 Millimeter × 96 Millimeter und einer Höhe von 100 Millimetern, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen. Mittlerweile liegen rund 50.000 Steine (Stand: August 2014) nicht nur in über 820 Städten und Gemeinden Deutschlands, sondern auch in 17 weiteren europäischen Ländern. Die Stolpersteine sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt. [Quelle: Wikipedia]
70 Jahre nach Beginn der Deportationswelle in Bad Neuenahr-Ahrweiler von April bis Juli 1942 verlegte Gunter Demnig im April 2012 die ersten Stolpersteine im Stadtteil Bad Neuenahr. Weitere Stolperstein-Verlegungen folgten in den Stadtteilen Heimersheim im April 2013 und Ahrweiler im November 2014.
Der Cache:
Dieser Multi führt euch über insgesamt 8 Stationen zu allen Stolpersteinen im Innenstadtbereich von Ahrweiler - hier müsst ihr jeweils einige Zahlen ermitteln; diese benötigt ihr zur Berechnung der Finalkoordinate.
Leider kann es vorkommen, dass die vom GPS ermittelten Koordinaten aufgrund der engen Bebauung der Ahrweiler Innenstadt teilweise ein wenig springen - die jeweiligen Stolpersteine sollten trotzdem gut zu entdecken sein.
This multi will guide you to a total of 8 stations + final in the downtown area of Ahrweiler - here you have to determine in each case some numbers; you will need them in order to calculate the final coordinate.
Unfortunately, it may happen that the GPS coordinates due to the narrow streets of Ahrweiler downtown partially jump a little - however locating the respective memorial stones should not be an issue. Please see translated tasks down at the additional waypoints section.
Station 1 - Sophie Adler (115PT38 / N 50° 32.570 E 007° 05.747 / Niederhutstr. 61)
Sophie Adler wurde 1882 in Ahrweiler geboren. Die Eltern führten hier ein renomiertes Textilkaufhaus. 1938 flüchtete Sophie Adler nach Holland; sie wurde 1943 im Lager Westerbork inhaftiert und später ins Vernichtungslager Sobibor deportiert, in welchem sie am [ A ].5.1943 ermordet wurde.
Station 2 - Familie Bär (125PT38 / N 50° 32.516 E 007° 05.735 / Ahrhutstr. 43)
Herbert Bär lebte zusammen mit seiner Mutter Karolina und betrieb hier in der Ahrhut eine Weinhandlung. Er wurde [ B ] in Schutzhaft genommen - was danach mit ihm geschah, ist unklar. Bekannt is lediglich, dass er nach Polen deporiert und dort für tot erklärt wurde. Seine Mutter wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort ebenfalls für tot erklärt.
Station 3 - Familie Isidor Levy (135PT38 / N 50° 32.543 E 007° 05.832 / Plätzerstr. 40)
Die Familie Levy betrieb hier einen Viehhandel und eine Metzgerei; diese musste 1939 schließen. Sohn Alfons starb 1939 an den Folgen der Schutzhaft in Dachau. Die Eltern Isidor und Bertha wurden 1942 nach Theresienstadt deportiert und später im Vernichtungslager Treblinka ermordet. Ihre Kinder Betti (Jahrgang [ C ]), Martha und Otto wurden nach Krasnicyn deportiert und dort ermordet. Den Söhnen Paul und Walter gelang 1936 die Flucht nach Südafrika.
Station 4 - Familie Gärtner (145PT38 / N 50° 32.515 E 007° 05.779 / Plätzerstr. 43)
Die Witwe Helene Gärtner betrieb hier zusammen mit ihrer Tochter Gertrud (Jahrgang [ D ]) eine Metzgerei. Beide wurden Ende April 1942 in das Ghetto Krasnicyn deportiert und dort später für tot erklärt.
Station 5 - Johanna Hirz (155PT38 / N 50° 32.476 E 007° 05.796 / Ahrhutstr. 18)
Die Familie von Johanna Hirz betrieb hier eine Metzgerei. Sie zog 1937 aus ihrer Geburtsstadt Ahrweiler nach Bensheim. Von dort wurde sie 1941 in das Ghetto Kowno deportiert und am [ E ].11.1941 ermordet.
Station 6 - Familie Gottschalk (165PT38 / N 50° 32.501 E 007° 05.913 / Kanonenwall 46)
Alexander und Regina Gottschalk betrieben hier einen Altwarenhandel. Sie wurden 1942 nach Theresienstadt deportiert. Sohn Jakob, seine Frau Clara und ihre Kinder Regina & Siegfried wurden 1941 nach Riga deportiert und [ F ] in Stutthof ermordet. Sohn Alfons und seine Frau Hildegard wurden nach Lodz deportiert und ermordet. Tochter Rosa und ihr Mann Albert wurden 1942 in Krasniczyn getötet. Tochter Johanna überlebte mit ihrem Sohn Manfred, ebenso Sohn Max, der in die USA auswanderte.
Station 7 - Familie Ermann (175PT38 / N 50° 32.435 E 007° 05.731 / Auf der Rausch 12)
Ehepaar Alfred und Julia Ermann betrieben hier ab 1926 mit ihren Kindern Hilde und Ruth einen Viehhandel - die Familie wurde im Vernichtungslager Sobibor ermordet. Julia Ermann's Mutter Carolina Gottschalk und deren Schwester Josephina wurden [ G ] in Treblinka getötet.
Station 8 - Familie Wilhelm Levy (185PT38 / N 50° 32.460 E 007° 05.568 / Oberhutstr. 31)
Wilhelm Levy, Viehändler und Synagogenvorsteher, wohnte hier mit seiner Frau Recha und Tochter Ruth, welcher jedoch 1939 die Flucht aus Deutschland glückte. Das Ehepaar wurde [ H ] nach Krasniczyn deportiert und später im Vernichtungslager Treblinka ermordert.
Final
x= A + B + C + D y= E + F + G + H
N50° 26.689 + x E006° 59.720 + y