Skip to content

Gesteine im ehemaligen Steinbruch Effelder EarthCache

Hidden : 5/5/2015
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

Ehemaliger Steinbruch Effelder


Effelder liegt auf einer Muschelkalkplatte im Obereichsfeld südlich des Höhenzugs Westerwald im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal. Etwas östlich liegt das Thüringer Becken. Im oberen Buntsandstein wurde die Wüsten ähnliche Landschaft von Meerwasser überflutet. In dem so entstandenen Flachmeer bildeten sich Gipse und Tonsteine, die wir heute noch finden. Das Meer wurde durch fortschreitende Überflutung tiefer und das vorherrschende Klima gewann immer mehr an tropischem Charakter. Die kalkigen Gesteine des Muschelkalkes sind Zeugen eines warmen Flachmeeres (Wassertiefe 10 bis 30 m) mit wechselhafter Geschichte: Nach einer langen Meeresperiode verdunstete das Wasser, das wieder nachströmte. Belebt war dieses Meer u.a. von Muscheln, Schnecken, Krebsen, Nesseltieren (Trochiten) und „Tintenfischen“ (Ceratiten).Die Ablagerungen des Keupers belegen einen Wandel hin zu einem wechselwarmen, feuchten Klima. In dieser Zeit verschob sich die Küstenlinie von Süden nach Norden. Es wurden überwiegend Sand- und Tonsteine, seltener auch Kalksteine, abgelagert.

 

Im Naturpark ist der Buntsandstein von mächtigen Schichten des Muschelkalks überlagert. Sie sind der „Baustein“ der Plateau-Berge und Hügelländer entlang der Werra. Versteinerungen urzeitlicher Tiere begegnen dem Wanderer auf Tritt und Schritt. Auf dem Grund der tief eingeschnittenen Täler tritt der Buntsandstein zutage. Die Buntsandsteinschicht steigt von Südost nach Nordwest langsam auf und erreicht am Hanstein, in der Nordwestlichsten Ecke des Naturparks, dann sogar die obersten Höhenlagen. Der Übergang zwischen Buntsandstein und Muschelkalk ist daher der Austrittsort zahlreicher Quellen.

 

Dieser EarthCache befindet sich im Geotop – Steinbruch Effelder. Geotope sind erdgeschichtliche Sehenswürdigkeiten der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und der Entstehung des Lebens vermitteln. Sie dienen aber auch als Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten.

 

Bitte verhaltet euch entsprechend umsichtig und schont die Natur. Es ist nicht erforderlich und nicht erlaubt solche Geotope zu beschädigen (Steine schlagen, etc.).

 

Der Steinbruch ist frei zugänglich, doch Vorsicht! Bitte seid auch auf eure eigene Sicherheit bedacht und begebt euch am Steinbruch nicht direkt unter die Felswand, da hier Gefahr durch Steinschlag besteht.

 

Zur Beobachtung sowie zur Beantwortung der gestellten Fragen müsst ihr nicht an die Felswand herantreten.

 

Bei den oben genannten Koordinaten findet ihr den Eingang zum stillgelegten Steinbruch Effelder.

 

Begib dich zu den beiden Referenzpunkten und betrachte die jeweiligen Gesteine genauer und finde heraus, welche Gesteine dort zu entdecken sind.

Hier eine Auswahl von Gesteinsarten:

Kalkstein

Als Kalkstein werden Sedimentgesteine bezeichnet, die überwiegend aus dem Stoff Calciumcarbonat (CaCO3) in Form der Mineralien Calcit und Aragonit bestehen. (zwei Kristallisationsformen des Calciumcarbonat). Kalkstein ist ein äußerst variables Gestein, das betrifft sowohl seine Entstehung als auch seine Eigenschaften.

Kalksteine besitzen eine enorme wirtschaftliche Bedeutung als Rohstoff für die Bauindustrie und als Naturwerkstein. Des Weiteren sind solche Lagerstätten Speichergestein für Erdöl und Erdgas.

Kupferschiefer

Kupferschiefer ist ein in Mitteleuropa vor allem im Untergrund weit verbreiteter, kalkhaltiger, durch organische Substanz und fein verteilten Pyrit geschwärzter, feingeschichteter, oberpermischer, mariner Tonstein, der lokal stark mit schwefelhaltigen Kupfer-, Zink- und Bleierzmineralen und, an diese gebunden, einer Vielzahl weiterer Metalle (u. a. Silber) angereichert ist.

Trotz seiner Bezeichnung ist der Kupferschiefer kein Schiefer im petrographischen Sinn, da seine „Schieferung“ nicht durch den Druck einer Gebirgsbildung erzeugt wurde, wie z. B. die des Thüringer Dachschiefers. Die schiefrige Spaltbarkeit des Materials geht stattdessen schlicht auf die ursprüngliche Schichtung und die Kompaktion des Tonsedimentes durch den Auflastdruck auflagernder jüngerer Sedimentschichten zurück.

 

Gips

Gips, geologisch auch als Gipsspat und chemisch Calciumsulfat-Dihydrat bekannt, ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfate (und Verwandte)“. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Ca[SO4]·2H2O[2] und entwickelt meist tafelige, prismatische bis nadelige Kristalle, aber auch körnige bis massige Aggregate.

Im Allgemeinen ist Gips farblos oder weiß. Er kann aber durch Aufnahme von Fremdionen oder Beimengungen unterschiedlicher Art (Sand, Bitumen) eine gelbliche, rötliche, graue oder braune Farbe annehmen. Seine Strichfarbe ist jedoch weiß.

 

Buntsandstein

Der Buntsandstein ist einerseits konkret eine meist mehrere hundert Meter mächtige Gesteinsabfolge, andererseits war er eine (im chronologischen Sinn veraltete) Bezeichnung für die früheste Abteilung der Trias, welche sich aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper zusammensetzt(e).

Der Buntsandstein wird unterteilt in den Unteren, Mittleren und Oberen Buntsandstein.

Der Begriff Buntsandstein stammt von den verschiedenen Farben der Gesteine, aus welchen er aufgebaut ist, und umfasst eine teils mehrere hundert Meter mächtige Gesteinseinheit aus überwiegend Sandsteinen. Zusätzlich kommen Tonstein, Siltstein, Gips und weitere Gesteine vor.

 

Um diesen Earthcache zu loggen, beantwortet mir bitte folgende Fragen:

Frage 1

Referenzpunkt 1

Welche Gesteine findest Du dort? Wie stellt sich das Gestein dar? Sind Spalten oder Klüfte zu erkennen?

Frage 2

Referenzpunkt 2

Bei den genannten Koordinaten findest du eine weitere Felswand. Beschreibe welche Gesteinsarten Du dort erkennst.

Schicht für Schicht, die auch heute noch zu erkennen sind, entstanden mächtige Gesteinsformationen. In vielen dieser Formationen heben sich durch eine abweichende Farbgebung Einschlüsse weiterer Mineralien ab. Sie stellen sich Band-, Ring- oder Kugelförmig dar. Die Maserung des Gesteins sieht manchmal fast aus wie aufgemalt und lädt den Betrachter ein, seine Phantasie spielen zu lassen.

Es gibt dort deutlich sichtbare Einschlüsse eines dunklen Gesteines. Um welches Gestein handelt es sich? Was glaubst Du, ist der Grund für den dort deutlich sichtbaren Einschluss eines dunklen Gesteines?

 

Sende mit die Antworten per Email zu. Du darfst sofort loggen, wenn etwas nicht stimmt, melde ich mich.

 

Parken könnt Ihr in der Ortslage von Effelder.

 

Der Zugang zum Steinbruch ist über einen Wirtschaftsweg zu erreichen. Mit dem Fahrrad ist die Durchfahrt gestattet.

 Stellt bitte ein Foto als Nachweis des Besuches mit ein, dies ist eine Logbedingung

Viel Spaß beim Entdecken und Erkennen wünscht

 

Herbalwitch1965

Quellenangaben: Wikipedia.org; Text auszugsweise Broschüre Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

Additional Hints (No hints available.)