Erst im Jahr 2012 wurde diese öffentliche Grünfläche im Auftrag des Straßen- und Grünflächenamtes aufwendig umgestaltet. Finanziert wurde die Erneuerung durch das Bezirksamt Mitte, das hierzu 200.000 € zur Verfügung stellte. Das Ziel dieser Sanierung war die Aufarbeitung der bestehenden Wege, das Pflanzen einiger neuer Bäume sowie das Einrichten diverser Sitzgelegenheiten in den Eingangsbereichen an der Wiclefstraße und an der Bremer Straße.
Historischer Hintergrund:
Bis zur Kriegszerstörung war die Fläche der Innenhöfe mit typischen Hinterhöfen des 19. Jahrhunderts bebaut. Obwohl die Hinterhofbebauung keine Berliner Besonderheit ist, wurde dennoch in keiner anderen Stadt so flächendeckend und dicht gebaut wie in der „größten Mietskasernenstadt der Welt”.
Eine Mietskaserne gliedert sich in mehrere Gebäudeteile: Dem Vorderhaus, dem Seitenflügel, dem parallel zum Vorderhaus gelegenen Quergebäude und schließlich dem Remise, bei welchem es sich um ein ein- oder zweigeschossiges Nebengebäude handelt, das als Garage oder gewerblich genutzt wurde; früher oft auch als Stallgebäude für Pferde oder Kühe diente.
Möglich geworden ist diese Bauform durch den Hobrecht-Plan von 1862. Im Zuge der Industrialisierung und dem raschen Bevölkerungswachstum herrschte im 19. Jahrhundert ein massiver Wohnungsmangel, welcher eine dichtere Bebauung erforderlich machte. Der Ingenieur James Hobrecht entwarf aus diesem Grund einen Stadterweiterungsplan mit einem sehr weitmaschigen Straßennetz und entsprechend großen Baublöcken. Die einzelnen Baugrundstücke zogen sich deshalb sehr tief ins Blockinnere. Der Innenhof eines Mietshauses musste nach Polizeivorschrift mindestens so groß geplant werden, dass eine pferdegezogene Feuerwehrspritze darin wenden konnte, was einer Fläche von 5,34 × 5,34 Metern entspricht.
Damit die Grundstücksfläche im Rahmen der Bauvorschriften bestmöglich ausgenutzt wurde, war der Bau von drei oder vier Höfen in Folge keine Seltenheit. Die Höfe waren dabei meist über Durchfahrten von der Straße aus erreichbar. Da diese enge Bebauung einer „Kasernierung“ der Bewohner gleich kam, erhielten die Baublöcke den Namen Mietskaserne.
Viele damalige Zeitgenossen machten darauf aufmerksam, dass die enge Bebauungsweise fatale Auswirkungen auf die Lebensumstände der damaligen Bewohner hat. So forderte selbst Hobrecht 1868 „Mehr Raum für die Höfe!“, um mehr Licht und Luft in die Wohnungen der Hinterhöfe zu bringen. Heinrich Zille hielt die Zustände in den Hinterhöfen mit diversen Zeichnungen aus dem Hinterhof-“Milljöh” der kleinen Leute fest und kritisierte den Bau der Mietskasernen mit seinem vielzitierten Satz “Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genauso töten wie mit einer Axt”.

Zeichnung: Heinrich Zille
Nachdem durch den Zweiten Weltkrieg massive Kriegsschäden zu verzeichnen waren und die Erhaltung bzw. der Wiederaufbau der Hinterhöfe sehr teuer war, ging man zur “Blockentkernung” über: Die Vorderhäuser blieben zum größten Teil erhalten, um das Straßenbild zu bewahren, im Blockinneren wurden jedoch Seitenflügel, Quergebäude und Remisen vollständig beseitigt. So wurde die Baudichte im Inneren vieler Höfe wohltuend aufgelockert und im Laufe der Zeit teils durch die Anwohner und teils durch Bürgerinitiativen begrünt und zum Teil sogar grundstücksübergreifend zu öffentlichen Grünanlagen mit Spielplätzen umgestaltet
Zum Cache:
Da es sich hier um ein so idyllisches Plätzchen handelt, wollten wir hier unbedingt eine Dose platzieren. Nach ein paar Spaziergängen war recht schnell klar, wo ein geeigneter Platz war und wir mussten uns nur etwas einfallen lassen, wie wir an einem so belebten Ort ein Versteck einrichten. Gesagt getan. :-)
Für den Erstfinder haben wir einen Geocaching-Pin hinterlegt.
Bringt bitte einen Stift mit und seid vorsichtig beim Bergen des Caches. Damit alles so bleibt wie es ist und der Cache lange erhalten bleibt, hinterlasst ihn wieder so wie ihr ihn vorgefunden habt. Und nun viel Spaß beim Suchen.