Bitte nutzt die beiden Parkmöglichkeiten! Ein Fahren direkt zum Cache ist nicht möglich und auch nicht gewollt!
Das kleine Tal hinter der Klinik
Aus Sicht der Parkmöglichkeit 1:
Im kleinen, zum Main hin abfallenden Tal hinter dem Klinikum befinden sich auch heute noch Anlagen und Gebäude, die einst der Versorgung des Klinikums dienten. Die große Scheune diente damals zur Unterbringung von landwirtschaftlichem Gerät zur Bewirtschaftung der Felder rund um die damalige Irrenanstalt. Rechts neben der Scheune befand sich früher eine Kläranlage, wie man auch auf den Luftbildern von Google noch erkennen kann (dort sieht man die Absetzbecken noch schemenhaft). Als das Klinikum an das Abwassernetz angeschlossen wurde (in letzten Viertel des letzten Jahrhunderts) ward diese obsolet. Da das Klinikum nahezu autark arbeiten konnte, musste fast alles selbst erzeugt bzw. entsorgt werden. Auf dem Berg befand sich damals ein eigenes Kraftwerk zur Wärmeerzeugung. Wenn ihr aus Sicht der Parkmöglichkeit 1 anrückt und der Strasse weiter folgt, erreicht ihr nach ein paar Minuten Gehzeit den alten Gutshof, der die Versorgung mit Lebensmitteln sicherstellte und die Arbeit auf den umliegenden Feldern und Obstplantagen steuerte. Wo zu die Teiche dienten ist mir nicht bekannt. Da sie aber keine Verbindung zur Kläranlage hatten und durch einen Zulauf oberhalb des Tals stetig mit frischem Wasser gespeist wurden, dienten sie wohl vorrangig der Fischgewinnung und nachrangig als Löschwasserreservoir. Da der Größte von ihnen über einen baufälligen und daher auch gesperrten Steg verfügt, diente er wohl auch als Bademöglichkeit. Die Masse der Teiche wurden abgelassen, da sie nicht mehr benötigt werden.
Hier ein kleiner Auszug aus der Geschichte des Klinikums
1903
Weil die Psychiatrie in Bayreuth überfüllt ist, wird entschieden, auf dem Gelände Kutzenbergs eine zweite „Kreisirrenanstalt“ für Oberfranken zu errichten - in Pavillonbauweise, regional-typischem Baustil, mit Nähe zu Natur und Arbeit in der Landwirtschaft.
1905
Die „Kreisirrenanstalt Kutzenberg“ wird in Betrieb genommen.
1939-1945
Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten fallen 446 Patienten dem Euthanasieprogramm zum Opfer, gleichzeitig werden Menschen aus anderen Anstalten hierher verlegt.
1946
Auf Drängen der Militärregierung wird die Klinik in eine Tuberkulose-Heilstätte umgewandelt - ein Großteil der bisherigen Patienten wird in andere Häuser verlegt, ca. 160 arbeiten weiterhin im Anstaltsgut und den Wirtschaftsbetrieben. Da auch Thoraxoperationen durchgeführt werden, entstehen mehrere Operationssäle für die Lungen- wie auch für die Knochentuberkulose-Abteilung.
1969
Weil die Neuerkrankungen an Tuberkulose rückläufig sind, erfolgt eine Umstrukturierung des Krankenhauses:
- Die Lungentuberkulose-Abteilung wird zur Fachklinik für Atmungsorgane
- Aus der Abteilung für extrapulmonale Tuberkulosefälle wird die Fachklinik für Orthopädie
- Die psychiatrische Abteilung bleibt bestehen
- Die Abteilung für Thoraxchirurgie und die Rheumaklinik kommen hinzu
1975
Bis 1975 werden zwei neue Bettenhäuser und ein Behandlungszentrum errichtet.
Heute
Das Bezirksklinikum Obermain bietet vielfältige Behandlungsmöglichkeiten in sechs spezialisierten Fachabteilungen:
- Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
- Klinik für Internistische Rheumatologie
- Klinik für Erkrankungen der Atmingsorgane, Allergologie, Umweltmedizin und Schlafmedizin
- Abteilung für Thorax- und Gefäßchirurgie
- Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
- Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Durch umfangreiche Renovierungs- und Sanierungs-Maßnahmen werden die baulichen Gegebenheiten den modernen Erfordernissen angepasst. Der Charme des Bezirksklinikums Obermain besteht aus der Mischung von Jugendstilgebäuden und moderner Architektur. Hinzu kommt das gepflegte, parkähnliche Gelände mit Blick auf das obere Maintal.
Angaben sind der Webseite des Klinikums und der dort platzierten Chronik entnommen.