(Das Balsaltgestein kann man auch heute noch aus dem Bühl herausragen sehen.)
Eisen ist zusammen mit Nickel wahrscheinlich der Hauptbestandteil des Erdkerns. Vermutlich angetrieben von thermischen Kräften erzeugen Konvektionsströmungen von flüssigem Eisen im äußeren Kern das Erdmagnetfeld. Mit einem Anteil von 4,7 Prozent ist Eisen aber auch eines der häufigsten Elemente der Erdkruste. Die ersten Vorkommen, die abgebaut wurden, waren Raseneisenstein und offenliegende Erze. Heute wird vor allem 40-prozentiges Magneteisenerz abgebaut. Das wichtigste Mineral zur Eisengewinnung ist Hämatit, welches größtenteils aus Fe2O3 besteht.
Eisen kann auch gediegen auftreten. Das Mineral kristallisiert dann im kubischen Kristallsystem, hat eine Härte von 4,5 und eine stahlgraue bis schwarze Farbe. Auch die Strichfarbe ist grau. Wegen der Reaktion mit Wasser und Sauerstoff (Rosten) ist gediegenes Eisen nicht stabil. Es tritt daher in Legierung mit Nickel nur in Eisenmeteoriten auf sowie in Basalten, in denen es manchmal zu einer Reduktion von eisenhaltigen Mineralen kommt.
Eisen in gediegener Form ist demnach eine Seltenheit. „Das wohl größte Vorkommen befindet sich auf der Insel Disko auf Grönland. In die Fachliteratur sind aber auch die Funde vom Bühl eingegangen.

Das ged. Eisen kam vor allem auf den tieferen Sohlen des Steinbruches vor und entstand in Verbindung mit den dort vorkommenden Kohleflöz. Nach einer größeren Sprengung im Oktober 1925 auf den unteren Sohlen, erfolgte ein Toneinbruch, der den Steinbruch innerhalb kurzer Zeit voll laufen ließ. So entstand der heutige Badesee. Das ged. Eisen kam in "Anhäufungen" im Basalt in bis zu 13,7 kg großen "Klumpen" vor. Zusammen mit dem Eisencarbid Cohenit. Auf Blasenräumen und im Basalt weitere Minerale.
Einschlüsse von Bühleisen habe es in der Hauptabbauphase des ehemaligen Bergwerks wohl reichlich gegeben. Das belegt die umfangreiche historische Sammlung, die Ferdinand Friedrich Hornstein zusammengestellt hatte. Der 1816 in Kassel geborene Naturwissenschaftler sammelte seinerzeit mehr als 200 Stücke. Fast die gesamte Sammlung wurde nach seinem Tod im Jahr 1897 dem Senckenbergmuseum in Frankfurt überlassen. Einige Stücke befinden sich aber auch im Kasseler Naturkundemuseum.
Cohenit ist Bestandteil von Eisenmeteoriten und in Enstatit-Chondriten. Auf der Erde findet es sich nur in magmatischen Gesteinen, die sekundär durch Eindringen in Kohlenflöze reduziert wurden, wie z.B. am Bühl bei Kassel in Deutschland und bei Qeqertarsuaq in Grönland. Als Begleitminerale treten unter anderem gediegen Eisen, Schreibersit, Troilit und Wüstit auf.
COHENIT - gefunden am Bühl:

Um den Cache loggen zu können, sendet mir die Lösungen der folgenden Fragen über meinen Account oder meine Mailadresse mama-tina@gmx.de :
- Wie wird das gediegene Eisen auf der Infotafel mit anderen Namen auch genannt?
- Wie hoch war der Basaltkegel?
- Was meinst du, kann man am Basalt noch Spuren des Eisens erkennen? Evtl. mit Lupe?
- Ein Foto von euch am Bühl.(Seit Mitte 2019 dürfen Cacheowner wieder ein Logfoto verlangen. Logs ohne Foto ab September werden kommentarlos gelöscht.)
Ihr könnt direkt loggen. Bei Problemen melde ich mich.
Quellen:
http://www.chemie.de/lexikon/Eisen.html
www.mineralienatlas.de/lexikon
http://www.hna.de/kassel/kreis-kassel/unscheinbarer-schatz-1067300.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Cohenit