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Torfrundweg und Torfschiffgraben EarthCache

Hidden : 7/9/2015
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Wie der Name der Ortschaft Großmoor schon verrät ist diese Gegend von Moorflächen umringt. Im Mittelalter war das Moor an dieser Stelle noch so gegenwärtig, dass man nur auf bestimmten Wegen von Norden nach Süden reisen konnte. Die alte Hannoversche Heerstraße, welche heute die alte B3 ist, wurde viel benutzt und durch die Müggenburg, welche als Schutzburg diente, bewacht. Effektiv genutzt wurde der Torf des Moores schon im 16. Jahrhundert, aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden hier die ersten festen Häuser errichtet. Der Torf wurde als Heizmaterial genutzt. Dafür wurde das Moor trocken gelegt, und das Material abgetragen, was in der Fachsprache „gestochen“ heißt. Hier an der linken Seite des Einganges zum Rundweg ist noch ein Entwässerungsgraben sichtbar. Ebenso sieht man hier die ehemalige Höhe des Geländes vor dem Torfabbau. Ein angebrachtes Schaufenster bzw. Querschlag zeigt den Schichtaufbau des Moores. Wenn man den Rundweg absolviert kann man ebenso an manchen Stellen die Stichkanten sehen, auch wenn sie teilweise wieder Bewachsen oder Verfüllt wurden. Die „Tafeln“ geben viel interessante Informationen über die Arbeit am Torfstich und zur Natur wieder. Ebenso kann man eine Lore sehen, mit der das Material transportiert wurde. Weiter transportiert wurden die Ballen über die Torfschiffgräben. Die Reste eines solchen Grabens und eine Tafel dazu findet ihr an der KO  N 52° 35.030 E 010° 04.600. Bei einer Wassertiefe von einem Meter und einer Breite von acht wurde das Torf mit Kähnen bis zur „alten Hannoverschen Heerstraße“ gebracht, dort in Karren verladen und weiter transportiert. Über den Bau der Torfschiffgräben bei Großmoor ist genau Buch geführt worden. Sie stammen aus den 80er Jahren des 17. Jahrhunderts. Der an der oben genannten Koordinate dürfte jedoch erheblich älter sein. Alte Erwähnungen an der Nordseeküste reichen bis in die Beschreibungen der Römer zurück z. B. bei Plinius. Auch ein arabischer Reisebericht erwähnt die brennende Erde bereits im 10. Jahrhundert. Weltweit gibt es etwa 271 Millionen Hektar Torfboden. In Afrika 6 Millionen Hektar, in Nordamerika 135 Millionen Hektar, Südamerika 6 Millionen Hektar, Asien 33 Millionen Hektar, Europa 88 Millionen Hektar, Naher Osten 2 Millionen Hektar und Ozeanien 1 Million Hektar.

 

aktive fremde Torfabbaustelle

 

Der Begriff Torf geht auf den althochdeutschen Word „turf“ zurück, was übersetzt „Rasenstück“ bedeutet, welches wiederum im Indogermanischen „stechen“ oder „reißen“ heißt. Damit kann man Torf mit „das Gestochene“ am besten herleiten. Zunächst entsteht ein nährstoffreiches Niedermoor mit Niedermoortorf. Bei geeigneten Bedingungen koppelt sich die Oberfläche des Moores durch Auflagerungen allmählich vom stehenden Grundwasser in der Senke ab. Das Moorwasser hat nun einen niedrigen pH-Wert (um die 3,4–3,7), kaum noch Nährstoffe und nur wenig Sauerstoff sind gelöst, so dass die Zersetzung pflanzlicher Substanzen gehemmt ist. An diese Bedingung sind die Hochmoor-Pflanzengesellschaften angepasst, deren Ablagerungen den Hochmoortorf bilden. So vermehrt sich das Moor im Jahr um 1 mm, selten auch mal bis maximal 10 mm. Ab einem Anteil von 30 Prozent organischer Substanz spricht man von Torf. Darunter ist es Feuchthumus. Die Variation reicht vom Weißtorf über den Brauntorf bis zum Schwarztorf. Der helle Weißtorf lässt die Struktur der Pflanzen noch deutlich erkennen, bei weiterer Zersetzung entsteht ein homogener, wenigstens bei Betrachtung mit bloßem Auge strukturloser Körper, Brauntorf oder auch Bunttorf genannt. Die älteste Torfschicht ist der so genannte Schwarztorf.

 

 

Um den Torf abtragen zu können, wurden bis ins 18. Jahrhundert Gräben angelegt, die das Gebiet entwässerten. Danach folgte ein Abbrennen der Flächen. Heute gewinnt man den Torf in entwässerten offenen Gruben nach dem Tagebauverfahren. Früher wurde der Torf gestochen und zum trockenen gelagert. Heute werden die Ballen heraus gefräst und durch Pressen weiter entwässert. Leider werden durch den Abbau des Torfes die Moorflächen oft vollends zerstört und damit geht immer mehr dieser Landschaft verloren. In Deutschland werden jedoch solche Flächen wiedervernässt, damit sie sich regenerieren können. Torf wird überwiegend als Brennstoff verwendet. Der Brennwert liegt bei 20-22 MJ/kg und ist damit mit Braunkohle vergleichbar. Es hat aber einen sehr hohen Aschegehalt und entwickelt bei der Verbrennung umweltschädliche Gase. Man kann Torf auch zu Torfkohle umwandeln. Es funktioniert ähnlich wie bei der Holzkohle. Die Brenneigenschaften werden dabei verbessert und der Heizwert steigt. Heute hat dieses Verfahren aber an Bedeutung verloren. In moosigen Landschaften werden allerdings heute noch so genannte Torf-Kraftwerke für die Stromerzeugung betrieben. Neben der Verbrennung benutzt man Torf auch als Pferdestreu, für Textilfasern, als Aktivkohle, in der Medizin und der Kosmetik, für Filter in der Aquaristik und bei Teichen und vor allem bei der Whiskeyherstellung. 

Zum Schluss soll hier noch die Entstehung des Moores und damit des Torfes erläutert werden. Das kann passieren, wenn mehrere Komponenten zusammen kommen. Es muss viel Regen fallen und die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu niedrig sein, weiterhin darf das Wasser nicht in den Boden versickern, was meist durch eine glaziale Tonschicht im Boden verhindert wird. Ebenso muss die pflanzliche Substanz hoch genug sein. In dieser Gegend handelt es sich zumeist um Hochmoore des Typs eines Versumpfungsmoors. Das die Hochmoore durch die hohe Feuchtigkeit und in kühleren Zeiten entsteht nennt man sie auch Regenmoore.
Auf einem nährstoffarmen Boden wachsen Gräser, Farne und vor allem Torfmoose. Torfmoose haben keine Wurzeln und beziehen ihre Nährstoffe aus dem Wasser. Dabei bilden sie Wasser aufsaugende Polsterschichten, welche an der Oberfläche weiterwachsen, während die tieferen Schichten absterben und in Torf übergehen. Bei vorhandener Gewässerfläche sinkt der Torf ab und füllt den Boden allmählich auf und lässt es verlanden. Diese Schicht wird im Laufe der Jahrhunderte immer dicker und hat dann meist eine gewölbte konvexe Form.

Hier ist eine grafische Darstellung einer norddeutschen Moorentwicklung (aus Wikipedia)

Damit du diesen Earthcache loggen darfst, musst du mir nun sieben Fragen beantworten. Achtung dafür sind beide Koordinaten aufzusuchen (Torfrundgang Großmoor und Tafel zum Torfschiffgraben)!

  1. Welche Mächtigkeit hatte Torfschicht in Großmoor (Tafel in Großmoor)?*

  2. Wie viel wächst ein intaktes Moor pro Jahr (Tafel in Großmoor)?*

    * Die Tafeln sind wohl besprüht worden und derzeit nicht mehr so gut zu lesen. Hier kann notfalls aber auch das Internet behilflich sein.

  3. Welche drei Torfarten gibt es? Nenne die drei Farben.

  4. Wann verlor der Torschiffgraben spätestens seine Bedeutung (siehe Tafel Torfschiffgraben)?

  5. Welche Bezeichnung haben norddeutsche Hochmoore noch?

  6. Nimm vom Eingangsbereich etwas Torf (ein Teelöffel voll reicht), mische es mit der doppelten Menge normales Wasser und lasse es mindestens 12 Stunden stehen. Dann messe von dem Wasser den PH-Wert. Wie fällt dieser nun aus? Welchen PH-Wert hat es?

  7. Bevor du den Versuch machst, schaue dir den Torf an und beschreibe den Torf. Wie sieht er aus und wie ist seine Konsistenz?

Optional wäre es wünschenswert, wenn ihr ein Foto an einer der Stellen macht und mit zum Log einstellt.

 


Darstellung eines Torfschiff-Transports an anderer Stelle

 

Peat trail and Ship digging peat

As its name suggests the village Großmoor “Greatpeat” this area is surrounded by moorland. In the middle Ages, the bog was still so present at this point that one could only travel on certain routes from north to south. The old Hanoverian army road which is the old B3 today, was much used and, guarded by the Müggenburg, which served as a protective castle. The peat of the bog in the 16th century, but not until the early 20th century was used effectively the first solid houses were built here. Peat was used to heat the oven. For the bog was drained, and removed the material, which in the jargon "razor" is. Here on the left side of the entrance to the trail is still a drainage ditch visible. Also here you can see the former height of the terrain in front of the peat. The placing showcase or crosscut shows the layer structure of the moor. If you can you just completed the trail in some places to see the stitch edges, even if they partially or filled were overgrowing. The "signs" give a lot of interesting information about the work on peat and natural again. They are only written in german! Similarly, one can see a dare, which the material was transported. The bales were transported via the Torfschiffgräben (Ship digging peat). The remains of such a trench and a blackboard to be found at the KO  N 52° 35.030 E 010° 04.600. At a water depth of one meter and a width of eight with the peat barges was to "old Hannoversche Heerstraße" brought, loaded there in carts and transported. About the construction of “Torfschiffgräben” at Großmoor has been performed exactly book. They come from the 80s of the 17th century. However, in the above coordinate is probably much older. Old mentions to the North Sea coast date back to the descriptions of the Romans back z. B. in Pliny. Also an Arab travelogue mentions the burning Earth in the 10th century. Worldwide, there are about 271 million hectares of peat soil. In Africa, 6 million hectares, in North America 135 million hectares, South America 6 million hectares, 33 million hectares of Asia, Europe 88 million hectares, Middle East and Oceania 2 million hectares 1 million hectares.

The term goes back to the Old High German peat word "turf", which translates as "lawn" means which is in turn in Indo-European "sting" or "tear". This can best be deduced "the engraved" with peat. First, create a nutrient-rich fen with fen. In suitable conditions, the surface of the bog coupled by deposits gradually decreases from the standing ground water in the sink. The bog water now has a low pH (about 3.4-3.7), barely nutrients and little oxygen are released so that the decomposition of plant substances is inhibited. At this condition, the raised bog plant communities adapted their deposits form the peat. Thus, the Moor increased in 1 mm, rarely sometimes up to 10 mm. At a share of 30 percent organic matter is called peat. Among them it is wet humus. The variation ranges from whitepeat over the brownpeat to blackpeat. The bright white peat, the structure of the plant still clearly visible, with further decomposition, a homogeneous, at least when viewed with the naked eye structureless body “Brauntorf” or Bunttorf created called. The oldest peat layer is the so-called blackpeat.

In order to pay off the turf, until the 18th century trenches were created, which drained the area. This was followed by the burning of the surfaces. Today one gets the peat drained in open pits after the open pit method. Previously, the peat were cut and stored to dry. Today, the bales are milled out and dewatered by pressing on. Unfortunately, the bogs are often completely destroyed by the mining of peat and thus is increasingly lost this landscape. In Germany, however, such surfaces are rewetted so that they can regenerate. Peat is mainly used as fuel. The calorific value is 20-22 MJ / kg and is thus comparable to brown coal. But it has a very high ash content and developed during the combustion polluting gases. You can also convert to peat peat. It works similar to the charcoal. The burning characteristics are improved while and the heating value increases. Today, this method has become less important. In mossy landscapes but even so-called peat power plants for electricity production are operated today. In addition to burning peat to use as horse litter, for textile fibers, as activated carbon, in medicine and cosmetics, for the filter in the aquarium and in ponds and especially in whiskey production.


Finally, the emergence of the bog will be explained here. This can happen when multiple components come together. It needs a lot of rain falls and the humidity should not be too low, the water may not continue to seep into the soil, which is usually prevented by a glacial clay in the soil. Similarly, the plant substance must be high enough. In this area there are mostly raised bogs of the type of marsh moor. This creates the high moors by the high humidity and in cooler times they are called also rain moor. On a poor soil grow grasses, ferns and especially peat moss. Peat mosses have no roots and obtain their nutrients from the water. They form water absorbing cushion layers which continue to grow on the surface, while the deeper layers die and turn into peat. For existing water area of peat sinks and fills the soil gradually and leaves silt up there. This layer is getting fatter over the centuries and has then usually a curved convex shape.

Thus you may log this cache, you must now answer seven questions to me. You have to visit both coordionates to answer the questions (Torfrundgang Großmoor and board to Torfschiffgraben)!

1. What thickness of peat in Großmoor (panel in Great Moor)?
2. How much grows an intact bog per year (Table in Great Moor)?
3. What are the three types of peat? Name the three colors.
4. When finished the transport on the ship digging peat (see table “Torfschiffgraben”)?
5. What other name have North German moor?
6. Take the entrance some peat (a teaspoon is enough) ,mix it with twice the amount of normal water and let it stand for at least 12 hours. Then fair of the water to PH. What see you there?
7. Before you make an attempt to look at the peat and describe the peat. How it looks and how is its consistency?



Optionally, it would be desirable if you take a picture of one of the locations and sets with the Log.

ture of one of the locations and sets with the Log.

Additional Hints (No hints available.)