Ihr befindet euch hier vor seiner Wohnung, in der Löffler rund 30 Jahre lebte, erinnert heut eine Gedenktafel an ihn. Sie wurde von Wieland Förster geschaffen und anlässlich des 100. Geburtstags Löfflers im Jahr 1999 enthüllt. Sie trägt das Zitat Theodor Däublers "Die Welt versöhnt und übertönt der Geist"
Das Leben Fritz Löfflers.
Fritz Löffler wurde 1899 als Sohn eines Apothekers geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und ab 1910 das König-Georg-Gymnasium in Dresden wurde er 1917 Soldat im 2. Königlichen-Sächsischen Fußartillerie-Regiment 19 im Ersten Weltkrieg. Nach Kriegsende bestand er sein Abitur und begann anschließend ein Studium in den Fächern Germanistik, Kunstgeschichte, Musikgeschichte, Romanistik, Theatergeschichte und klassische Archäologie in Jena,Berlin. Greifswald Florenz und München. Im Jahr 1927 wurde er in München in Germanistik mit der Dissertation "Das Epische Schaffen Eduard von Keyserlings" promoviert. Anschließend war er als Assistent am Stadtmuseum Dresden tätig.
Löffler war vielfältig kulturinteressiert und unter anderem mit Otto Dix, Hans Theo Richter und Theodor Däubler, dessen Nachlass er verwaltete ,befreundet. Er war ein Förderer moderner Künstler, denen er zu Ausstellungsmöglichkeiten und öffentlicher Aufmerksamkeit verhalf. Löffler arbeitete unter anderem als Sekretär der Dresdner Sezession 1932. Im Jahr 1937 wurde er von den nationalsozialistischen Stadtoberen wegen der "Förderung linker und entarteter Kunst" aus seiner Tätigkeit entlassen. Danach war er beim "Heimatwerk Sachsen" für sächsisches Schrifttum verantwortlich und diente ab 1939 als Soldat wieder als Soldat an der Westfront, bevor er 1942 aufgrund beruflicher Verfolgung in seiner Heimat nach Krakau ging. Hier organisierte er im Auftrag der NS-Regierung des Generalgouvernements Ausstellung deutscher Künstler.
Im Jahr 1945 wurde Löffler nach der Zerstörung Dresdens durch alliierte Luftangriffe wieder in die Dienste der Stadt gestellt und war danach für die Betreuung und Rückführung der evakuierten Kunstschätze in Muskau verantwortlich, wo er das Kriegsende erlebte. 1947 wurde er ohne Angabe von Gründen fristlos entlassen. 1946 und 1949 organisierte er die noch gesamtdeutsche 1. und 2. Deutsche Kunstausstellung in Dresden.
Bis 1951 war Löffler bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und anschließend bis zu seiner Pensionierung1967 am Landesamt für Denkmalpflege Sachsen tätig. Er setzte sich in seiner Zeit konsequent für den Erhalt und Wiederaufbau architektonisch und historisch bedeutender Ruinen der Stadt ein. Auch nach seiner Pensionierung blieb Löffler weiterhin schriftstellerisch und publizistisch tätig und veröffentlichte unter anderem Monografien über Dresdner Künstler des 20. Jahrhunderts wie Otto Dix,Josef Hegenbarth,Johannes Beutner und Bernhard Kretzschmar. Sei für Dresden bedeutendstes Werk war "Das alte Dresden", das erstmals 1955 erschien und 2006 bereits in der 16. Auflage verlegt wurde. Darin zeichnet Löffler ausführlich die architektonische Entwicklung Dresdens bis 1945 nach. Im Jahr 1983 wurde Löffler mit dem Martin-Anderson-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet, der jährlich "für hervorragende Leistungen auf dem Gebiete der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik verliehen wurde.
Löffler verstarb 1988 in Dresden und fand seine letzte Ruhe auf dem Äußeren Plauenschen Friedhof. Sein schriftlicher Nachlass wird in der SLUB Dresden aufbewahrt. Die in seinem Besitz befindlichen Kunstwerke hinterließ Löffler den staatlichen Kunstsammlungen.
Wer noch mehr erfahren möchte, Onkel Wiki kann da weiterhelfen. Bitte auf dem Fußweg bleiben, ihr müsst keine Privatgelände betreten.