Hintergrundinformationen
In Stadtallendorf wurde in den 1930er Jahren unter großer Geheimhaltung Sprengstoff hergestellt und vor Ort in Bomben und Granaten verfüllt. Die Rüstungsanlage stellte während des Zweiten Weltkrieges die größte Produktionsstätte für Munition in Europa dar. Aus Gründen der Tarnung gegen Luftaufklärung befindet sich die etwa 800 ha große Anlage vollständig im Wald. In den Betrieben wurden über 15.000 Zwangsarbeiter eingesetzt, die im zum Konzentrationslager Buchenwald angehörigen Außenlager Münchmühle untergebracht waren.
Das Gelände der Rüstungsbetriebe war eine der größten Rüstungsaltlasten in Deutschland mit verhältnismäßig hohen Belastungen durch Chemikalien. Die flächendeckende Sanierung des Geländes wurde im Jahr 2006 für beendet erklärt, nachdem rund 150 Tonnen Schadstoffe aus dem Boden, 700 Tonnen von einer Halde und drei Tonnen noch sprengfähiges TNT entsorgt wurden.
Informationen zum Cache
Im Vergleich zu einigen der in unmittelbarer Umgebung platzierten Caches könnte dieser für den einen oder anderen Besucher des Sicherheitsbereichs etwas unspektakulär wirken, da er nicht direkt an einem Lost Place gelegt wurde. Dennoch befinden sich in der Nähe mehrere alte Bunker und verlassene Lagerhallen. Er ist von den Wegen aus gut zu erreichen, wobei ein 20-Meter-Marsch durch – je nach Jahreszeit – kniehohes Unterholz erforderlich ist. Für den Sichtschutz haben wir uns unter anderem eines Tarnnetzes bedient.