
Die Holzschliff-Fabrik mit Villa wurde 1908 von Guido Sternkopf erbaut. Sein Sohn Karl Sternkopf betrieb diese bis 1960. Es wurden Backschüsseln aus Pappmaschee zum Quellen der Brote und Taubennester hergestellt.
Das zum Antrieb benötigte Wasser wurde der Polenz entnommen und über einen Mühlgraben herangeführt. Dazu wurde eine Zwillingsturbine eingesetzt: Die große Turbine für mittleres Wasser und eine kleine für wenig Wasser.
Karl Sternkopf brachte seine Waren mit dem Motorrad mit Seitenwagen zum Bahnhof in Langenwolmsdorf. Da seine Frau das Klima im Polenztal nicht vertrug und erkrankte, verkaufte er seinen Besitz an das Verpackungsmittelwerk Leipzig. Dieses nutzte lediglich die Villa als Bettenhaus des Betriebskinderferienlagers Knochenmühle.
Die daraufhin leerstehenden Fabrikgebäude verfielen und wurden Ende der 1960er Jahre abgerissen. Erhalten blieben nur einige Mauerreste und der Wassergraben. 1993 kaufte ein ortsansässiger Tierarzt den Besitz von der Treuhandanstalt und betrieb in der Villa eine Frühstückspension. 2018 verkaufte dieser das Anwesen aus Altersgründen. Der neue Besitzer, ein Westdeutscher, bewirkte die Sperrung und Verlegung des über das Grundstück verlaufenden Karl-Lampe-Wanderweges, da die Gemeinde es versäumt hatte, sich ein Wegerecht eintragen zu lassen. (Quelle: langenwolmsdorf.de)
Um den Cache etwas aus dem Blickfeld zu nehmen, befindet er sich nun ein Stück oberhalb im mit Beton ausgekleideten alten Wassergraben. Er ist einfach zu finden.