Die Sagenwelt und die Geschichte eines Ortes haben meist einen festen Bezug zueinander. So kann Satzung auf eine lange Geschichte des Ortes zurückblicken.
Einige Zeitzeugen aus der Geschichte sind in Satzung noch beständig und so möchten wir euch diese auf einer kleinen Runde in Richtung Hirtstein sichtbar machen. Damit die Geschichte und Sagenwelt dabei nicht in Vergessenheit gerät, könnt ihr euch während der Wanderung mit dem Listing über diese historischen Überlieferungen informieren.
An Station 1 (Startkoordinaten) seht ihr einen Wegweiser. Ihr folgt dem Weg ungefähr 200 Meter in Richtung Hirtstein entlang des Waldrandes bis zu einem Informationsschild.
Entlang des Weges findet ihr am Rand Grenzsteine. Schaut sie euch genau an und notiert immer die Zahl, welche auf dem Stein steht. Damit ihr euch auch immer die richtige Zahl auf den Zettel notiert, sind euch einige Hinweise gegeben.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert aus dem Jahre 1501. Damals wurde der Name "Satzung" schon in der jetzigen Schreibweise verwendet. Mit der Reformation 1536/37 gehörte Satzung zur Parochie Arnsfeld. Bis zur Satzunger Kirchweihe im Jahr 1573 wurden die verstorbenen Einwohner vom Ort über einen langen Weg zu Grabe getragen. Wie es da weiter geht, lest ihr nun selbst!
Um bis zur nächsten Station zu kommen, müsst ihr folgende Frage beantworten.
Von welchem Ort, der an diesem historischen Weg liegt, ist im oberen Bereich der Tafel keine Kirche angegeben? Bildet die Buchstabensumme des Wortes (A=1, B=2, C=3,...) Diese Zahl ist Y!
Zur Station 3 kommt ihr wie folgt: N50 32.(Y-10) E13 11.(3*Y-21)
Weiter geht es mit den historischen Grenzsteinen am Wegesrand. Denkt an die Notierung der Jahreszahlen!
1777 erfolgte eine erste genaue Flur- und Grenzvermessung, bis zu diesem Zeitpunkt gab es regelmäßig Grenzkonflikte mit den böhmischen Herren von Hassenstein. Wiederholt besetzten und plünderten preußische Truppen während des Deutschen Krieges 1866 den Ort. Satzung gehörte bis 1856 zum Amt Wolkenstein. Wiederholt besetzen und plünderten während des Deutschen Krieges 1866 preußische Truppen den Ort. 1910 wurde Satzung anerkannter Höhenluftkurort, 1915 erhielt er Anschluss an das Elektrizitätsnetz. In der Folge wurden 1927 eine Zufahrt zum Hirtstein und eine Bergbaude errichtet. Einen Rathausneubau erhielt der Ort 1939. Infolge des Kirchenkampfs wurden die Gottesdienste der Bekennenden Kirche zwischen 1937 bis 1940 im nahegelegenen Wald oder in Privatwohnungen durchgeführt. Im März 1944 war der Ort durch heftige Schneefälle mit Verwehungen von der Außenwelt abgeschnitten, lediglich eine Versorgung aus der Luft war möglich. Zum 1. Januar 1994 wurde aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Rübenau, Reitzenhain, Kühnhaide und Satzung die Gemeinde Hirtstein, mit Verwaltungssitz in Reitzenhain, neu gebildet. Am 1. Januar 2003 wurde die Gemeinde Hirtstein nach Marienberg eingegliedert.
Den letzten Grenzstein findet ihr kurz vor der Station 3. Wie es danach weiter geht, sucht ihr vor Ort!
Zugleich wird auch von einer schönen Ritterstochter erzählt, welche Maria-Sybille genannt wird. Sie sollte von ihrem mächtigen Vater aus einen Ritter heiraten und durch ihren festen Willen zog sie sich in ein Kloster zurück um die Heirat nicht zu tun. Die Familie holte die Tochter mit aller Gewalt wieder nach Hause zurück, doch eines Nachts entfloh sie von der elterlichen Burg und fand Unterschlupf in einer Köhlerhütte. Der Köhler versuchte zwar den Aufenthalt von dem Fräulein geheim zu halten, aber der verschmähte Freier konnte sie dennoch ausfindig machen. Verkleidet begehrte er eines Abends Einlass in die Köhlerei. Ahnungslos öffnete das Mädchen die Tür. Da schlug ihr der Fremde ohne ein Wort zu sagen mit dem Schwert die Hand ab und verschwand wieder. Der Gastgeber hielt fest zu dem Fräulein und versorgte ihr, nachdem sie sich erholt hatte, einen eisernen Handschuh für ihre verstümmelte Hand. Maria-Sybille wurde fort an eine Helferin für die Armen und Kranken, welche sie sehr schätzten. Auch nach ihrem Tod konnte sie noch viel Gutes tun. Ihr Geist führte verirrte Menschen aus dem Wald nach Hause und bewahrte sie vor einem Tod in dem tückischen Moor. Im Laufe der Zeit wandelte sich ihr Name von Maria-Sybille zu Mazzebille. Und noch heute wird in Satzung erzählt, dass ihr weißer Geist abends und bis in die Nacht hinein auf dem Hirtstein zu sehen ist.
Nachdem ihr das Grab des Frauenräubers gefunden habt, schaut ihr es euch genau an. Welches Wort findet ihr am Kreuz. Bildet die Buchstabensumme (A=1, B=2, C=3,...) und notiert euch die Zahl als K!
Damit euch der Kreutzer nicht versteckt bleibt, könnt ihr nun euch diesen zur Belohnung abholen. Wenn ihr alle 7 Zahlen der Grenzsteine und die Zahl K habt, könnt ihr mit der Hilfe von Station 3 den Ort der Belohnung ausrechnen!
Jedoch seid vorsichtig und überschätzt euch nicht. Der reitende Ritter kann immer wieder kommen um euch das Erzgebirge von unten zu zeigen!

Dieser Cache wurde im Rahmen vom Event Berggeschrey 2015 gelegt!